Archiv der Kategorie: Artikel

3. März 2018 – Handelskrieg ?

Liebe Börsianer,

der US-amerikanische Präsident Trump hat in der vergangenen Woche nun tatsächlich neue Einfuhrzölle für Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) angekündigt. Dies würde die Einfuhren von Stahl- und Aluminiumprodukten u.a. aus Deutschland, Europa und vor allem China in die USA erheblich verteuern. Mit dieser Massnahme soll die nationale Sicherheit gewahrt bleiben.

Die zusätzlichen Kosten für den Markteintritt in die USA erzeugen einen Wettbewerbsnachteil für europäische und asiatische Stahlproduzenten gegenüber den einheimischen Mitbewerbern in den USA. Somit werden die Stahlfirmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze in den USA geschützt. Das ist offensichtlich eine ganz konkrete Umsetzung von “America first”.

Dieser Schritt kann aber sehr leicht eine Spirale von Gegenmassnahmen in Gang setzen und am Ende in einen globalen Handelskrieg führen. Die Europäische Kommission hat bereits solche Schritte angekündigt und dürfte ihrerseits Einfuhrbeschränkungen auf US-Produkte verhängen. Als Beispiele wurden genannt: Motorräder, Whiskey und Jeans. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Auseinandersetzungen recht emotional belastet sind. Schnell wird dann von “Vergeltung” gesprochen.

Tatsächlich sind diese nächsten Schritte denkbar: die betroffenen Länder werden natürlich auf die US-Massnahme reagieren und selbst Einfuhrzölle auf US-Produkte beschliessen. China wird ausserdem versuchen, auf den europäischen Stahlmarkt auszuweichen. Daraufhin dürfte die Europäische Kommission die Stahleinfuhr in den Binnenmarkt beschränken, was wiederum zu entsprechenden Gegenreaktionen führt. In der Folge werden gegenseitige Beschränkungen des freien Handelsverkehrs etabliert, die sich weiter verstärken und in eine globale Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung münden.

Selbst die erhoffte positive Wirkung auf den US-Stahlmarkt ist fragwürdig. Tatsächlich werden die importierten Stahl- und Aluminiumprodukte in der US-Industrie doch weiter verarbeitet (z.B. in den Bereichen Automotive, Aeronautics, Maschinenbau). Dort muss auf teurere einheimische Produkte ausgewichen werden, was die Kosten für die Endprodukte generell erhöht. Am Ende ist wahrscheinlich, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der US-Stahlindustrie nicht verbessert, sondern im Gegenteil über einen längeren Zeitraum noch weiter verschlechtert.

Welche politischen Möglichkeiten bestehen für die betroffenen Länder ?

Die Länder der Europäischen Gemeinschaft betreiben eine gemeinsame Handelspolitik mit den Ländern ausserhalb der EU. Seit dem Vertrag von Lissabon im Jahr 2009 liegt die Verantwortung für die Umsetzung  einschliesslich der Verhandlung von Handelsverträgen bei der Europäischen Kommission.

Die Europäische Union ist zunächst auch eine Zollunion ohne Zollbeschränkungen innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Ein wesentlicher Bestandteil der genannten gemeinsamen Handelspolitik ist der gemeinsame Zolltarif sowie gemeinsame Einfuhr- und Ausfuhrregelungen gegenüber Drittstatten. Zum Schutz des Binnenmarktes gegen bestimmte Handelshemmnisse wie Dumping oder Subventionen können verschiedene Massnahmen ergriffen. Grundlegendes Ziel der gemeinsamen Handelspolitik ist es aber, den globalen Welthandel zu fördern.

Die Europäische Kommission vertritt die Europäische Union in der Welthandelsorganisation (WTO). Die WTO mit Sitz in Genf wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, den internationalen Handel zu liberalisieren, Handelshemmnisse abzubauen und den globalen Freihandel zu fördern. Dazu unterstützt die WTO eine Koordination der weltweiten Handelspolitik und kann auch zur Schlichtung von Handelsstreitigkeiten angerufen werden.

World Trade Organization

Es ist also davon auszugehen, dass die WTO involviert werden wird. Problematisch wäre dann zunächst, dass solche Schlichtungen dort häufig lange dauern. Und darüber hinaus könnte das Berufungsgericht der WTO bald handlungsunfähig werden, weil die USA die Nachbesetzung von freiwerdenden Richterstellen blockieren. Dies hätte faktisch zur Folge, dass dort dann gar keine Schlichtungsfälle mehr verhandelt werden dürfen.

Ihr SHAREadvice

25. Februar 2018 – Konjunkturindikatoren

Liebe Börsianer,

die wirtschaftliche Konjunktur hat einen prägenden Einfluss auf die Unternehmensgewinne und somit auf deren Aktienkurse. Die 5 bekanntesten Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung sind hier zusammengestellt:

1. ifo Geschäftsklima
Der Geschäftsklima-Index des ifo Instituts in München gilt als der wichtigste Frühindikator der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Auf Grundlage von rd. 7.000 Rückmeldungen aus deutschen Unternehmen werden die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen der nächsten 6 Monate zusammengefasst. Als Geschäftsklima-Index gilt der jeweilige Mittelwert von Geschäftslage und Geschäftserwartungen. Der Geschäftsklima-Index wird monatlich erhoben und liegt aktuell bei 115,4 Punkten (-2,2).

2. ZEW Konjunkturerwartungen
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung aus Mannheim ermittelt auf Basis von bis zu 300 Rückmeldungen der Finanzexperten in Deutschland über finanzielle Kennzahlen einen Indikator der Konjunkturerwartungen. Dieser Indikator wird ebenfalls monatlich veröffentlich und steht zur Zeit bei 17,8 Punkten (-2,6).

3. Markit Einkaufsmanager-Index
Das Unternehmen IHS Markit mit Sitz in London publiziert Einkaufsmanager-Indizes für diverse Länder. Diese Indizes beruhen auf monatlichen Umfragen unter ausgewählten Unternehmen über deren wirtschaftliche Kenngrössen. Die einheitliche Ermittlung der Indizes ermöglicht auch Ländervergleiche. Der aktuelle IHS Markit Index FLASH für Deutschland zeigt 57,4 Punkte (-1,6) und für die Eurozone 57,5 (-1,3). Werte über 50 Punkte deuten wirtschaftliches Wachstum an.

4. Economic Sentiment Indicator / Business Climate Indicator
Die Europäische Kommission lässt für die gesamte Europäische Union und die Eurozone sehr detaillierte Umfragen durchführen. Der Economic Sentiment Indicator ESI ergibt sich aus den Umfragewerten der Bereiche Industrie, Dienstleistungen, Handel, Baugewerbe, Finanzen und Verbraucher. Der Business Climate Indicator BCI verdichtet Umfragewerte aus der Industrie in der Eurozone zu aktueller und zukünftiger Produktionsauslastung sowie Lagerbeständen. Beide Indikatoren werden monatlich herausgegeben. Der ESI erreicht aktuell 114,7 Punkte (-0,4) für die EU und 114,7 Punkte (-0,6) für die Eurozone. Und der BCI fällt im Moment leicht auf 1,54 Punkte (-0,06).

5. Consumer Confidence
The Conference Board Inc. ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in New York und veröffentlicht verschiedene Indikatoren mit Schwerpunkt USA. Der Consumer Confidence Index misst das Verbrauchervertrauen durch monatliche Umfragen unter rund 5.000 Haushalten in den USA. Als Indexbasis wurde gesetzt: 1985 = 100 Punkte. Dieser wichtige US-Konjunkturindex ist wieder auf 125,4 Punkte angestiegen (+2,3).

Ihr SHAREadvice

18. Februar 2018 – Rückblick KW 7

Liebe Börsianer,

in der vergangenen Woche haben sich die Aktienkurse global und auf breiter Front wieder etwas erholt und schlossen klar im Plus. Trotzdem haben die Börsen die starken Verluste in der Woche davor noch nicht zurückgewonnen. Zu unklar sind die möglichen Auswirkungen von Inflation und Leitzinsen auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung und damit auf die Gewinne von Unternehmen.

Die wichtigsten Indizes haben zwar in der letzten Woche rund 2-6 % zugelegt, aber liegen damit im Zeitraum der vergangenen vier Wochen immer noch bei 1-9 % im Minus.

Performance1 Woche4 WochenYTD
Deutschland:
Industrie2,8 %-7,3 %-3,6 %
Mittelstand4,6 %-4,6 %0,0 %
Technologie5,6 %-4,6 %1,9 %
Volatilität31,9 %
USA:
Industrie4,3 %-3,3 %2,0 %
Technologie5,3 %-1,3 %4,9 %
Volatilität76,3 %
Frankreich4,0 %-4,4 %-0,6 %
Grossbritannien2,9 %-5,6 %-5,1 %
Österreich1,6 %-6,5 %-0,4 %
Schweiz3,5 %-5,5 %-4,2 %
Japan1,6 %-8,8 %-4,6 %

Spannend werden in der nächsten Woche unter anderem wieder die Konjunkturindikatoren aus Deutschland und in der darauffolgenden Woche die neuesten Daten aus Europa & Eurozone.

Ihr SHAREadvice

18. Februar 2018 – Leitzinsen

Liebe Börsianer,

die Aktienkurse werden seit Jahren nicht nur durch die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst, sondern auch durch die vorhandene Liquidität an den globalen Finanzmärkten.

Die Zentralbanken in Europa, den USA und in Asien versuchen nun bereits seit recht langer Zeit, die Wirtschaft durch eine sehr expansive Geldpolitik zu stimulieren. Dies geschieht unmittelbar durch die Zinssätze, zu den sich die Banken bei ihren Zentralbanken refinanzieren können. Das sind die bekannten Leitzinsen. Die Hoffnung der Notenbanken ist dabei, dass Banken diese günstigen Zinsen im Rahmen von Kreditfinanzierungen an Unternehmen weitergeben und auf diese Weise Investitionen fördern. Von diesen günstigen Zinsen profitieren natürlich auch die globalen Finanzmärkte, da man über eine günstige Refinanzierung weiter in Aktien investieren kann. Ausserdem bieten die Anleihemärkte bisher noch keine wirkliche Anlagealternative.

Aber ein sehr unangenehmer Nebeneffekt entsteht dadurch, dass sich niedrige Leitzinsen nicht nur auf die Sollzinsen auswirken, sondern gleichzeitig leider auch auf die Habenzinsen. Das macht sich eben sowohl durch die noch extrem günstigen Baufinanzierungen als auch die kaum vorhandenen Sparzinsen bemerkbar.

Die Zentralbanken orientieren sich bei ihrer Zinspolitik primär an den Inflationsraten. Dies sind im Kern die Preissteigerungen von Verbraucherpreisen im Verhältnis zum Vorjahr. Steigt also die Inflation an, dann heben auch die Zentralbanken ihre Leitzinsen. Damit erhöhen sich sofort die Kreditkosten für Unternehmensinvestitionen, die Kreditkosten für Aktienanlagen und etwas verzögert natürlich auch die Habenzinsen. Höhere Kreditkosten können aber die wirtschaftliche Entwicklung bremsen. Gleichzeitig erhöht sich die Rentabilität von festverzinslichen Anleihen als eine Alternative zur Aktienanlage.

Die Federal Reserve als US-amerikanische Zentralbank hat am 13.12.2017 den Leitzins leicht erhöht auf einen Korridor von 1,25-1,50 %. Die Inflation liegt dort mit 2,1 % bereits über dem Zielwert von 2,0 %, was noch auf mehrere leichte Zinssteigerungen in diesem Jahr schliessen lässt.

Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins am 16.03.2016 auf 0,00 % gesenkt. Und da die Inflation in der Eurozone mit 1,3 % weiter deutlich unter dem Zielwert von 2,0 % liegt, sind in den nächsten Monaten sicherlich noch keine Zinserhöhungen zu erwarten. Zunächst wird die Zentralbank ihre noch erheblichen Anleihekäufe auslaufen lassen (das sogenannte Quantitative Easing). Die Deutsche Bundesbank verfolgt im Rahmen ihrer Aufgaben keine eigenständige Zinspolitik für Deutschland.

 LeitzinsenInflationWirtschaftswachstum
Deutschland:0,00 %1,6 %2,3 %
Eurozone:0,00 %1,3 %2,7 %
USA:1,25-1,50 %2,1 %2,5 %

Ihr SHAREadvice

11. Februar 2018 – Korrektur

Liebe Börsianer,

die Aktienmärkte sind in der letzten Woche in den Korrekturmodus übergegangen, nachdem die grossen Leitindizes weltweit teilweise über 10 % zum letzten Höchststand verloren haben. Ganz ungewöhnlich waren die Geschwindigkeit beim Kursverfall sowie die heftigen Ausschläge in beiden Richtungen. Am Ende stand ein deutlicher Wochenverlust:

Performance:1 Tag1 Woche1 Monat
Deutschland:
Industrie-1,2 %-5,3 %-9,6 %
Mittelstand-0,8 %-3,9 %-7,7 %
Technologie-0,6 %-6,1 %-9,0 %
USA:
Industrie1,4 %-5,2 %-5,0 %
Mittelstand1,5 %-5,2 %-4,8 %
Technologie1,4 %-5,1 %-4,2 %
Japan-2,3 %-8,1 %-10,6 %

Eine Korrektur ist eine kurzfristige Gegenbewegung zu übertriebenen Kursentwicklungen, die nicht mehr zu den Fundamentaldaten passen. Eine Konsolidierung beschreibt eine mittelfristige Stabilisierung nach ausgeprägten Phasen steigender oder fallender Kurse. Und die Trendwende meint eine längerfristige Trendumkehr von Aktienkursen nach oben oder unten.

Noch ist unklar, welchen Effekt wir gerade sehen. Die Fundamentaldaten sprechen allerdings für eine begrenzte und im Grunde gesunde Korrektur.

Aber die sehr guten Wirtschaftszahlen bei Export, Arbeitsmarkt und Lohnsteigerungen machen den Investoren in den USA und Europa zunehmend Sorgen. Die Wirtschaft könnte sich dadurch überhitzen, die Inflation stark ansteigen und am Ende durch Zinserhöhungen wieder gedämpft werden.

Ein Lichtblick für den Moment ist jedenfalls, dass die US-amerikanischen Börsen kurz vor Ende der Börsenwoche noch klar ins Plus gedreht haben. Das könnte auch dazu führen, dass die asiatischen und danach die europäischen Börsen am Montag mit Gewinnen in die kommende Börsenwoche starten.

Die nächste Etappe im aktuellen Börsenkrimi ist wohl der Mittwoch, wenn das Bureau of Labor Statistics die Inflationsrate in den USA für Januar bekannt gibt. Liegt diese Zahl dann über den Erwartungen, dann dürften die Kurse noch weiter nach unten gehen. Bleibt die Inflation aber im Rahmen der Prognose oder sogar darunter, dann ergibt sich erhebliches Aufwärtspotenzial.

Bis Mittwoch …

Ihr SHAREadvice

10. Februar 2018 – Volatilität

Liebe Börsianer,

die Aktienmärkte haben eine sehr unruhige Woche hinter sich. Die Kurse haben global deutlich verloren und bewegten sich dabei in erheblichen Handelsspannen mit heftigen Abwärts- und Aufwärtsbewegungen.

Die Intensität solcher Schwankungen beschreibt man generell als Volatilität. Eine historische Volatilität bildet die Schwankungen auf Basis von Vergangenheitsdaten ab. Dagegen stellt die sogenannte implizite Volatilität die zukünftig zu erwartenden Schwankungen dar.

Ein Volatilitätsindex ist umso höher, je stärker auch der zugrundeliegende Wert schwankt. Die jeweilige Höhe eines Volatilitätsindex sagt dabei aber noch nichts über die Richtung der Schwankungen aus, sondern nur über die Intensität von Schwankungen an sich.

Bei den Aktienmärkten zeigt sich allerdings eindeutig, dass die bekannten Volatilitätsindizes mit fallenden Kursen ansteigen. Auch diese Woche stieg die Volatilität parallel mit den sinkenden Aktienkursen an den Börsen. Beide Einflussgrössen dürften sich gegenseitig sogar erheblich verstärkt haben. Die Volatilitätsindizes bei Aktien werden häufig auch als “Angstbarometer” bezeichnet.

Die drei bekanntesten Volatilitätsindizes beziehen sich auf den Dax 30 (VDax New), den Euro Stoxx 50 (VStoxx) und den S&P 500 (Vix). Sie errechnen sich jeweils aus Optionen auf diese Basiswerte mit einem Betrachtungszeitraum von 30 Tagen und werden fortlaufend von der Deutschen Börse sowie der Chicago Board Options Exchange errechnet und veröffentlicht.

Chicago Board Options Exchange (Cboe)

Ihr SHAREadvice

28. Januar 2018 – Davos

Liebe Börsianer,

die Gemeinde Davos ist ein beliebtes Skigebiet in den Schweizer Alpen und liegt auf rd. 1.600 Metern im Kanton Graubünden. Davos ist ausserdem weltbekannt für die Veranstaltungen des jährlichen World Economic Forums.

Das World Economic Forum ist zunächst eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz im Kanton Genf, welches vor allem ein Jahrestreffen mit wichtigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Davos organisiert. Das 48. Jahrestreffen dieses World Economic Forums fand vom 23.-26. Januar 2018 unter dem Motto “Creating a Shared Future in a Fractured World” statt. Teilnehmer und Redner war unter anderem auch der amerikanische Präsident Donald Trump, der zuvor gerade neue Einfuhrzölle für die USA auf Solarpanele und Waschmaschinen angekündigt hatte.

Das European Management Forum wurde 1971 vom deutschen Professor Klaus Martin Schwab in Genf gegründet mit dem Ziel, den generellen Austausch von führenden Wirtschaftsvertretern in Europa zu fördern. Nach der Umbenennung in World Economic Forum im Jahr 1987 hat das Jahrestreffen dann auch die verschiedenen internationalen Konflikte stärker thematisiert.

Klaus Martin Schwab ist 1938 im oberschwäbischen Ravensburg geboren, studierte in Zürich und war von 1971 bis 2003 Professor für Unternehmenspolitk an der Universität in Genf.

Das World Economic Forum wird von seinen rd. 1.000 Mitgliedsunternehmen unterstützt:

World Economic Forum Annual Meeting 2018

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Rede auf dem Jahrestreffen die Notwendigkeit einer engen, internationalen Zusammenarbeit bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen.

Ihr SHAREadvice

28. Januar 2018 – Eurokurs 1,25

Liebe Börsianer,

der Wechselkurs des EURO zu anderen Währungen hat einen ganz erheblichen Einfluss auf die internationalen Wirtschaftsbeziehungen von europäischen Unternehmen mit anderen Firmen ausserhalb des EURO-Raumes. Insbesondere der Wechselkurs zum US-amerikanischen Dollar USD als wichtigste Währung global ist von besonderer Bedeutung.

Viele exportorientierte deutsche Unternehmen verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen in die USA oder in Länder, wo der USD als übliches Zahlungsmittel in der Wirtschaft verwendet wird. Eine Änderung im Wechselkurs zwischen EURO und USD wirkt sich unmittelbar auf solche Zahlungen aus.

Beispiel: der EURO steigt zum USD
Entweder die Rechnungslegung des deutschen Unternehmens erfolgt in EURO, dann muss der Käufer dafür aber mehr USD bezahlen. Oder die Rechnung lautet auf USD, dann bekommt das deutsche Unternehmen dafür weniger EURO. In beiden Fällen entsteht für das deutsche Unternehmen ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Solche Effekte werden üblicherweise dadurch abgemildert, dass z.B. Zwischenprodukte bereits in den USA gefertigt werden oder dass USD auf Währungskonten dauerhaft vorgehalten werden. Dagegen entsteht in diesem Beispiel ein entsprechender Vorteil für deutsche Touristen in den USA, da der EURO dort mehr wert ist.

Die Wechselkurse sind in einer globalen Wirtschaft von hohem Interesse und werden sehr eng verfolgt. In Europa legt die Europäische Zentralbank die sogenannten Referenzkurse des EURO zu den wichtigsten anderen Währungen fest:

European Central Bank reference rates

Der EURO steigt gegenüber dem USD seit einiger Zeit erheblich an und erreichte in der vergangenen Woche sogar einen Wert von 1,25 USD (1€ = 1,25$). Der Trend deutet auch darauf hin, dass der EURO zum USD noch stärker wird. Im Grunde ist aber zu vermuten, dass es eher eine Schwäche des USD ist anstatt einer Stärke des EURO. Und die geplante Steuerreform in den USA dürfte diesen Trend eher noch unterstützen.

Ihr SHAREadvice

14. Januar 2018 – BIP 2017

Liebe Börsianer,

das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um beachtliche 2,2 Prozent gestiegen.

Das BIP stellt den Gesamtwert aller hergestellten Güter dar und setzt sich zusammen aus:
den privaten Konsumausgaben, den Konsumausgaben des Staates, den Bruttoinvestitionen und dem Außenbeitrag (Differenz zwischen dem Gesamtwert von Exporten und Importen).

BMWi Pressemitteilung vom 12. Januar 2018

Ihr SHAREadvice

14. Oktober 2017

Liebe Börsianer,

der deutsche Leitindex hat in dieser Woche die Marke von 13.000 Punkten überschritten !

Und auch die neuesten Wirtschaftsprognosen für das kommende Jahr sind optimistisch.

Ihr SHAREadvice