Bericht: KW 3 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

auch in der zwei­ten nor­ma­len Han­dels­wo­che in Wo­che KW 3 hat sich glo­bal die Kurs­er­ho­lung wei­ter fort­ge­setzt. Die Markt­über­trei­bun­gen der letz­ten Mo­na­te wer­den nun ab­ge­baut und gleich­zei­tig setzt die US-No­ten­bank Zei­chen ei­ner et­was ver­hal­te­ne­ren Zins­po­li­tik !

  • Deutsch­land:  
  • Eu­ro­pa:  
  • USA:  
  • Ja­pan:  
  • Chi­na:  
  • Welt:  

    Pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zur Vor­wo­che > 1 %, Dop­pel­pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zur Vor­wo­che > 5 %

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­bes­sert sich um gleich 319 Zäh­ler und schliesst in der Wo­che klar über 11.000 Punk­ten mit ei­nem Stand von 11.206, steigt auf Wo­chen­sicht um 2,9 % und liegt seit Be­ginn des Jah­res jetzt bei 6,1 %. Er geht in der drit­ten Wo­che in Fol­ge nach oben, kreuzt da­bei die GD 38-Li­nie auf­wärts und steht noch rund 800 Punk­te un­ter der GD 200-Li­nie. Der Dax 30 liegt zur Zeit -17,6 % un­ter sei­nem All­zeit-Hoch vom 23. Ja­nu­ar 2018. Er be­wegt sich seit ca. drei Wo­chen in ei­nem kurz­fris­ti­gen Auf­wärts­trend.

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­des Dow Jo­nes 30 ge­winnt eben­falls 710 Zäh­ler hin­zu und be­en­det die Wo­che bei 24.706 Punk­ten, steigt so auf Wo­chen­sicht um 3,0 % und steht seit Jah­res­be­ginn bei 5,9 %. Er ver­bes­sert sich die vier­te Wo­che in Fol­ge, kreuzt auch sei­ne GD 38-Li­nie nach oben und kommt erst rund 300 Punk­te un­ter der GD 200-Li­nie zum Ste­hen. Der Dow Jo­nes 30 liegt bei -8,3 % un­ter dem All­zeit-Hoch vom 3. Ok­to­ber 2018. Er klet­tert nach dem jüngs­ten Tief­stand vom 24. De­zem­ber 2018 auf die­se Wei­se um über 2.900 Punk­te.

Die Vo­la­ti­li­tät in Deutsch­land geht weit zu­rück auf 16,2 Punk­te an (YE 2018: 23,4). In den USA geht die Vo­la­ti­li­tät nur noch leicht nach un­ten auf 17,8 Punk­te (YE 2018: 25,4).

In der letz­ten Wo­che um mehr als 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Ak­ti­en­kur­se von:

  • Jen­op­tik (11,3 %)   ↑
  • -   ↓

Die bes­te / schlech­tes­te Kurs­ent­wick­lung in den letz­ten 12 Mo­na­ten hat­ten Puma (47,7 %) und RIB Soft­ware (-55,2 %).

Seit Jah­res­be­ginn ha­ben Lan­xess (21,2 %) und 1&1 Dril­lisch (-12,8 %) die bes­te / schlech­tes­te Ent­wick­lung des Ak­ti­en­kur­ses.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) schliesst wie­der hö­her bei 0,27 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) geht in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che auch nach oben auf 2,76 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar um -1,1 % güns­ti­ger und fällt auf 1,14 USD (YE 2018: 1,15). Die Fein­un­ze Gold geht auch um -0,4 % nach un­ten auf ak­tu­ell 1.284 USD (YE 2018: 1.279). Die Öl­sor­te Brent klet­tert um wei­te­re 3,3 % auf 63 USD (YE 2018: 54) und liegt seit Jah­res­be­ginn mit er­staun­li­chen 16,3 % im Plus.

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1. The­men der Wo­che

So­wohl die Deut­sche Bank als auch die Com­merz­bank ha­ben die­se Wo­che von Ge­sprä­chen des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums über stra­te­gi­sche Op­tio­nen im Ban­ken­sek­tor ein­schliess­lich der Fu­si­on pro­fi­tiert.

Fre­e­n­et ging in der Wo­che zeit­wei­se bis auf 16,11 € nach un­ten und ver­liert da­mit in ei­nem Jahr rd. 45 % des Kurs­wer­tes.

Das Brut­to­in­lands­pro­dukt 2018 in Deutsch­land ist be­rei­nigt um 1,5 % ge­gen­über dem Vor­jahr ge­stie­gen. Da­mit wächst die deut­sche Wirt­schaft das neun­te Jahr in Fol­ge, al­ler­dings schwä­cher als in den bei­den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit noch je­weils 2,2 %.

Die In­fla­ti­on in Deutsch­land ist im Durch­schnitt des Jah­res 2018 maß­geb­lich we­gen der hö­he­ren En­er­gie­prei­se um 1,9 % an­ge­stie­gen nach 1,8 % in 2017.

Da­ge­gen ist die In­fla­ti­ons­ra­te in der Eu­ro­päi­schen Uni­on im De­zem­ber 2018 auf 1,7 % ge­fal­len nach noch 2,0 % im letz­ten No­vem­ber.

Am Diens­tag hat­te das bri­ti­sche Par­la­ment den vor­lie­gen­den Bre­x­it-Ent­wurf klar mit 432 zu 202 Stim­men ab­ge­lehnt. Ein Miss­trau­ens­vo­tum der op­po­si­tio­nel­len La­bour Par­tei war am Mitt­woch dann je­doch auch ge­schei­tert.

Die Be­richts­sai­son Q4 2018 in den USA ist vor al­lem bei den Ban­ken­wer­ten wie Ci­tigroup, Bank of Ame­ri­ca, Gold­man Sachs und Mor­gan Stan­ley gut an­ge­lau­fen.

In den USA geht der Go­vernment Shut­down jetzt schon in die fünf­te Wo­che. Die Re­pu­bli­ka­ner und De­mo­kra­ten wol­len kurz­fris­tig ei­ge­ne Ge­set­zes­vor­la­gen ein­brin­gen. Der jüngs­te Vor­schlag des Prä­si­den­ten wur­de aber ge­ra­de von den De­mo­kra­ten ab­ge­lehnt.

Die US-Re­gie­rung muss ei­nen Nach­fol­ger für Jim Yong Kim su­chen. Der am­tie­ren­de Welt­bank-Prä­si­dent wech­selt vor­zei­tig zu ei­ner In­vest­ment­ge­sell­schaft. Üb­li­cher­wei­se wird die Welt­bank stets von ei­nem Ame­ri­ka­ner ge­führt, wäh­rend die Eu­ro­pä­er die Füh­rung des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds in­ne­ha­ben.

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2. Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 3/20191 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 302,9 %6,1 %
M-Dax2,2 %7,4 %
T-Dax2,5 %5,3 %
USA:
Dow Jo­nes 303,0 % !5,9 %
Nasdaq C.2,7 %7,9 % !
Frank­reich2,0 %3,1 %
Gross­bri­tan­ni­en0,7 %3,6 %
Ös­ter­reich2,9 %8,8 %
Schweiz2,2 %7,1 %
Ja­pan1,5 %3,3 %
Chi­na1,0 %2,7 %
Welt2,2 %6,2 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-1,1 %-0,4 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-0,4 %0,4 %
Öl:
Brent (USD)3,3 %16,3 %

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3. Un­ter­neh­men der Wo­che

Die US-In­vest­ment­bank Gold­man Sachs über­win­det in New York auch die Mar­ke von 200 USD, be­en­det die Wo­che bei 202,5 USD und ei­nem Wo­chen­plus von 14,8 %. Das Quar­tals­er­geb­nis mit ei­nem Ge­winn von USD 2,3 Mrd. über­traf die Ana­lys­ten­schät­zun­gen er­heb­lich.

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4. Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

Die Fi­nanz­märk­te schei­nen die wohl über­trie­be­nen Ver­lus­te der letz­ten Mo­na­te jetzt zu Be­ginn des neu­en Jah­res wie­der auf­ho­len zu wol­len.

Die Be­richts­sai­son für Q4 2018 in den USA geht wei­ter.

Am Mon­tag legt die bri­ti­sche Re­gie­rung den Plan B für den Aus­tritt aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on vor. Ein har­ter Bre­x­it wird aber im­mer wahr­schein­li­cher.

Von Diens­tag bis Frei­tag fin­det wie­der das jähr­li­che World Eco­no­mic Fo­rum in Da­vos statt:

The World Eco­no­mic Fo­rum

Und am Don­ners­tag tagt dann auch der Rat der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank.

Hof­fent­lich bleibt uns der ak­tu­el­le Kor­rek­tur­mo­dus nach oben noch ein we­nig er­hal­ten  !

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