Personalien 4

Lie­be Bör­sia­ner,

Ma­rio Draghi hat am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag sei­ne letz­te Pres­se­kon­fe­renz als Prä­si­dent der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) ge­hal­ten. Der jetzt 72-jäh­ri­ge Ita­lie­ner über­gibt in der nächs­ten Wo­che nach sei­ner 8‑jährigen Amts­zeit an Chris­ti­ne La­gar­de.

Am 1. No­vem­ber 2011 über­nahm Draghi die EZB-Prä­si­dent­schaft vom Fran­zo­sen Jean-Clau­de Tri­chet. Zu­vor war er be­reits seit 5 Jah­ren als Gou­ver­neur der ita­lie­ni­schen No­ten­bank tä­tig.

Welt­weit prä­gend war sein Auf­tritt im Som­mer 2012 auf ei­ner In­vest­ment-Kon­fe­renz in Lon­don mit der Aus­sa­ge, “die EZB wer­de al­les tun, um den Euro zu ret­ten. Und glau­ben Sie mir, es wird ge­nug sein !”

Die 63-jäh­ri­ge Fran­zö­sin Chris­ti­ne Ma­de­lei­ne Odet­te La­gar­de wech­selt da­mit vor­zei­tig vom In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fond (IWF) in Wa­shing­ton zur EZB nach Frank­furt. Da­vor war sie als Po­li­ti­ke­rin Wirt­schafts- und Fi­nanz­mi­nis­te­rin in Frank­reich. In ih­rer frü­he­ren Kar­rie­re lei­te­te sie auch die in­ter­na­tio­na­le Wirt­schafts­kanz­lei Baker & McKen­zie. Im Jahr 2016 wur­de sie in ih­rer Funk­ti­on als Wirt­schafts­mi­nis­te­rin von ei­nem Ge­richt we­gen des fahr­läs­si­gen Um­gangs von öf­fent­li­chen Gel­dern im Zu­sam­men­hang mit um­strit­te­nen Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen an den Ge­schäfts­mann Ber­nard Ta­pie schul­dig ge­spro­chen. Eine Stra­fe wur­de da­mals nicht ver­hängt.

In der Zwi­schen­zeit hat be­reits die Bul­ga­rin Kris­ta­li­na Ge­or­gi­e­wa als neue ge­schäfts­füh­ren­de Di­rek­to­rin des IWF über­nom­men.


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