10. Februar 2018 – Volatilität

Liebe Börsianer,

die Aktienmärkte haben eine sehr unruhige Woche hinter sich. Die Kurse haben global deutlich verloren und bewegten sich dabei in erheblichen Handelsspannen mit heftigen Abwärts- und Aufwärtsbewegungen.

Die Intensität solcher Schwankungen beschreibt man generell als Volatilität. Eine historische Volatilität bildet die Schwankungen auf Basis von Vergangenheitsdaten ab. Dagegen stellt die sogenannte implizite Volatilität die zukünftig zu erwartenden Schwankungen dar.

Ein Volatilitätsindex ist umso höher, je stärker auch der zugrundeliegende Wert schwankt. Die jeweilige Höhe eines Volatilitätsindex sagt dabei aber noch nichts über die Richtung der Schwankungen aus, sondern nur über die Intensität von Schwankungen an sich.

Bei den Aktienmärkten zeigt sich allerdings eindeutig, dass die bekannten Volatilitätsindizes mit fallenden Kursen ansteigen. Auch diese Woche stieg die Volatilität parallel mit den sinkenden Aktienkursen an den Börsen. Beide Einflussgrössen dürften sich gegenseitig sogar erheblich verstärkt haben. Die Volatilitätsindizes bei Aktien werden häufig auch als “Angstbarometer” bezeichnet.

Die drei bekanntesten Volatilitätsindizes beziehen sich auf den Dax 30 (VDax New), den Euro Stoxx 50 (VStoxx) und den S&P 500 (Vix). Sie errechnen sich jeweils aus Optionen auf diese Basiswerte mit einem Betrachtungszeitraum von 30 Tagen und werden fortlaufend von der Deutschen Börse sowie der Chicago Board Options Exchange errechnet und veröffentlicht.

Chicago Board Options Exchange (Cboe)

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