Bericht: KW 33 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

die deut­schen und eu­ro­päi­schen Ak­ti­en­märk­te ha­ben in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che KW 33 klar ver­lo­ren, wäh­rend der ame­ri­ka­ni­sche Ak­ti­en­markt leicht zu­le­gen konn­te !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 be­en­det die Wo­che mit 12.211 Punk­ten, fällt um gan­ze 1,7 % auf Wo­chen­sicht und liegt YTD jetzt nur noch bei ‑5,5 %. Er ver­schlech­tert sich da­mit drei Wo­chen in Fol­ge und ge­winnt zum Vor­jah­res­wert noch 0,4 %.

Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­des Dow Jo­nes 30 schliesst bei 25.669 Punk­ten, steigt um sat­te 1,4 % und steht YTD im Plus bei 3,8 %. Er klet­tert so­mit zwei Wo­chen nach­ein­an­der und ge­winnt zum Vor­jah­res­wert be­acht­li­che 18,4 %.

Die Vo­la­ti­li­tät in Deutsch­land steigt leicht an auf 17,95 Punk­te (29.12.2017: 14,15). Da­ge­gen fällt in den USA die Vo­la­ti­li­tät auf 12,64 Punk­te (29.12.2017: 11,04).

Der Dax 30 liegt deut­lich un­ter sei­ner GD 50-Li­nie und der GD 200-Li­nie, wo­bei die GD 50-Li­nie seit rund 6 Mo­na­ten un­ter­halb der GD 200-Li­nie ver­läuft. Und der Dow Jo­nes 30 steht so­wohl klar über der GD 50-Li­nie als auch der GD 200-Li­nie. Sei­ne GD 50-Li­nie be­wegt sich da­bei seit un­ge­fähr 2,5 Jah­ren über der GD 200-Li­nie.

In der letz­ten Wo­che um über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Ak­ti­en­kur­se von Aix­tron (-10,0 %), Sil­tro­nic (-12,0 %), Leo­ni (-13,8 %) und Bay­er (-16,0 %).

Tes­la fällt wie­der zu­rück auf un­ter 305,50 USD und ver­liert da­mit in der Wo­che 15,4 %. Elon Musk sorgt wei­ter­hin für er­heb­li­che Ver­wir­rung bei Ak­tio­nä­ren und Auf­sichts­be­hör­den mit sei­ner An­deu­tung, Tes­la wie­der von der Bör­se neh­men zu wol­len.

Wire­card er­reicht ein neu­es All­zeit­hoch mit 178,80 EUR und gilt als neu­er DAX-Kan­di­dat als Er­satz für die Com­merz­bank.

Und die Ak­tie des ita­lie­ni­schen Au­to­bahn­be­trei­bers At­lan­tia fällt in Mai­land um 23,8 % we­gen des tra­gi­schen Brü­cken­un­falls in Ge­nua.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt von 0,34 % in der Vor­wo­che auf 0,31 %. Auch die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) ver­liert von 2,90 % auf jetzt 2,87 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar um 0,6 % güns­ti­ger, liegt ak­tu­ell bei 1,1391 und ver­liert in die­sem Jahr 5,0 %.

Die Fein­un­ze Gold ver­bil­ligt sich noch­mals um statt­li­che 3,0 %, fällt da­mit un­ter die Mar­ke von 1.200 USD auf 1.178,40 USD und ver­liert seit Be­ginn des Jah­res 9,1 %. Und die Öl­sor­te Brent wird um 1,5 % güns­ti­ger, schliesst die­se Wo­che bei 71,86 USD und klet­tert da­mit seit An­fang die­ses Jah­res im­mer­hin noch 7,5 %.

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1. The­men der Wo­che

Die In­fla­ti­ons­ra­te hat sich in Deutsch­land im Juli nur leicht ab­ge­schwächt auf 2,0 % ge­gen­über dem Vor­jah­res­mo­nat (2,1 % im Juni und 2,2 % im Mai).

Die An­zahl der Er­werbs­tä­ti­gen in Deutsch­land wächst im 2. Quar­tal kräf­tig auf 44,8 Mil­lio­nen Er­werbs­tä­ti­ge und da­mit um 599.000 ge­gen­über dem Vor­jah­res­quar­tal.

Das deut­sche Brut­to­in­lands­pro­dukt ist im 2. Quar­tal um wirk­lich be­mer­kens­wer­te 0,5 % zum Vor­quar­tal ge­stie­gen nach 0,4 % im 1. Quar­tal. Dies be­deu­tet preis- und ka­len­der­be­rei­nigt eine Stei­ge­rung um 2,0 % zum Vor­jah­res­quar­tal.

Die ZEW Kon­junk­tur­er­war­tun­gen stei­gen auf ‑13,7 Punk­te an, lie­gen aber lei­der im­mer noch deut­lich un­ter dem lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt von 23,0 Punk­ten.

Die In­fla­ti­ons­ra­te in der Eu­ro­päi­schen Uni­on & Eu­ro­zo­ne ist im Juli wei­ter ge­stie­gen auf 2,2 % und 2,1 % ge­gen­über noch 2,1 % und 2,0 % im Juni.

Und das Brut­to­in­lands­pro­dukt von Eu­ro­päi­scher Uni­on & Eu­ro­zo­ne in Q2 wächst wie­der um 0,4 % zum Vor­quar­tal und so­mit 2,2 % zum Vor­jah­res­quar­tal (eben­falls 0,4 % in Q1).

Der Re­fe­renz­kurs der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank von Euro zu tür­ki­scher Lira (TRY) steigt auf 7,0282 TRY pro 1 EUR. Die tür­ki­sche Lira ver­liert da­mit in­ner­halb ei­nes Jah­res un­ge­fähr die Hälf­te ih­res Wer­tes ge­gen­über dem Euro.

Nach dem Ein­sturz der Mo­ran­di-Brü­cke in Ge­nua hat der Au­to­bahn­be­trei­ber fi­nan­zi­el­le Hil­fen für den Wie­der­auf­bau der Brü­cke in­ner­halb von 8 Mo­na­ten so­wie Ent­schä­di­gun­gen für die Op­fer in Höhe von rund EUR 500 Mio. an­ge­bo­ten.

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2. Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 33/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 30-1,7 %-5,5 %
M‑Dax-1,1 %0,7 %
T‑Dax-1,4 %13,9 %
USA:
Dow Jo­nes 301,4 %3,8 %
Nasdaq C.-0,3 %13,2 %
Frank­reich-1,3 %0,6 %
Gross­bri­tan­ni­en-1,4 %-1,7 %
Ös­ter­reich-1,9 %-4,6 %
Schweiz-0,3 %-4,0 %
Ja­pan-0,1 %-2,2 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land0,1 %26,9 %
USA-4,0 %14,5 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-0,6 %-5,0 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-3,0 %-9,1 %
Öl:
Brent (USD)-1,5 %7,5 %

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3. Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der nächs­ten Wo­che fol­gen zu­nächst ak­tu­el­le Kenn­zah­len von IHS Mar­kit für Deutsch­land, Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne und die USA.

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt ver­öf­fent­licht die De­tails zum deut­schen Brut­to­in­lands­pro­dukt für Q2.

Vor al­lem aber tref­fen sich die füh­ren­den No­ten­ban­ker zum jähr­lich statt­fin­den­den Eco­no­mic Po­li­cy Sym­po­si­um in Jack­son Hole (USA) un­ter der Lei­tung der Fe­deral Re­ser­ve Bank of Kan­sas City:

Eco­no­mic Po­li­cy Sym­po­si­um 2018 (Jack­son Hole)

Die ak­tu­el­len po­li­ti­schen Dif­fe­ren­zen zwi­schen den USA und der Tür­kei wer­den si­cher noch wei­ter­ge­hen. Aber zu­min­dest schei­nen sich die USA und Chi­na zu den Han­dels­strei­tig­kei­ten jetzt doch wie­der ver­stän­di­gen zu wol­len. Bei­des soll­ten wir ge­nau ver­fol­gen.

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