Bericht: KW 30 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

ins­be­son­de­re die deut­schen und eu­ro­päi­schen Ak­ti­en­märk­te ha­ben in der nun ab­ge­lau­fe­nen Wo­che KW 30 ei­nen wich­ti­gen Sprung nach vor­ne ge­macht !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 be­en­det die Wo­che mit 12.860 Punk­ten, steigt um gan­ze 2,4 % auf Wo­chen­sicht und liegt YTD jetzt nur noch bei -0,4 %. Er ver­bes­sert sich da­mit drei Wo­chen in Fol­ge und ge­winnt zum Vor­jah­res­wert 5,3 %.

Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­des Dow Jo­nes 30 schliesst bei 25.451 Punk­ten, steigt auch um im­mer­hin 1,6 % und steht YTD im Plus bei 3,0 %. Er klet­tert so­mit vier Wo­chen nach­ein­an­der und ge­winnt zum Vor­jah­res­wert sat­te 16,8 %.

Die Vo­la­ti­li­tät in Deutsch­land fällt auf nur noch 14,01 Punk­te (29.12.2017: 14,15). Aber in den USA steigt die Vo­la­ti­li­tät noch­mals mi­ni­mal an auf 13,03 Punk­te (29.12.2017: 11,04).

Der Dax 30 hat erst sei­ne GD 50-Li­nie und da­nach auch sei­ne GD 200-Li­nie nach oben ge­kreuzt. Und der Dow Jo­nes 30 liegt so­wohl rund 900 Punk­te über der GD 200-Li­nie als auch un­ge­fähr 600 Punk­te ober­halb der GD 50-Li­nie.

In der letz­ten Wo­che um über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Kur­se von Ha­pag-Lloyd (+ 14,8 %), RIB Soft­ware (+11,5 %), Nor­ma (-11,4 %), SLM So­lu­ti­ons (-13,5 %) und Stein­hoff (-19,6 %).

Face­book fällt un­ter 175 USD und ver­liert da­mit in der Wo­che 16,5 %. Dies er­zeug­te auch den gröss­ten Ta­ges­ver­lust in der Ge­schich­te der Wall Street über rund USD 120 Mrd. Bör­sen­wert.

Al­pha­bet er­reicht mit 1.094 USD und Ama­zon mit 1.864 USD je­weils ein neu­es All­zeit­hoch.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) steigt wei­ter an von 0,32 % in der Vor­wo­che auf 0,41 %. Auch die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) steigt auch klar von 2,84 % auf jetzt 2,98 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar um 0,4 % güns­ti­ger, liegt ak­tu­ell bei 1,1625 und ver­liert in die­sem Jahr 3,1 %.

Die Fein­un­ze Gold ver­bil­ligt sich noch­mals um 0,4 % auf 1.223,95 USD und fällt seit Be­ginn des Jah­res bis­her um 5,6 %. Und die Öl­sor­te Brent wird um 6,0 % teu­rer, schliesst die­se Wo­che bei 77,39 USD und klet­tert da­mit seit An­fang die­ses Jah­res gan­ze 15,7 %.

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1. The­men der Wo­che

Das mit gros­ser Span­nung er­war­te­te Tref­fen des EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten Jean-Clau­de Juncker mit dem US-ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Do­nald Trump hat für gros­se Ent­span­nung ge­sorgt. Die USA ver­zich­ten zu­nächst auf neue Im­port­zöl­le für Au­to­mo­bi­le und stre­ben Ge­sprä­che über ei­nen grund­le­gen­den Ab­bau von Han­dels­hemm­nis­sen auf brei­ter Ebe­ne an. Im Ge­gen­zug soll die Eu­ro­päi­sche Uni­on noch viel stär­ker ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te im­por­tie­ren (z.B. So­ja­boh­nen und Flüs­sig­gas). Tat­säch­lich gibt es aber bis­her kaum ge­eig­ne­te In­fra­struk­tur an den Hä­fen für ei­nen sol­chen Wa­ren­ver­kehr mit Flüs­sig­gas.

…Gre­at mee­ting on Tra­de to­day with and re­p­re­sen­ta­ti­ves of the Eu­ropean Uni­on. We have come to a very strong un­der­stan­ding and are all be­lie­vers in no ta­riffs, no bar­ri­ers and no sub­si­dies. Work on do­cu­ments has al­rea­dy star­ted and the pro­cess is mo­ving…

…Ob­vious­ly the Eu­ropean Uni­on, as re­p­re­sen­ted by and the United Sta­tes, as re­p­re­sen­ted by yours tru­ly, love each other!…

Do­nald Trump

 

Das Brut­to­in­lands­pro­dukt für Q2 in den USA hat sich an­nua­li­siert in der ers­ten Schät­zung auf ganz be­acht­li­che 4,1 % ge­stei­gert. Ge­ne­rell hän­gen un­ge­fähr zwei Drit­tel der ame­ri­ka­ni­schen Wirt­schafts­leis­tung vom pri­va­ten Kon­sum ab.

Am letz­ten Mitt­woch brach die Ak­tie Face­book re­gel­recht ein. Das Quar­tals­er­geb­nis und vor al­lem der mo­de­ra­te Aus­blick auf Um­satz­wachs­tum, ak­ti­ve Nut­zer­zah­len und ope­ra­ti­ve Mar­ge führ­ten zu mas­si­ven Ge­winn­mit­nah­men.

Am Frei­tag ver­lor dann auch die Ak­tie von Twit­ter rund 20 % nach dem Quar­tals­be­richt un­ter an­de­rem we­gen leicht ge­sun­ke­ner Nut­zer­zah­len.

Nicht nur Ford und Ge­ne­ral Mo­tors ha­ben ihre Ge­winn­pro­gno­sen ge­kappt we­gen ge­stie­ge­ner Roh­stoff­kos­ten durch die neu ein­ge­führ­ten Im­port­zöl­le auf Stahl und Alu­mi­ni­um.

Die EZB hat ih­ren Kurs des lang­sa­men Aus­stiegs aus den An­lei­hen­käu­fen bis Ende die­ses Jah­res be­stä­tigt. Da­nach sol­len nur noch Er­satz­käu­fe für aus­lau­fen­de An­lei­hen ge­tä­tigt wer­den. Ers­te Zins­er­hö­hun­gen sei­en erst nach dem Som­mer 2019 zu er­war­ten:

Ma­rio Draghi, Pres­se­kon­fe­renz am 26. Juli 2018

Der ifo Ge­schäfts­kli­ma­in­dex ist nur ganz leicht von 101,8 auf 101,7 Punk­te zu­rück­ge­gan­gen.

Ser­gio Mar­chion­ne, der Kon­zern­chef von Fiat Chrys­ler, ist im Al­ter von 66 Jah­ren nach ei­ner Ope­ra­ti­on in ei­nem Zü­ri­cher Kran­ken­haus ge­stor­ben.

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2. Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 30/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 302,4 %-0,4 %
M-Dax1,5 %3,0 %
T-Dax2,6 %16,8 %
USA:
Dow Jo­nes 301,6 %3,0 %
Nasdaq C.-1,1 %12,1 %
Frank­reich2,1 %3,8 %
Gross­bri­tan­ni­en0,3 %0,2 %
Ös­ter­reich2,8 %-0,6 %
Schweiz2,0 %-2,2 %
Ja­pan0,1 %-0,2 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-10,2 %-1,0 %
USA1,3 %18,0 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-0,4 %-3,1 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-0,4 %-5,6 %
Öl:
Brent (USD)6,0 %15,7 %

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3. Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der nächs­ten Wo­che kom­men zu­nächst die In­fla­ti­ons­ra­te und die Ar­beits­markt-Sta­tis­ti­ken aus Deutsch­land. Da­ne­ben gibt es dann eben­falls die In­fla­ti­ons­ra­te und Ar­beits­markt­zah­len für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne.

Aus­ser­dem wer­den die vor­läu­fi­gen Da­ten zum Brut­to­in­lands­pro­dukt Q2 für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne be­kannt ge­ge­ben.

Schliess­lich tagt der Of­fen­markt­aus­schuss der ame­ri­ka­ni­schen No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve.

Die ak­tu­ell po­si­ti­ve Dy­na­mik zum glo­ba­len Han­dels­the­ma soll­te jetzt wirk­lich ge­nutzt wer­den.

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