Börse London

Lie­be Bör­sia­ner,

die Lon­do­ner Bör­se hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein Über­nah­me­an­ge­bot der Bör­se Hong­kong of­fi­zi­ell ab­ge­lehnt.

Der Bör­sen­be­trei­ber Hong Kong Ex­chan­ge (HKEX) hat­te letz­ten Mitt­woch ein ent­spre­chen­des Über­nah­me­an­ge­bot in Höhe von EUR 33 Mrd. in Bar­mit­teln und ei­ge­nen Ak­ti­en ge­macht, um dar­aus ei­nen welt­weit füh­ren­den Bör­sen­be­trei­ber zu for­men.

Der Auf­sichts­rat der Lon­don Stock Ex­chan­ge (LSE) hat aber fun­da­men­ta­le Be­den­ken in Be­zug auf die Stra­te­gie und die un­ge­wöhn­li­che Lei­tungs­struk­tur der HKEX. Dies meint im Grun­de eine mög­li­che Ein­fluss­nah­me der Re­gie­rung in Hong­kong und da­durch der chi­ne­si­schen Füh­rung.

Die New York Stock Ex­chan­ge (NYSE) ist nach Han­dels­vo­lu­men mit USD 19,3 Bil­lio­nen die größ­te Bör­se der Welt ge­folgt von der New Yor­ker Nasdaq mit USD 16,8 Bil­lio­nen.


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Prosus

Lie­be Bör­sia­ner,

der süd­afri­ka­ni­sche Me­di­en- und In­ter­net­kon­zern Nas­pers hat sei­ne Be­tei­li­gun­gen an di­ver­sen in­ter­na­tio­na­len In­ter­net­un­ter­neh­men un­ter dem Fir­men­na­men Pro­sus N.V. ge­bün­delt und in Ams­ter­dam über die Eu­ronext an die Bör­se ge­bracht.

Die Erst­no­tie­rung lag am Mitt­woch mit EUR 76 deut­lich über dem Re­fe­renz­preis von EUR 58,70.

Nas­pers wur­de im Jahr 1915 un­ter dem Na­men Na­sio­na­le Pers (“Na­tio­na­le Pres­se”) ge­grün­det und ist auch Dank sei­ner be­deu­ten­den Be­tei­li­gung (rd. 31 %) am chi­ne­si­schen In­ter­net­kon­zern Ten­cent das mit Ab­stand wert­volls­te Un­ter­neh­men in ganz Afri­ka. Bob van Dijk führt Nas­pers seit 2014 als CEO.

Pro­sus hält au­ßer­dem auch eine Be­tei­li­gung am Es­sens­lie­fe­rant De­li­very Hero und ist auf ei­nen Schlag das wert­volls­te Un­ter­neh­men an der Ams­ter­da­mer Bör­se ge­wor­den. Pro­sus be­zeich­net sich selbst als den größ­ten auf Kon­su­men­ten ori­en­tier­ten In­ter­net­kon­zern in Eu­ro­pa.


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Personalien 3

Lie­be Bör­sia­ner,

Hen­ning Geb­hardt ver­lässt nach knapp drei Jah­ren die Be­ren­berg Bank wie­der.

Geb­hardt gilt als ei­ner der er­folg­reichs­ten deut­schen Fonds­ma­na­ger und war über vie­le Jah­re bei der DWS u.a. für den Fond Ak­ti­en Stra­te­gie Deutsch­land ver­ant­wort­lich. Er wech­sel­te im Ja­nu­ar 2017 zur Be­ren­berg Bank und rich­te­te dort das As­set und Wealth Ma­nage­ment neu aus.

Die­ser Wech­sel könn­te mit den be­reits im Juni be­kannt­ge­ge­be­nen Ver­än­de­run­gen im Kreis der Ge­schäfts­lei­ter und per­sön­lich haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter bei Be­ren­berg zu­sam­men­hän­gen.

Die Joh. Be­ren­berg, Goss­ler & Co. KG (Be­ren­berg Bank) mit Sitz in Ham­burg wur­de be­reits im Jahr 1590 ge­grün­det und gilt als die äl­tes­te Pri­vat­bank in Deutsch­land so­wie eine der äl­tes­ten welt­weit. In den Ge­schäfts­be­rei­chen Wealth Ma­nage­ment, As­set Ma­nage­ment, In­vest­ment­bank und Cor­po­ra­te Ban­king sind über 1.600 Mit­ar­bei­ter tä­tig.


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MTU Aero Engines

Lie­be Bör­sia­ner,

die Deut­sche Bör­se Group hat Än­de­run­gen in der Zu­sam­men­set­zung der deut­schen Leit­in­di­zes mit Wir­kung zum 23. Sep­tem­ber be­schlos­sen.

Die MTU Aero En­gi­nes AG mit Sitz in Mün­chen er­setzt die thys­sen­krupp AG nach der Fast-Exit-Re­gel. MTU ist ein ganz we­sent­li­cher Zu­lie­fe­rer für die glo­ba­le Luft­fahrt­in­dus­trie und stellt vor al­lem Trieb­wer­ke für Ge­ne­ral Elec­tric und Pratt & Whit­ney her. Das Un­ter­neh­men hat rd. 10.000 Be­schäf­tig­te und er­ziel­te im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr ei­nen Um­satz von EUR 4,6 Mrd.

MTU wur­de 2003 vom Daim­ler-Kon­zern an den US-In­ves­tor KKR ver­kauft, der MTU zwei Jah­re spä­ter an die Bör­se brach­te.

Thys­sen­krupp wird gleich­zei­tig in den M‑Dax auf­ge­nom­men. Thys­sen ge­hör­te noch mit zu den Grün­dungs­mit­glie­dern des Dax 30, be­vor es 1999 dann mit Krupp fu­sio­nier­te.


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Übrigens 3

Der schwei­ze­ri­sche Leit­in­dex SMI 20 klet­ter­te ges­tern wie­der über die Mar­ke von 10.000 Punk­ten und er­reich­te da­bei so­gar ein Ta­ges­hoch von 10.076 Punk­ten. Das 52-Wo­chen-Hoch liegt nur noch leicht hö­her bei 10.091 Punk­ten.

Übrigens 2

We­Work ver­schiebt mög­li­cher­wei­se sei­nen bis­her für die­ses Jahr in New York ge­plan­ten Bör­sen­gang in das nächs­te Jahr.

Das US-Un­ter­neh­men We­Work mit Sitz in New York wur­de 2010 vom jet­zi­gen CEO Adam Neu­mann ge­grün­det und ver­mie­tet welt­weit Bü­ro­flä­chen an Frei­be­ruf­ler und Un­ter­neh­men (Co­wor­king). Der Bör­sen­pro­spekt wur­de in Be­zug auf Cor­po­ra­te Go­ver­nan­ce kri­ti­siert. Größ­ter Ge­sell­schaf­ter ist der ja­pa­ni­sche Soft­bank-Kon­zern.

Der an­ge­peil­te Bör­sen­wert von We­Work wur­de von USD 47 Mrd. auf 20–30 Mrd. re­du­ziert.

August 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­in­di­zes ha­ben in Deutsch­land, den USA und welt­weit im Au­gust wei­ter ab­ge­ge­ben.

Vor al­lem die Kon­junk­tur in Deutsch­land nä­hert sich zu­min­dest tech­nisch ei­ner Re­zes­si­on. Der Han­dels­streit zwi­schen den USA und Chi­na nimmt heu­te eine wei­te­re Es­ka­la­ti­ons­stu­fe und ein un­ge­re­gel­ter Bre­x­it zum 31. Ok­to­ber lässt sich nach Auss­sa­ge des EU-Chef­ver­hand­lers Bar­nier kaum noch ver­hin­dern.

  • Deutsch­land:  
  • USA:  
  • Welt:  

    Pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 1 %, Dop­pel­pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 5 %


Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­liert im Au­gust 250 Punk­te und 2,1 %. In die­sem Jahr steigt er al­ler­dings noch um 1.380 Punk­te und 13,1 %. Er liegt rund 200 Punk­te über sei­ner GD 200-Li­nie, die seit zwei Mo­na­ten ganz leicht an­steigt.

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 ver­liert in die­sem Mo­nat 461 Punk­te und 1,7 %. Im ak­tu­el­len Jahr klet­tert er je­doch um 3.076 Punk­te und 13,2 %. Er steht rund 750 Punk­te über sei­ner GD 200-Li­nie, die seit drei Mo­na­ten eben­falls leicht an­steigt.

Auch der glo­ba­le Welt­in­dex MSCI Welt geht im Au­gust um 11 Punk­te und 0,5 % nach un­ten. Seit Jah­res­be­ginn liegt er mit 255 Punk­ten und 13,5 % im Plus.


Chart des Mo­nats

 

Da­ten des Mo­nats

Per­for­mance:Au­gust2019
Deutsch­land
Dax 30-2,1 %13,1 %
M‑Dax-0,8 %19,1 %
T‑Dax-4,5 %13,7 %
USA
Dow Jo­nes 30-1,7 %13,2 %
Nasdaq C.-2,6 %20,0 %
Welt-0,5 %13,5 %

 

Seit Be­ginn die­ses Jah­res ist Za­lan­do (+100,5 %) vor Dia­log Se­mi­con­duc­tor der bes­te Wert und 1&1 Dril­lisch (-43,9 %)  ge­folgt von Te­le­fo­ni­ca Deutsch­land der schlech­tes­te Wert.

Und der bes­te Wert in den letz­ten 12 Mo­na­ten ist wie be­reits ge­wohnt Dia­log Se­mi­con­duc­tor (+114,8 %) so­wie der schlech­tes­te Wert wei­ter­hin Sil­tro­nic (-53,8 %).


Nach­richt des Mo­nats

Die USA set­zen heu­te wei­te­re Straf­zöl­le von 15 % für chi­ne­si­sche Im­por­te im Wert von USD 100 Mio. in Kraft wäh­rend Chi­na mit neu­en Zoll­ab­ga­ben von 10–15 % für Im­por­te aus den USA ant­wor­tet. Ab 15. De­zem­ber sol­len dann noch wei­te­re Straf­zöl­le für chi­ne­si­sche Im­por­te gel­ten.

Am 25. Au­gust ist Fer­di­nand Karl Piech ver­stor­ben. Der ehe­ma­li­ge Vor­stands­chef und spä­te­re Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der Volks­wa­gen AG über­nahm 1993 die Lei­tung von Volks­wa­gen und form­te aus dem de­fi­zi­tä­ren Un­ter­neh­men mit har­ter Hand ei­nen Welt­kon­zern.

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Übrigens 1

Der US-Fi­nanz­in­ves­tor Per­mi­ra wird An­tei­le an der deut­schen Soft­ware­fir­ma Team­view­er wohl be­reits im Sep­tem­ber an die Frank­fur­ter Bör­se brin­gen.

Team­vie­ver mit Sitz in Göp­pin­gen ver­treibt die gleich­na­mi­ge Fern­war­tungs-Soft­ware meist im Abo­mo­dell (Screen­s­ha­ring). Der Um­satz lag im letz­ten Jahr bei EUR 230 Mio.

Wirecard

Lie­be Bör­sia­ner,

nach Mel­dung von Wire­card hat das Un­ter­neh­men eine Ab­sichts­er­klä­rung mit Aldi Nord und Aldi Süd zur Ab­wick­lung der bar­geld­lo­sen Zah­lun­gen ab­ge­schlos­sen.

Die Ak­tie von Wire­card klet­ter­te dar­auf­hin am Frei­tag um 5,5 % und seit Jah­res­be­ginn auch um 10,8 % auf EUR 147,15.


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Berichtssaison 2

Lie­be Bör­sia­ner,

Mi­cro­soft hat im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr die Er­war­tun­gen an Um­satz und den Ge­winn zum zwei­ten Mal in Fol­ge weit über­trof­fen. Der Ge­winn pro Ak­tie stieg um 29 % und der Um­satz um 14 % auf rd. USD 126 Mrd.

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de Sat­ya Na­del­la treibt vor al­lem das Cloud-Ge­schäft (Azu­re) sehr stark vor­an.

Der Bör­sen­wert liegt so­gar über der ma­gi­schen Li­nie von USD 1 Bil­li­on und der Ak­ti­en­kurs am All­zeit­hoch. Das ak­tu­el­le KGV steht bei 27,2.

Die Ak­tie von Mi­cro­soft hat al­lein in den letz­ten 6 Mo­na­ten in New York um 29,1 % zu­ge­legt.


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Berichtssaison 1

Lie­be Bör­sia­ner,

SAP er­öff­ne­te die Be­richts­sai­son in Deutsch­land für das ab­ge­lau­fe­ne Quar­tal und ent­täusch­te die An­le­ger beim Er­geb­nis und der Ren­di­te we­gen ho­her Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten.

SAP stellt sein bis­he­ri­ges Ge­schäfts­mo­dell vom klas­si­schen Li­zenz­mo­dell auf Abon­ne­ments um. Gleich­zei­tig soll die Miet­soft­ware und das Cloud-Ge­schäft wei­ter wach­sen.

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de Bill McDer­mott be­stä­tig­te je­doch sein Um­satz­ziel von EUR 35 Mrd. bis 2023.

SAP hat den mit Ab­stand größ­ten Bör­sen­wert von rd. EUR 140 Mrd. in Deutsch­land vor Lin­de mit rd. EUR 100 Mrd.

Die Ak­tie von SAP hat in die­sem Jahr bis­her um 28,8 % zu­ge­legt.


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Facebook Libra

Lie­be Bör­sia­ner,

Face­book hat jüngst De­tails für sei­ne ge­plan­te Kryp­towäh­rung “Li­bra” be­kannt ge­ge­ben. Li­bra soll eine vir­tu­el­le Wäh­rung sein, die dann von den Nut­zern des ge­sam­ten Face­book-Netz­wer­kes ein­ge­setzt wer­den kann. Im Ge­gen­satz zu den be­reits be­kann­ten Kryp­towäh­run­gen wie Bit­coin wird Li­bra aber an die klas­si­schen Wäh­run­gen ge­kop­pelt sein, also ein so­ge­nann­tes Sta­ble­coin. Da­für wür­den u.a. Staats­an­lei­hen als Si­cher­hei­ten die­nen.

Der Chef der ame­ri­ka­ni­schen No­ten­bank Je­ro­me Powell hat sich sehr be­sorgt ge­zeigt, da Li­bra we­gen der Reich­wei­te von Face­book so­fort sys­tem­re­le­vant sein wür­de. Au­ßer­dem gibt es vie­le Fra­gen in Be­zug auf Pri­vat­sphä­re, Kon­su­men­ten­schutz, Geld­wä­sche und Fi­nanz­sta­bi­li­tät.

Selbst der US-Prä­si­dent Trump hat sich ne­ga­tiv zu die­ser Idee ge­äu­ßert.

Face­book be­ab­sich­tigt die Ein­füh­rung von Li­bra in den nächs­ten 12 Mo­na­ten. Her­aus­ge­ge­ben wer­den soll Li­bra aber nicht von Face­book selbst son­dern der Li­bra As­so­cia­ti­on in Genf, ei­nem Kon­sor­ti­um von gro­ßen Zah­lungs­dienst­leis­tern wie Mas­ter­card, Visa und Pay­Pal so­wie an­de­ren In­ter­net­platt­for­men.


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Allzeithoch 1

Lie­be Bör­sia­ner,

der ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes 30 hat ges­tern mit 27.334 Punk­ten ein neu­es All­zeit­hoch er­reicht und schloss am Ende mit 27.332 Punk­ten. Zum ers­ten Mal über­haupt wur­de am Don­ners­tag die Mar­ke von 27.000 Punk­ten über­schrit­ten.

Die­se po­si­ti­ve Kurs­ent­wick­lung wird sehr stark an­ge­trie­ben durch die Hoff­nung auf eine bal­di­ge Zins­sen­kung der No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve.

Der Dow Jo­nes 30 ist da­bei der äl­tes­te und vor al­lem be­kann­tes­te Ak­ti­en­in­dex in den USA und er­rech­net sich aus den Kur­sen von 30 der größ­ten Un­ter­neh­men. Er be­steht be­reits seit 1884 und die Zu­sam­men­set­zung wird heut­zu­ta­ge durch das Wall Street Jour­nal fest­ge­legt. Ak­ti­en mit sehr ho­hen Kur­sen (z.B. Berkshire Hat­ha­way) wer­den da­bei grund­sätz­lich nicht be­rück­sich­tigt.

Seit An­fang des Jah­res hat der Dow Jo­nes 30 schon 17,2 % zu­ge­legt.


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Personalien 2

Lie­be Bör­sia­ner,

BMW be­kommt im nächs­ten Jahr ei­nen neu­en Chef. Der Vor­stands­vor­sit­zen­de Ha­rald Krü­ger steht für eine wei­te­re Amts­zeit über den 30. April 2020 nicht zur Ver­fü­gung. Dies hat BMW am Frei­tag mit­ge­teilt. Der Auf­sichts­rat wird sich for­mal auf sei­ner nächs­ten Sit­zung am 18. Juli mit der Nach­fol­ge be­schäf­ti­gen. Als Kan­di­dat gilt der jet­zi­ge Pro­duk­ti­ons­vor­stand Oli­ver Zip­se.

Die Ak­tie von BMW ist in die­sem Jahr bis­her um ‑5,2 % ge­fal­len.


Die Deut­sche Bank baut ih­ren Vor­stand eben­falls um. Das Vor­stands­mit­glied Garth Rit­chie wird zum 31. Juli zu­rück­tre­ten und das von ihm ver­ant­wor­te­te In­vest­ment­ban­king über­nimmt zu­sätz­lich der Vor­stands­vor­sit­zen­de Chris­ti­an Sewing.

Es ist dar­über hin­aus da­von aus­zu­ge­hen, dass der Auf­sichts­rat in sei­ner heu­ti­gen Sit­zung über wei­ter­ge­hen­de Ver­än­de­run­gen im Ge­schäfts­mo­dell und der Füh­rungs­struk­tur be­ra­ten wird.

In die­sem Zu­sam­men­hang wird auch noch ein ganz er­heb­li­cher Stel­len­ab­bau er­war­tet.

Die Ak­tie der Deut­schen Bank ist die­ses Jahr erst um 3,0 % ge­stie­gen, der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 da­ge­gen schon um 19,0 %.


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Personalien 1

Lie­be Bör­sia­ner,

der Eu­ro­päi­sche Rat hat über­ra­schend die deut­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en als Kan­di­da­tin für das Amt des zu­künf­ti­gen Prä­si­den­ten der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen. Das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment wird vor­aus­sicht­lich am 16. Juli dar­über ab­stim­men.

Die­ser Vor­schlag ent­spricht nicht den bis­he­ri­gen Ge­pflo­gen­hei­ten, ei­nen Spit­zen­kan­di­da­ten der gro­ßen Par­tei­en als ih­ren Kan­di­da­ten zu be­nen­nen. Dies wä­ren dann aber Man­fred We­ber von der kon­ser­va­ti­ven EVP oder Frans Tim­mermans von den So­zi­al­de­mo­kra­ten ge­we­sen.

Die 5‑jährige Amts­zeit des der­zei­ti­gen Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten Jean-Clau­de Juncker läuft nun Ende Ok­to­ber aus.


Chris­ti­ne La­gar­de
soll Nach­fol­ge­rin von Ma­rio Draghi als neue Prä­si­den­tin der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank in Frank­furt wer­den. Die 63-jäh­ri­ge Ju­ris­tin führt seit 8 Jah­ren den In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds in Wa­shing­ton, hat aber bis­her noch kei­ne Zen­tral­bank­erfah­rung.

La­gar­de war zu­vor auch schon fran­zö­si­sche Fi­nanz­mi­nis­te­rin. Sie gilt wie Draghi als Ver­tre­te­rin ei­ner lo­cke­ren Geld­po­li­tik.

Die 8‑jährige Amts­zeit von Ma­rio Draghi en­det eben­falls ge­gen Ende Ok­to­ber.


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Schweizer Aktien

Lie­be Bör­sia­ner,

seit dem 1. Juli kön­nen Ak­ti­en von Un­ter­neh­men in der Schweiz nicht mehr un­ein­ge­schränkt an eu­ro­päi­schen Bör­sen­plät­zen ge­han­delt wer­den. Dies be­trifft auch die gro­ßen Un­ter­neh­men wie Nest­lé, No­var­tis, UBS und an­de­re. Aus­nah­men sind nur Wer­te mit Dop­pel-Lis­ting wie ABB und La­far­ge Hol­cim.

Die Schweiz hat ei­nem neu­en Part­ner­schafts­ab­kom­men mit der EU noch nicht zu­ge­stimmt, so dass die Schwei­zer Bör­sen­re­gu­lie­rung von der EU nicht mehr als gleich­wer­tig an­er­kannt wird.

Der Han­del mit die­sen Wer­ten ist nun zu­min­dest kom­pli­zier­ter ge­wor­den, weil wahr­schein­lich die De­pot­bank sol­che Tra­des auf ei­ge­ne Rech­nung oder über Händ­ler durch­füh­ren muss.


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Juni 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­märk­te ha­ben sich nach den Ver­lus­ten aus dem Vor­mo­nat wie­der deut­lich er­holt. Der ame­ri­ka­ni­sche S+P 500 er­reich­te ein neu­es All­zeit­hoch und der deut­sche Dax 30 zu­min­dest ein neu­es Jah­res­hoch.

An­ge­trie­ben wur­den die Kur­se aber we­ni­ger durch Kon­kunk­tur­da­ten als durch An­zei­chen auf Zins­sen­kun­gen durch die No­ten­ban­ken. Au­ßer­dem hat der Markt eine kurz­fris­ti­ge Ent­span­nung im Han­del­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na vor­her­ge­se­hen !

  • Deutsch­land:   ⇑⇑
  • USA:   ⇑⇑
  • Welt:   ⇑⇑

    Pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 1 %, Dop­pel­pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 5 %


Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ge­winnt 672 Punk­te und da­mit 5,7 %. In die­sem Jahr steigt er bis­her um 1.840 Punk­te oder auch 17,4 %. Er liegt jetzt seit 3 Mo­na­ten über der GD 200-Li­nie, die nun wie­der leicht an­steigt.

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 legt eben­falls um 1.785 Punk­te oder 7,2 % zu. Im ak­tu­el­len Jahr klet­tert er um 3.273 Punk­te und so­mit 14,0 %. Er steht rund 1.100 Punk­te über sei­ner GD 200-Li­nie, die seit Jah­res­an­fang eben­falls leicht an­steigt.

Auch der glo­ba­le Welt­in­dex MSCI Welt geht im Juni um 132 Punk­te nach oben und ge­winnt so 6,5 %. Seit Jah­res­be­ginn liegt er be­reits mit 294 Punk­ten und 15,6 % im Plus.


Chart des Mo­nats

 

Da­ten des Mo­nats

Per­for­mance:Juni2019
Deutsch­land
Dax 305,7 %17,4 %
M‑Dax3,4 %18,7 %
T‑Dax4,7 %17,4 %
USA
Dow Jo­nes 307,2 %14,0 %
Nasdaq C.7,4 %20,7 %
Welt6,5 %15,6 %

 

Der bes­te Wert des ver­gan­ge­nen Mo­nats Juni ist Axel Sprin­ger (+35,4 %) und der schlech­tes­te Wert ist Deut­sche Woh­nen (-24,1 %) we­gen der Miet­de­ckel-Dis­kus­si­on in Ber­lin.

Seit Be­ginn die­ses Jah­res ist Com­pug­roup Me­di­cal (+75,6 %) vor Za­lan­do der bes­te Wert und 1&1 Dril­lisch (-34,1 %)  ge­folgt von United In­ter­net der schlech­tes­te Wert.

Und der bes­te Wert in den letz­ten 12 Mo­na­ten ist Dia­log Se­mi­con­duc­tor (+180,2 %) so­wie der schlech­tes­te Wert wei­ter­hin Sil­tro­nic (-46,2 %).


Nach­richt des Mo­nats

Die USA und Chi­na ha­ben am Ran­de des G20-Gip­fels in Ja­pan ver­ein­bart, die Han­dels­ge­sprä­che wie­der auf­zu­neh­men und vor­erst kei­ne wei­te­ren Im­port­zöl­le in Kraft zu set­zen.

Der US-Prä­si­dent hat auch die Blo­cka­de ge­gen den chi­ne­si­schen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern Hua­wei (Han­dys, 5G-Net­ze) auf­ge­ho­ben.


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Watchlist 1

Lie­be Bör­sia­ner,

wir ha­ben die Ak­tie von Adi­das mit dem Schluss­kurs von EUR 271,50 ges­tern in die Watch­list mit auf­ge­nom­men.


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Slack

Lie­be Bör­sia­ner,

der ame­ri­ka­ni­sche Mes­sen­ger-Dienst Slack wur­de am Don­ners­tag erst­mals an der New Yor­ker Bör­se ge­han­delt. Slack wähl­te dazu eine Di­rekt­pla­zie­rung wie Spo­ti­fy ohne In­vest­ment­ban­ken zu ei­nem Re­fe­renz­preis von USD 26. Die­se Ak­tie be­en­de­te ih­ren ers­ten Han­dels­tag äu­ßerst er­folg­reich bei USD 38,62 und dem ent­spre­chen­den Plus von 48,5 %. Da­mit er­reicht Slack zur Zeit ei­nen Bör­sen­wert von un­ge­fähr USD 20 Mrd.

Slack er­ziel­te im ers­ten Quar­tal ei­nen Um­satz von USD 134,8 Mio. bei ei­nem ope­ra­ti­ven Ver­lust von USD 38,4 Mio. Der Dienst zur Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zu­sam­men­ar­beit in Un­ter­neh­men wird täg­lich von rund 10 Mil­lio­nen Mit­ar­bei­tern ver­schie­de­ner Fir­men ge­nutzt.

Slack Tech­no­lo­gies Inc. mit Sitz in San Fran­cis­co gilt an der Bör­se als ein “Ein­horn” und sei­ne Soft­ware als Kon­kur­rent zu Mi­cro­soft Teams und an­de­ren Tools.


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Rekordhoch

Lie­be Bör­sia­ner,

der Han­dels­tag ges­tern hat glo­bal zu meh­re­ren Re­kord­hochs ge­führt:

Dax 30
Der deut­sche Leit­in­dex schloss in Frank­furt bei 12.355 Punk­ten und er­reich­te zwi­schen­zeit­lich bei 12.438 Punk­ten auch ein neu­es Jah­res­hoch.

S+P 500
Der markt­brei­te US-In­dex be­en­de­te den Han­del in New York mit 2.954 Punk­ten und schaff­te ein neu­es All­zeit­hoch mit 2.958 Punk­ten.

Gold
Die­ses Edel­me­tall geht mit USD 1.388 pro Fein­un­ze aus dem Han­del und mar­kiert da­mit ei­nen Re­kord­wert seit über 5 Jah­ren.

Die sehr er­freu­li­che Ent­wick­lung wird we­sent­lich durch die jüngs­ten An­nah­men ge­stützt, dass die No­ten­ban­ken vor al­lem in Eu­ro­pa und den USA ihre Geld­po­li­tik wie­der lo­ckern wer­den.


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Zentralbank 2

Lie­be Bör­sia­ner,

der Of­fen­markt­aus­schuss der US-No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve hat in der gest­ri­gen Mit­tei­lung die Leit­zin­sen in der ak­tu­el­len Span­ne von 2,25 – 2,50 % be­las­sen, aber erst­mals die Mög­lich­keit ei­ner Zins­sen­kung für die nächs­ten Mo­na­te an­ge­deu­tet. Auf der Pres­se­kon­fe­renz äu­ßer­te sich der US-No­ten­bank­chef Je­ro­me Powell zu den wach­sen­den Un­si­cher­hei­ten in Be­zug auf die wei­te­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und die Preis­ent­wick­lung in den USA. Die Fe­deral Re­ser­ve wer­de bei Be­darf an­ge­mes­sen han­deln.

Die Fe­deral Re­ser­ve hat ein In­fla­ti­ons­ziel von 2 % ge­setzt. Die Be­rech­nung ba­siert al­ler­dings auf spe­zi­fi­schen Pa­ra­me­tern und un­ter­schei­det sich da­mit et­was von der klas­si­schen Ent­wick­lung von Ver­brau­cher­prei­sen. Die­se Ver­brau­cher­prei­se in den USA sind im Mai un­be­rei­nigt um 1,8 % zum Vor­jahr ge­stie­gen.


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Zentralbank 1

Lie­be Bör­sia­ner,

der Prä­si­dent der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB)  Ma­rio Draghi hat in sei­ner jüngs­ten Rede auf dem EZB-Fo­rum vom 17.–19. Juni im por­tu­gie­si­schen Sin­tra eine wei­te­re geld­po­li­ti­sche Lo­cke­rung an­ge­deu­tet, falls sich die Wirt­schafts­la­ge in Eu­ro­pa nicht bald ver­bes­sert und die In­fla­ti­ons­ra­te sich nicht end­lich dem Ziel von 2 % nä­hert. Dies könn­te Zins­sen­kun­gen und eine Wie­der­auf­nah­me des An­lei­he-Kauf­pro­gramms be­deu­ten. Sol­che Maß­nah­men ha­ben be­reits seit meh­re­ren Jah­ren ei­nen sti­mu­lie­ren­den Ef­fekt für die Ak­ti­en­märk­te.

Gleich­zei­tig wer­tet der Euro zum Dol­lar ab und die Ren­di­ten von eu­ro­päi­sche An­lei­hen sin­ken so­gar teil­wei­se in den ne­ga­ti­ven Be­reich. Auf der an­de­ren Sei­te steigt der Gold­preis als si­che­re Kri­sen­an­la­ge wei­ter an.

Die In­fla­ti­on in der Eu­ro­zo­ne lag im Mai bei 1,2 % nach 1,7 % noch im Vor­mo­nat.


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Konjunktur 3

Lie­be Bör­sia­ner,

die Deut­sche Bun­des­bank hat ihre Kon­junk­tur­pro­gno­se für Deutsch­land nach un­ten an­ge­passt. Im lau­fen­den Jahr rech­net sie ak­tu­ell mit ei­nem Wirt­schafts­wachs­tum von nur 0,6 % und für die Jah­re 2020 mit 1,2 % so­wie 2021 mit 1,3 %. Im De­zem­ber hat­te die Deut­sche Bun­des­bank noch ein Wirt­schafts­wachs­tum für die­ses Jahr von 1,6 % vor­her­ge­sagt.

Grund da­für ist eine deut­lich schwä­che­re glo­ba­le Nach­fra­ge, die die deut­schen Ex­por­te und die In­dus­trie ge­ne­rell be­las­te. Ein län­ger an­hal­ten­der Ab­schwung der Wirt­schafts­leis­tung er­scheint aber we­nig wahr­schein­lich. Der pri­va­te Kon­sum bleibt bis­her eine sta­bi­le Stüt­ze der Kon­junk­tur.


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Konjunktur 2

Lie­be Bör­sia­ner,

die Pro­duk­ti­on im Pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be ist in Deutsch­land im April nach vor­läu­fi­gen Da­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes um ‑1,9 % zum Vor­mo­nat und um ‑1,8 % zum Vor­jah­res­mo­nat ge­fal­len.

Die In­dus­trie­pro­duk­ti­on sank um ‑2,5 % und die En­er­gie­er­zeu­gung um ‑1,1 % zum März. Nur die Bau­pro­duk­ti­on stieg noch leicht um 0,2 %.

Im März wur­de da­ge­gen noch ein An­stieg um 0,5 % zum Vor­mo­nat und eben­falls ein Rück­gang um ‑0,9 % zum Vor­jah­res­mo­nat ver­zeich­net.


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Konjunktur 1

Lie­be Bör­sia­ner,

die deut­schen Ex­por­te sind im April nach vor­läu­fi­gen Da­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes mit EUR 109,7 Mrd. um ‑3,7 % zum März und um ‑0,5 % zum Vor­jah­res­mo­nat ge­fal­len. Gleich­zei­tig sind auch die Im­por­te mit EUR 91,7 Mrd. um ‑1,3 % zum März ge­fal­len und um 2,1 % zum Vor­jah­res­mo­nat Jah­res ge­stie­gen. Der re­sul­tie­ren­de Au­ßen­han­dels­über­schuss für den letz­ten Mo­nat re­du­zier­te sich auf EUR 17,9 Mrd.

Rund 60 % der Ex­por­te ent­fie­len auf EU-Län­der und der Rest auf die so­ge­nann­ten Dritt­län­der.


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Mai 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­märk­te ha­ben im Mai we­gen der ak­tu­el­len welt­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen und der jüngs­ten Wirt­schafts­aus­sich­ten deut­lich ver­lo­ren. Die USA ha­ben wei­te­re Zöl­le für Wa­ren aus Chi­na an­ge­kün­digt und par­al­lel hat Chi­na seit An­fang Juni selbst neue Zöl­le für Im­por­te auf Wa­ren aus den USA ein­ge­führt. Da­ne­ben dro­hen die USA mit Ein­fuhr­zöl­len ge­gen­über Me­xi­ko. Und die ak­tu­el­len Ar­beits­markt­zah­len für Mai aus Deutsch­land deu­ten auf eine nach­las­sen­de Dy­na­mik am Ar­beits­markt hin !

  • Deutsch­land:  
  • USA:   ⇓⇓
  • Welt:  

    Pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 1 %, Dop­pel­pfeil nach oben/​unten: Ver­än­de­rung zum Vor­mo­nat > 5 %


Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­liert in dem Mo­nat ‑617 Punk­te und da­mit deut­li­che ‑5,0 %. In die­sem Jahr steigt er bis­her um im­mer­hin 1.168 Punk­te oder auch 11,1 %. Er folgt seit 5 Wo­chen ei­nem Ab­wärts­trend und liegt noch rund 100 Punk­te über sei­ner GD 200-Li­nie. Dies war der ers­te Mo­nat mit Kurs­ver­lus­ten im lau­fen­den Jahr.

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 ver­liert eben­falls im Mo­nat April ‑1.778 Punk­te und fällt auf Mo­nats­sicht um be­acht­li­che ‑6,7 %. Im ak­tu­el­len Jahr legt er um 1.488 Punk­te oder 6,4 % zu. Er hat aber sei­ne GD 200-Li­nie nach un­ten ge­kreuzt und liegt jetzt rund 700 Punk­te un­ter­halb die­ses Trend­in­di­ka­tors.

Und der glo­ba­le Welt­in­dex MSCI Welt geht im letz­ten Mo­nat um ‑108 Punk­te nach un­ten und ver­liert auf Mo­nats­sicht ‑5,0 %. Seit Jah­res­be­ginn liegt er mit 162 Punk­ten und 8,6 % im Plus.


Chart des Mo­nats

 

Da­ten des Mo­nats

Per­for­mance:Mai2019
Deutsch­land
Dax 30-5,0 %11,1 %
M‑Dax-4,9 %14,8 %
T‑Dax-5,6 %12,2 %
USA
Dow Jo­nes 30-6,7 %6,4 %
Nasdaq C.-7,9 %12,3 %
Welt-5,0 %8,6 %

 

Der bes­te Wert des ver­gan­ge­nen Mo­nats Mai ist Adi­das (+11,8 %) und der schlech­tes­te Wert ist Sil­tro­nic (-27,4 %).

Seit Be­ginn die­ses Jah­res ist im­mer noch Nordex (+67,7 %) vor Za­lan­do der bes­te Wert so­wie 1&1 Dril­lisch (-38,5 %) der schlech­tes­te Wert ge­folgt von Os­ram Licht.

Und der bes­te Wert in den letz­ten 12 Mo­na­ten ist Com­pug­roup Me­di­cal (+59,5 %) und dann der schlech­tes­te Wert wie­der­um Sil­tro­nic (-56,2 %).


Nach­richt des Mo­nats

Die SPD kommt bei der Eu­ro­pa­wahl in Deutsch­land auf 15,8 % und wird hin­ter den Grü­nen mit 20,5 % nur die dritt­stärks­te Kraft. Da­mit ver­liert die SPD ‑11,4 % zur letz­ten Eu­ro­pa­wahl in 2014, wäh­rend die Grü­nen 9,8 % hin­zu­ge­win­nen konn­ten.

Die Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de An­drea Nah­les hat dar­auf­hin heu­te an­ge­kün­digt, An­fang der Wo­che von bei­den Äm­tern zu­rück­zu­tre­ten.

Die ita­lie­ni­sche Lega Nord un­ter der Füh­rung des In­nen­mi­nis­ters Matteo Sal­vi­ni wird bei der Eu­ro­pa­wahl stärks­te Par­tei (34,3 %) vor den So­zi­al­de­mo­kra­ten und der 5 Ster­ne-Be­we­gung. Da­mit dürf­te sich eine Kon­fron­ta­ti­on mit der EU we­gen der ita­lie­ni­schen Staats­ver­schul­dung noch ver­schär­fen.


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Fiat Chrysler

Lie­be Bör­sia­ner,

der Au­to­mo­bil­kon­zern Fiat Chrys­ler hat jetzt ei­nen sehr kon­kre­ten Fu­si­ons­plan mit Re­nault vor­ge­schla­gen, wo­durch der dritt­größ­te Au­to­mo­bil­her­stel­ler welt­weit nach Volks­wa­gen und To­yo­ta ent­ste­hen wür­de. Die Ver­hand­lun­gen sol­len sich be­reits in ei­nem weit fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um be­fin­den. Der Ver­wal­tungs­rat von Re­nault hat sei­ne Zu­stim­mung si­gna­li­siert und wird am kom­men­den Diens­tag zu wei­te­ren Be­ra­tun­gen zu­sam­men­kom­men.

Die Fiat Chrys­ler Au­to­mo­bi­les (FCA) ent­stand 2014 durch die voll­stän­di­ge Über­nah­me der in­sol­ven­ten Chrys­ler durch Fiat. Chrys­ler war bis 2007 noch Teil der Daim­ler­Chrys­ler AG. Im letz­ten Jahr starb der lang­jäh­ri­ge FCA CEO Ser­gio Mar­chion­ne. FCA wird stra­te­gisch durch den Auf­sichts­rats­chef John El­kann ge­führt. El­kann ist ein di­rek­ter Nach­fah­re des Fiat-Grün­ders Gio­van­ni Agnel­li.

Es be­steht wei­ter­hin eine enge stra­te­gi­sche Part­ner­schaft zwi­schen Re­nault und Nis­san. Car­los Ghosn war bis An­fang des Jah­res Ver­wal­tungs­rats­chef von Re­nault und gleich­zei­tig auch CEO von Re­nault-Nis­san/­Mi­tsu­bi­shi. Ghosn ist zur Zeit in Ja­pan we­gen Un­treue und Steu­er­ver­ge­hen an­ge­klagt.


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Tesla

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­tie von Tes­la ist die­se Wo­che in New York un­ter die Mar­ke von USD 200 ge­fal­len und schloss am Frei­tag mit USD 185,16 auf ei­nem 52-Wo­chen-Tief. In­ner­halb ei­nes Jah­res hat Tes­la jetzt 33,9 % ver­lo­ren und fällt vom 52-Wo­chen-Hoch am 8. Au­gust 2018 so­gar um 52,5 %.

Die Ab­sät­ze für die bei­den Mo­del­le X und S wa­ren im ers­ten Quar­tal ziem­lich ent­täu­schend. Und das neue Mo­dell 3 als güns­ti­ge Va­ri­an­te scheint sich auch ne­ga­tiv auf die­se hoch­prei­si­gen Mo­del­le aus­zu­wir­ken.

In der Zwi­schen­zeit ha­ben auch vie­le nam­haf­te Au­to­mo­bil­her­stel­ler ernst­haf­te Al­ter­na­ti­ven mit Hy­brid­an­trieb oder Elek­tro­mo­to­ren auf den Markt ge­bracht (z.B. Audi e‑tron).

Tes­la macht wei­ter­hin hohe Ver­lus­te und muss­te vor kur­zem neu­es Ka­pi­tal in Mil­li­ar­den­hö­he auf­neh­men.

Der CEO Elon Musk wur­de 1971 in Süd­afri­ka ge­bo­ren und gilt als un­ter­neh­me­ri­scher Vi­sio­när. Er ist Mit­be­grün­der von Pay­Pal und lei­tet au­ßer­dem das Raum­fahrt­un­ter­neh­men SpaceX so­wie das Pro­jekt Hy­per­loop.


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Springer

Lie­be Bör­sia­ner,

die Axel Sprin­ger SE ver­han­delt mit dem US-Fi­nanz­in­ves­tor Kohl­berg Kra­vis Ro­berts (KKR) über eine stra­te­gi­sche Be­tei­li­gung von KKR an Axel Sprin­ger. Da­nach soll KKR ein öf­fent­li­ches An­ge­bot an die frei­en Ak­tio­nä­re un­ter­brei­ten. Nur die bis­he­ri­gen Groß­ak­tio­nä­re Frie­de Sprin­ger und Ma­thi­as Döpf­ner wer­den ihre Ak­ti­en­pak­te wei­ter hal­ten. Mit die­sem stra­te­gi­schen Ein­stieg ver­folgt der Vor­stand von Axel Sprin­ger eine Wachs­tums­stra­te­gie zur lang­fris­ti­gen Stei­ge­rung des Un­ter­neh­mens­wer­tes. Zur Zeit wer­den noch die recht­li­chen, steu­er­li­chen und fi­nan­zi­el­len As­pek­te wei­ter ge­prüft.

Axel Sprin­ger hat zur Zeit ei­nen Bör­sen­wert von EUR 4,9 Mrd. Of­fen­bar prüft KKR par­al­lel, Axel Sprin­ger nach die­ser Trans­ak­ti­on von der Bör­se zu neh­men.

Die Axel Sprin­ger SE ist eine be­deu­ten­de Ver­lags­grup­pe mit Sitz in Ber­lin und er­wirt­schaf­te­te mit rund 16.300 Mit­ar­bei­tern in über 40 Län­dern ei­nen Um­satz in Q1 2019 von EUR 771,8 Mio. Das Mar­ken­port­fo­lio be­inhal­tet Zeit­schrif­ten (u.a. Bild, Welt), In­ter­net­por­ta­le (wie finanzen.net. immowelt.de, Step­Stone) und an­de­re di­gi­ta­le An­ge­bo­te.

Der heu­ti­ge Me­di­en­kon­zern wur­de be­reits 1946 von Axel Sprin­ger in Ham­burg ge­grün­det. Die Ak­tie von Axel Sprin­ger wird erst­mal 2010 im M‑Dax ge­führt.

Die Ak­tie hat dar­auf­hin ges­tern 22,2 % ge­won­nen und schloss bei EUR 55,10.


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ifo Mai 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

der ifo Ge­schäfts­kli­ma­in­dex für Deutsch­land ist im Mai von 99,2 auf nur noch 97,9 Punk­te und da­mit auf den nied­rigs­ten Wert seit Jah­ren ge­fal­len. Da­bei ha­ben sich die Ein­schät­zun­gen zur ak­tu­el­len Lage deut­lich ver­schlech­tert, wäh­rend die Aus­sich­ten für die nächs­ten Mo­na­te sta­bil ge­blie­ben sind.

Die pes­si­mis­ti­sche Be­wer­tung der ak­tu­el­len Ge­schäfts­la­ge ist durch den Han­dels­streit zwi­schen den USA und Chi­na ein­schliess­lich der US-Sank­tio­nen ge­gen den chi­ne­si­schen Han­dy­her­stel­ler Hua­wei, den Iran-Kon­flikt und die ak­tu­ell un­kla­re po­li­ti­sche Lage in Gross­bri­tan­ni­en we­sent­lich be­ein­flusst wor­den.

Das Ge­schäfts­kli­ma im Han­del, Ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be und Dienst­leis­tungs­sek­tor wird ak­tu­ell teils deut­lich schlech­ter ein­ge­schätzt als noch im Vor­mo­nat April. Nur im Bau­ge­wer­be ist das Ge­schäfts­kli­ma zum drit­ten Mal in Fol­ge an­ge­stie­gen.

Nach Aus­sa­ge des ifo In­sti­tuts fehlt es der deut­schen Kon­junk­tur wei­ter­hin an Schwung.

Das ifo In­sti­tut aus Mün­chen er­mit­telt die­ses ifo Ge­schäfts­kli­ma mo­nat­lich auf Grund­la­ge von rd. 9.000 Rück­mel­dun­gen aus der deut­schen Wirt­schaft so­wohl in Be­zug auf die ge­gen­wär­ti­ge Ge­schäfts­la­ge als auch die Ge­schäfts­er­war­tun­gen für die nächs­ten 6 Mo­na­te.

Der viel­be­ach­te­te ifo Ge­schäfts­kli­ma­in­dex gilt als ei­ner der wich­tigs­ten Kon­junk­tur­in­di­ka­to­ren in Deutsch­land.


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Daimler

Lie­be Bör­sia­ner,

auf der Haupt­ver­samm­lung der Daim­ler AG in der ver­gan­ge­nen Wo­che hat Dr. Die­ter Zet­sche den Vor­stands­vor­sitz nach 13 Dienst­jah­ren plan­ge­mäß an Ola Käl­le­ni­us über­ge­ben. Zet­sche wird vor­aus­sicht­lich auf der Haupt­ver­samm­lung 2021 nach Ab­lauf der Coo­ling-Off-Pe­ri­ode in den Auf­sichts­rat ge­wählt wer­den.

Käl­le­ni­us wur­de 2015 in den Vor­stand der Daim­ler AG be­ru­fen und über­nahm dort 2017 das Res­sort For­schung so­wie die Ent­wick­lung bei Mer­ce­des-Benz Cars. Er hat in den letz­ten Ta­gen be­reits die neue Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie “Am­bi­ti­on 2039” vor­ge­stellt, wo­nach bis da­hin die Neu­wa­gen­flot­te CO2-neu­tral und dar­über hin­aus 50 % al­ler Neu­wa­gen mit Hy­brid­mo­tor oder rei­nem Elek­tro­mo­tor fah­ren sol­len.

Es wur­de eine neue Kon­zern­struk­tur be­schlos­sen mit der Daim­ler AG als Dach­ge­sell­schaft und zwei neu­en, recht­lich selbst­stän­di­gen Ein­hei­ten: die Mer­ce­des-Benz AG für PKW & Van so­wie die Daim­ler Truck AG für Trucks & Bu­ses. Und die be­stehen­de Daim­ler Fi­nan­ci­al Ser­vices AG wird in Daim­ler Mo­bi­li­ty AG um­be­nannt. Die­se neu­en Ge­sell­schaf­ten wer­den auch ih­ren Sitz in Stutt­gart ha­ben.

Die Di­vi­den­de für das ab­ge­lau­fe­ne Jahr be­trägt EUR 3,25 nach noch EUR 3,65 im Jahr zu­vor bei ei­ner Aus­schüt­tungs­sum­me von ins­ge­samt EUR 3,5 Mrd.

Die Daim­ler-Ak­tie schloss am Frei­tag in Frank­furt mit EUR 47,43.


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US-Sonderzölle

Lie­be Bör­sia­ner,

die USA wer­den zu­nächst kei­ne Son­der­zöl­le auf eu­ro­päi­sche Au­to­im­por­te er­he­ben. Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Trump hat eine ent­spre­chen­de Ent­schei­dung dar­über um 180 Tage ver­scho­ben. Es sol­len dazu aber wei­te­re Ver­hand­lun­gen ge­führt wer­den.

Dies ba­siert wohl auf der Ein­schät­zung, dass sich sol­che Son­der­zöl­le ne­ga­tiv auf die Wirt­schaft in den USA aus­wir­ken wür­den.

Es wa­ren Zöl­le von bis zu 25 % be­fürch­tet wor­den, die vor al­lem deut­sche Au­to­mo­bil­kon­zer­ne wie BMW, Daim­ler und VW hart tref­fen wür­den.

Der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on (WTO) zu­fol­ge er­hebt die Eu­ro­päi­sche Uni­on im Durch­schnitt mit rund 5 % hö­he­re Ein­fuhr­zöl­le als die USA mit 3,5 %.


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BIP Q1 2019

Lie­be Bör­sia­ner,

das Brut­to­in­lands­pro­dukt für das ers­te Quar­tal 2019 in Deutsch­land ist über­ra­schend stark um 0,4 % (be­rei­nigt) zum Vor­quar­tal ge­stie­gen. In Q3 2018 gab es noch ein ne­ga­ti­ves Wachs­tum von ‑0,2 % und in Q4 2018 mit 0,0 % ein Null­wachs­tum.

Die pri­va­ten Kon­sum­aus­ga­ben leg­ten kräf­tig zu wäh­rend die Staats­aus­ga­ben rück­läu­fig wa­ren. So­wohl die Ex­por­te als auch die Im­por­te sind zum Vor­quar­tal ge­stie­gen.

Die­se Wirt­schafts­leis­tung wur­de von 44,9 Mio. Er­werbs­tä­ti­gen er­bracht, das sind 1,1 % mehr als ein Jahr zu­vor.


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Uber

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en des US-Fahr­dienst­ver­mitt­lers Uber Cor­po­ra­ti­on wur­den am Frei­tag erst­mals an der New Yor­ker Bör­se ge­han­delt. Zu­vor hat­te Uber den Aus­ga­be­preis auf USD 45 und da­mit auf den un­te­ren Rand der Span­ne zwi­schen USD 44–50 fest­ge­legt. Uber kommt da­mit auf eine Erst­be­wer­tung von rund USD 82 Mrd.

Im ver­gan­ge­nen Jahr er­ziel­te Uber ei­nen stark stei­gen­den Um­satz von USD 11,3 Mrd. bei ei­nem Er­geb­nis von USD ‑1,8 Mrd. !

Uber ver­mit­telt in vie­len Län­dern welt­weit pri­va­te Fahr­dienst­leis­tun­gen über mo­bi­le Apps und Web­site und er­hält da­für Pro­vi­sio­nen. Die­ses Ge­schäfts­mo­dell steht in star­ker Kon­kur­renz zu den tra­di­tio­nel­len Ta­xi­un­ter­neh­men.

Das Un­ter­neh­men mit Sitz in San Fran­cis­co wur­de 2009 als Li­mou­si­nen­ser­vice ge­grün­det. Der um­strit­te­ne Mit­grün­der und spä­te­re CEO Tra­vis Ka­la­nick trat 2017 zu­rück.

Die Ak­tie er­öff­ne­te am ers­ten Han­del­tag mit USD 42 noch un­ter dem Aus­ga­be­preis und schloss bei USD 41,57.

Be­reits Ende März war das US-Mo­bi­li­täts­un­ter­neh­men Lyft an die Bör­se in New York ge­gan­gen und hat seit­dem er­heb­lich an Bör­sen­wert ver­lo­ren.


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thyssenkrupp

Lie­be Bör­sia­ner,

der Vor­stand der thys­sen­krupp AG geht nach jüngs­ten Ge­sprä­chen mit der eu­ro­päi­schen Wett­be­werbs­kom­mis­si­on da­von aus, dass ein ge­plan­tes Joint Ven­ture mit Tata Steel Eu­ro­pe zu den Stahl­ak­ti­vi­tä­ten nicht ge­neh­migt wird. Die stra­te­gi­schen Op­tio­nen für das Un­ter­neh­men wur­den dar­auf­hin grund­le­gend neu be­wer­tet mit dem Ziel, die ope­ra­ti­ve Leis­tungs­fä­hig­keit ent­schei­dend zu ver­bes­sern.

Die bis­her ge­plan­te Auf­tei­lung von thys­sen­krupp in ei­nen In­dus­trie- und Werk­stoff-Kon­zern wur­de da­mit ab­ge­sagt und gleich­zei­tig soll die Auf­zugs­spar­te an die Bör­se ge­bracht wer­den.

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de Gui­do Kerk­hoff räum­te ein, dass jetzt die Ge­schäfts­pro­gno­sen nicht mehr zu hal­ten sind und des­halb rund 6.000 Stel­len in den nächs­ten drei Jah­ren ge­stri­chen wer­den müs­sen (da­von 4.000 in Deutsch­land).

In der Zwi­schen­zeit ha­ben Vor­stand und Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter eine Grund­la­gen­ver­ein­ba­rung zur stra­te­gi­schen Wei­ter­ent­wick­lung er­zielt.

Die Ak­tie von thys­sen­krupp sprang dar­auf­hin ges­tern in Frank­furt um 28,2 % nach oben auf den Schluss­kurs von EUR 14,40.


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