Archiv für den Monat: Mai 2020

Moderna

Lie­be Bör­sia­ner,

die Mo­der­na Inc. mit Sitz in Cam­bridge, Mas­sa­chu­setts gilt welt­weit als ei­ner der Fa­vo­ri­ten in der Ent­wick­lung ei­nes neu­en Co­ro­na-Impf­stof­fes. Mo­der­na hat auch als ers­tes Un­ter­neh­men eine ge­neh­mig­te kli­ni­sche Stu­die ge­gen das Co­ro­na­vi­rus ge­star­tet. Die US-Ge­sund­heits­be­hör­de FDA hat nun so­gar ein Fast Track Ap­pro­val zur wei­te­ren Ent­wick­lung ei­nes Impf­stoff-Kan­di­da­ten aus­ge­spro­chen.

Die von Mo­der­na am 18. Mai ver­öf­fent­lich­ten Da­ten zur lau­fen­den Pha­se 1‑Studie lie­ßen aber noch Zwei­fel über die Wirk­sam­keit auf­kom­men und führ­ten zu ei­nem deut­li­chen Kurs­ver­lust.

Mo­der­na wur­de im Jahr 2010 als Mo­deR­NA ge­grün­det, be­schäf­tigt über 800 Mit­ar­bei­ter und ist un­ter an­de­rem auf dem Ge­biet der In­fek­ti­ons­krank­hei­ten mit­hil­fe von so­ge­nann­ter Bo­ten-RNA tä­tig.

Die Ak­tie von Mo­der­na leg­te in ei­nem Jahr um 205 % zu und schloss am Frei­tag in New York an der Nasdaq bei $ 69,00.


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Folgen 9

Lie­be Bör­sia­ner,

der US-Au­to­ver­mie­ter Hertz hat we­gen der Co­ro­na­kri­se jetzt ei­nen In­sol­venz­an­trag in den USA ge­stellt. Das in­ter­na­tio­na­le Ge­schäft z.B. in Eu­ro­pa ist da­von aber nicht be­trof­fen.

Das Un­ter­neh­men hat­te ges­tern be­reits mit­ge­teilt, dass rd. 20.000 Mit­ar­bei­ter be­ur­laubt oder ent­las­sen wor­den sind. Dies ent­spricht un­ge­fähr der Hälf­te al­ler Be­schäf­tig­ten. Der Rück­gang von Rei­sen hat­te zu ei­nem dra­ma­ti­schen Ein­bruch im Ver­mie­tungs­ge­schäft ge­führt.

Hertz wur­de be­reits 1918 ge­grün­det und ist heu­te ei­ner der größ­ten Au­to­ver­mie­ter welt­weit. Der US-In­ves­tor Carl Icahn ist mit 39 % der größ­te An­teils­eig­ner von Hertz.

Hertz hat das Ver­fah­ren nach § 11 US-Kon­kurs­recht be­an­tragt mit dem vor­ran­gi­gen Ziel, sich un­ter ge­richt­li­cher Auf­sicht zu sa­nie­ren.


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Woche 21/2020

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­kur­se sind in die­ser Wo­che vor al­lem in Deutsch­land und an­de­ren Län­dern deut­lich nach oben ge­klet­tert, nach­dem die ers­ten Wirt­schafts­in­di­ka­to­ren An­zei­chen ei­ner vor­sich­ti­gen wirt­schaft­li­chen Er­ho­lung si­gna­li­siert ha­ben. Die ZEW Kon­junk­tur­er­war­tun­gen für Deutsch­land im Mai stie­gen zum Bei­spiel den zwei­ten Mo­nat in Fol­ge und der IHS Mar­kit ver­bes­sert sich für vie­le Län­der auf ein 2‑­Mo­nats-Hoch:

Per­for­mance 21/20201 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 305,8 %-16,4 %
M‑Dax5,7 %-13,1 %
T‑Dax5,8 %2,4 %
USA:
Dow Jo­nes 302,4 %-15,0 %
Nasdaq C.3,4 %3,9 %
Chi­na-0,1 %-6,0 %
Welt3,2 %-12,1 %

Der ös­ter­rei­chi­sche ATX fällt nun auf ‑33,3 % und der Nasdaq C. steigt wei­ter auf 3,9 % bis­her in die­sem Jahr.

  • TOP der Wo­che: Salz­git­ter (21,3 %)   -> Flop der letz­ten Wo­che
  • FLOP der Wo­che: Ha­pag-Lloyd (-21,2 %)

Der Dax 30 und der Dow Jo­nes 30 ge­hen seit Mit­te März nach oben und ha­ben die 50-Tage-Li­nie über­schrit­ten.


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Folgen 8

Lie­be Bör­sia­ner,

das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt De­sta­tis hat die Zah­len zur Wirt­schafts­leis­tung für Deutsch­land im ers­ten Quar­tal 2020 ver­öf­fent­licht. Da­nach ist das Brut­to­in­lands­pro­dukt 2.2 % nied­ri­ger als im Vor­quar­tal. Dies führ­te zum stärks­ten Rück­gang seit 2009. Und da­bei hat­te das Co­ro­na­vi­rus die Wirt­schaft im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar noch kaum be­ein­flusst. Die Im­por­te & Ex­por­te und vor al­lem die pri­va­ten Kon­sum­aus­ga­ben gin­gen stark zu­rück:

De­sta­tis Brut­to­in­lands­pro­dukt Q1 2020

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Folgen 7

Lie­be Bör­sia­ner,

die eu­ro­päi­sche Sta­tis­tik­amt Eu­ro­stat hat die vor­läu­fi­gen Wirt­schafts­da­ten für Q1 in Eu­ro­pa und der Eu­ro­zo­ne be­kannt­ge­ge­ben. Da­nach fällt das Brut­to­in­lands­pro­dukt im ers­ten Quar­tal 2020 zum Vor­quar­tal um 3,3 % in Eu­ro­pa und 3,8 % in der Eu­ro­zo­ne. Dies ist der stärks­te Rück­gang seit Be­ginn die­ser Auf­zeich­nun­gen in 1995.

Ein­zel­ne Län­der:

  • Frank­reich ‑5,8 %
  • Spa­ni­en ‑5,2 %
  • Ita­li­en ‑4,7 %

Eu­ro­stat GDP Q1 2020 Flash Esti­ma­te (EN)


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Folgen 6

Lie­be Bör­sia­ner,

der Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz hat am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag die jüngs­ten Er­geb­nis­se des Ar­beits­krei­ses “Steu­er­schät­zung” für Deutsch­land prä­sen­tiert. Brut­to­löh­ne und ‑ge­häl­ter als wich­ti­ge Be­mes­sungs­grund­la­ge wer­den in 2020 um 1,5 % sin­ken. Im Ver­gleich zur letz­ten Steu­er­schät­zung vom Ok­to­ber 2019 wer­den die ge­sam­ten Steu­er­ein­nah­men in die­sem Jahr um mehr als 10 % fal­len (€ ‑98,6 Mrd.) und die Steu­er­ein­nah­men nur auf die Un­ter­neh­mens- und Ver­mö­gens­ein­kom­men so­gar um 21 %:

Steu­er­schät­zung Mai 2020


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Woche 20/2020

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­kur­se sind in der letz­ten Wo­che nach un­ten ge­kippt nach be­un­ru­hi­gen­den Pro­gno­sen z.B. aus Deutsch­land und den USA. Der Chair­man der US-No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve sprach am Mittw­woch vom stärks­ten Wirt­schafts­ein­bruch seit dem 2. Welt­krieg und be­fürch­tet eine län­ge­re Pe­ri­ode mit ge­rin­gem Pro­duk­ti­vi­täts­zu­wachs und sta­gnie­ren­den Ein­kom­men. Eu­ler Her­mes er­war­tet für die­ses Jahr in Deutsch­land min­des­tens 10 % mehr In­sol­ven­zen und so­gar 20 % mehr welt­weit. Das glo­ba­le Brut­to­in­lands­pro­dukt wird bis Jah­res­en­de ver­mut­lich um 3,3 % sin­ken. Der ein­zi­ge re­le­van­te Ak­ti­en­in­dex im Plus seit Jah­res­an­fang ist der Nasdaq C. mit 0,5 %:

Per­for­mance 20/20201 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 30-4,0 %-21,0 %
M‑Dax-2,9 %-17,8 %
T‑Dax-2,1 %-3,2 %
USA:
Dow Jo­nes 30-2,7 %-17,0 %
Nasdaq C.-1,2 %0,5 %
Chi­na-0,1 %-5,9 %
Welt-2,6 %-14,8 %

Der ös­ter­rei­chi­sche ATX fällt bis­her mit 33,0 % am stärks­ten.

  • TOP der Wo­che: Ha­pag-Lloyd (18,9 %)
  • FLOP der Wo­che: Salz­git­ter (-24,0 %)

Zu­min­dest geht die 38-Tage-Li­nie für den Dax 30 und den Dow Jo­nes 30 nun wie­der nach oben.


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Indizes 3

Lie­be Bör­sia­ner,

die Deut­sche Bör­se hat nach der jüngs­ten Über­prü­fung ei­ni­ge Än­de­run­gen in den Ak­ti­en­in­di­zes mit Wir­kung zum 8. Mai be­kannt­ge­ge­ben:

Dax 30
kei­ne Än­de­run­gen

M‑Dax
kei­ne Än­de­run­gen

T‑Dax
Eckert + Zieg­ler er­setzt Isra Vi­si­on (An­pas­sung bei Mer­gers & Ac­qui­si­ti­ons).

Isra Vi­si­on wur­de von der schwe­di­schen At­las Co­p­co über­nom­men und soll auch von der Bör­se ge­nom­men wer­den.


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Folgen 5

Lie­be Bör­sia­ner,

in den USA ha­ben sich al­lein im ver­gan­ge­nen Mo­nat April 20,5 Mil­lio­nen Men­schen au­ßer­halb der Land­wirt­schaft ar­beits­los ge­mel­det. Dies ent­spricht nun ei­ner Ar­beits­lo­sen­quo­te von 14,7 % ver­ur­sacht durch den Lock­down der Co­ro­na-Pan­de­mie:

US Bu­reau of La­bor Sta­tis­tics: Em­ploy­ment Si­tua­ti­on Sum­ma­ry (EN)


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Folgen 4

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ex­por­te aus Deutsch­land sind im März ge­gen­über dem Vor­jahr um 7,9 % ein­ge­bro­chen. Das ist der stärks­te Rück­gang seit 1990. Und auch die Im­por­te nach Deutsch­land sind im glei­chen Zeit­raum um 4,5 % zu­rück­ge­gan­gen. Nur 2009 wa­ren die Im­por­te noch stär­ker ge­fal­len.

Vor al­lem die Ex­por­te in die Eu­ro­zo­ne wa­ren be­trof­fen mit ‑14 %.

Die Au­ßen­han­dels­bi­lanz schloss im März mit ei­nem Über­schuss von € 17,4 Mrd.:

Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt: Au­ßen­han­del März 2020


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Woche 19/2020

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­kur­se sind in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che leicht bis mä­ßig an­ge­stie­gen. Über die letz­ten vier Wo­chen lie­gen alle re­le­van­ten In­di­zes welt­weit wie­der im Plus. Der Nasdaq C. in den USA schafft schon seit Be­ginn des Jah­res ein Plus von 1,6 %. Über­haupt lau­fen die Tech­no­lo­gie­wer­te ein­mal mehr deut­lich bes­ser als an­de­re Ak­ti­en­seg­men­te:

Per­for­mance 19/20201 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 300,4 %-17,7 %
M‑Dax4,0 %-15,4 %
T‑Dax4,5 %-1,1 %
USA:
Dow Jo­nes 302,6 %-14,7 %
Nasdaq C.6,0 %1,6 %
Chi­na1,8 %-5,8 %
Welt2,8 %-12,6 %

Selbst der Öl­preis (Brent) steigt die­se Wo­che um im­mer­hin 16,0 %.

  • TOP der Wo­che: Za­lan­do (20,0 %)
  • FLOP der Wo­che: thys­sen­krupp (-13,2 %)

Der Dax 30 und der Dow Jo­nes 30 be­we­gen sich bei­de seit­wärts leicht über ih­rer 50-Tage-Li­nie. Aber die 200-Tage-Li­nie ist für bei­de In­di­zes noch im­mer nicht in Sicht.


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Aktien-Indikator X

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat ei­nen Ein­fluss­fak­tor für den Ak­ti­en-In­di­ka­tor an­ge­passt !

Der Ein­fluss­fak­tor Kurs­trend steigt von ROT wie­der auf GELB.

Der Ak­ti­en-In­di­ka­tor an sich bleibt aber auf ROT.

Die Ak­ti­en­kur­se ha­ben sich auf nied­ri­gem Ni­veau sta­bi­li­siert und die Wirt­schafts­aus­sich­ten für das kom­men­de Jahr wer­den wie­der als grund­sätz­lich gut an­ge­se­hen. Dies ist ver­mut­lich eine ers­te Ge­le­gen­heit für Stock­pi­cker.


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April 2020

Lie­be Bör­sia­ner,

der April war der ers­te Mo­nat in die­sem Jahr mit ins­ge­samt stei­gen­den Ak­ti­en­kur­sen welt­weit:

April 20201 Mo­natYTD
Deutsch­land:
Dax 309,3 %-18,0 %
M‑Dax9,5 %-18,6 %
T‑Dax9,9 %-5,3 %
USA:
Dow Jo­nes 3011,1 %-14,7 %
Nasdaq C.11,1 %-0,9 %
Welt14,4 %-13,3 %


Die Co­ro­na-Pan­de­mie scheint in vie­len Län­dern nun et­was vor­her­seh­ba­rer ge­wor­den zu sein, so­lan­ge kei­ne zwei­ten Wel­len ent­ste­hen. Die ers­ten Wirt­schafts­pro­gno­sen deu­ten auf eine Er­ho­lung in der zwei­ten Jah­res­hälf­te hin. Die­ses ge­fühl­te Er­rei­chen der Tal­soh­le hat zu ei­ner eher tech­ni­schen Ge­gen­be­we­gung nach oben ge­führt.

Im ge­sam­ten H‑Dax gibt es nur 14 Un­ter­neh­men, de­ren Ak­ti­en­kurs in die­sem Jahr ge­stie­gen ist:

  • Fre­se­ni­us Me­di­cal Care
  • Merck
  • Becht­le
  • Com­pug­roup
  • De­li­very Hero
  • Deut­sche Woh­nen
  • Ger­res­hei­mer
  • Hellofresh (77,1 %) !
  • Qia­gen
  • Sar­to­ri­us
  • Scout24
  • Soft­ware AG
  • Team­view­er
  • United In­ter­net

Die stärks­ten Kurs­ver­lus­te in die­sem Jahr ha­ben bis­her er­lit­ten (über 50 %):

  • Air­bus
  • MTU Aero En­gi­nes
  • Luft­han­sa
  • Aa­re­al Bank
  • Deut­sche Pfand­brief


TOP: Ama­zon schloss bei $ 2.286,04 und ge­winnt in ei­nem Mo­nat 18,7 %.
FLOP: Wire­card ging mit € 90,40 aus dem Han­del und ver­liert in nur ei­ner Wo­che 28,1 %.


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Woche 18/2020

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­kur­se ha­ben sich in der letz­ten Wo­che un­ter­schied­lich ent­wi­ckelt. In Deutsch­land sind die In­di­zes wie­der er­kenn­bar nach oben ge­gan­gen, wäh­rend­des­sen sich die Wer­te in den USA ganz leicht ver­schlech­tert ha­ben.

Am Frei­tag wird der neu­es­te Ar­beits­markt­be­richt für die USA ver­öf­fent­licht, der ver­mut­lich sehr schlecht aus­fal­len wird. Dies wie­der­um könn­te die Kur­se welt­weit nach un­ten drü­cken. Auf der an­de­ren Sei­te denkt die Bör­se ja stets 6 Mo­na­te vor­aus:

Per­for­mance 18/20201 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 305,1 %-18,0 %
M‑Dax3,6 %-18,6 %
T‑Dax-1,1 %-5,3 %
USA:
Dow Jo­nes 30-0,2 %-16,9 %
Nasdaq C.-0,3 %-4,1 %
Chi­na-0,6 %-7,5 %
Welt0,9 %-15,0 %

Ein­zel­ne Bun­des­län­der wie Sach­sen-An­halt und Schles­wig-Hol­stein ha­ben jetzt wei­ter­ge­hen­de Lo­cke­rungs­maß­nah­men an­ge­kün­digt.

Der Dax 30 und der Dow Jo­nes 30 ha­ben auch ihre 50-Tage-Li­ni­en wie­der nach oben ge­kreuzt. Die 200-Tage-Li­nie ist für bei­de In­di­zes aber im­mer noch weit ent­fernt.


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Folgen 3

Lie­be Bör­sia­ner,

der Ar­beits­markt ist im April in Deutsch­land we­gen der Co­ro­na­kri­se ganz er­heb­lich un­ter Druck ge­ra­ten. Die Ar­beits­lo­sen­zahl er­höh­te sich zum Vor­mo­nat um 308.000 Per­so­nen und die Quo­te stieg um 0,7 % auf 5,8 %.

Es wur­den von März bis April auch An­zei­gen zur Kurz­ar­beit von bis zu 10,1 Mio. Men­schen bei der Bun­des­agen­tur für Ar­beit ein­ge­reicht. Das ist ein noch nie zu­vor er­reich­ter Wert, der selbst die Zah­len aus der Fi­nanz­kri­se 2008/2009 um ein Viel­fa­ches über­steigt:

Ar­beits­markt April 2020


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Folgen 2

Lie­be Bör­sia­ner,

der Eco­no­mic Sen­ti­ment In­di­ca­tor (ESI) für die Eu­ro­päi­sche Uni­on fällt im April dra­ma­tisch von 94,6 Punk­ten auf jetzt nur noch 65,8 Punk­te. Das ist der stärks­te Rück­gang seit Be­ginn die­ser Er­he­bun­gen im Jahr 1985 und der ak­tu­el­le Wert liegt nur noch knapp ober­halb des Tiefst­wer­tes aus der Fi­nanz­kri­se im März 2009.

Der ESI wird je­den Mo­nat im Auf­trag der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on er­mit­telt und be­rück­sich­tigt die wirt­schaft­li­che Zu­ver­sicht von Ma­na­gern u.a. aus den Be­rei­chen In­dus­trie, Dienst­leis­tun­gen, Ein­zel­han­del so­wie das Ver­brau­cher­ver­trau­en:

ESI April 2020 (EN)


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Folgen 1

Lie­be Bör­sia­ner,

die Bun­des­re­gie­rung er­war­tet nach der Früh­jahrs­pro­jek­ti­on für die­ses Jahr ei­nen Rück­gang der Wirt­schafts­leis­tung in Deutsch­land um 6,3 % (preis­be­rei­nigt) und für 2021 wie­der ein Wachs­tum von 5,2 %.

Im lau­fen­den Jahr wer­den dem­nach die Ex­por­te um 11,6 % und die pri­va­ten Kon­sum­aus­ga­ben um 7,4 % zu­rück­ge­hen.

Die An­zahl der ar­beits­los ge­mel­de­ten Per­so­nen er­höht sich um 350.000 Per­so­nen zum Vor­jahr.

Die deut­sche Wirt­schaft be­fin­det sich seit März in der Re­zes­si­on. Die­se wird vor­aus­sicht­lich bis Mit­te des Jah­res an­dau­ern:

Früh­jahrs­pro­jek­ti­on 2020


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