Charts für 1. Halbjahr 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat jetzt die Charts der ganz grund­le­gen­den In­di­zes aus Deutsch­land und den USA für das 1. Halb­jahr 2018 zu­sam­men­ge­fasst:

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Bericht: KW 27 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

die glo­ba­len Ak­ti­en­märk­te ha­ben sich nach zwei recht ver­lust­rei­chen Wo­chen jetzt in der letz­ten Wo­che KW 27 end­lich wie­der et­was er­holt !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 schliesst bei 12.496 Punk­ten, steigt da­mit auf Wo­chen­sicht um 1,5 % und steht YTD noch bei -3,3 %. Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­des Dow Jo­nes 30 en­det bei 24.456 Punk­ten, steigt eben­falls um 0,8 % und steht YTD noch im Mi­nus bei -1,1 %. Bei­de Vo­la­ti­li­tä­ten sind klar ge­fal­len und no­tie­ren ak­tu­ell in Deutsch­land bei 13,0 % so­wie in den USA bei 21,1 % über dem Wert vom Jah­res­an­fang.

Der Dax 30 steht noch rund 250 Punk­te un­ter der GD 200-Li­nie und gleich­zei­tig der GD 50-Li­nie. Bes­ser steht es hier um den Dow Jo­nes 30, der sei­ne GD 200-Li­nie nach oben ge­kreuzt hat und noch leicht un­ter der GD 50-Li­nie ver­bleibt.

In der ver­gan­ge­nen Wo­che um über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Kur­se von RWE (+13,0 %), Nordex (+11.6 %) und ISRA Vi­si­on (+10,3 %).

Bio­gen klet­tert zwi­schen­zeit­lich auf über 367 USD we­gen po­si­ti­ver Stu­di­en­ergeb­nis­se für ei­nen neu­en Alz­hei­mer-Wirk­stoff. Da­ge­gen fällt Glen­core aus­ge­löst durch US-Er­mitt­lun­gen auf­grund von Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fen in Afri­ka auf bis zu 3,44 EUR in Frank­furt.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) geht noch­mals leicht von 0,33 % auf 0,30 % zu­rück. Auch die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) fällt wei­ter von 2,86 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 2,83 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar ei­nen wei­te­ren Schritt um 0,6 % teu­rer und liegt ak­tu­ell bei 1,1724.

Die Fein­un­ze Gold ver­teu­ert sich wie­der um 0,4 % auf 1.255,35 USD. Und tat­säch­lich sinkt nun die Öl­sor­te Brent um 2,3 % auf 77,29 USD und steht YTD da­mit noch 15,6 % im grü­nen Be­reich.

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1. TOP & FLOP

Die TOPs & FLOPs im ers­ten Halb­jahr 2018 sind:

• Sar­to­ri­us (+62 %)
• Wire­card (+48 %)
• Puma (+42 %)
• Ne­met­schek (+39 %)
• De­li­very Hero (+38 %)

• Stein­hoff (-74 %)
• Os­ram (-52 %)
• Dia­log Se­mi­con­duc­tor (-50 %)
• Ce­co­no­my (-42 %)
• Deut­sche Bank (-41 %)

Net­flix stei­gen im ers­ten Halb­jahr so­gar um sat­te 104 % !

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2. The­men der Wo­che

Die gros­se Ko­ali­ti­on in Ber­lin ei­nigt sich nach wo­chen­lan­gen Dis­kus­sio­nen auf kon­kre­te wei­te­re Schrit­te ei­ner ge­mein­sa­men Flücht­lings­po­li­tik. Da­mit scheint die sehr erns­te Re­gie­rungs­kri­se in Deutsch­land be­en­det zu sein.

Ein glo­ba­ler Han­dels­krieg ist seit Frei­tag noch wahr­schein­li­cher ge­wor­den: die USA be­le­gen be­stimm­te Tech­no­lo­gie­gü­ter aus Chi­na mit 25 % Ein­fuhr­zöl­len und Chi­na hat zeit­gleich wei­te­re Ein­fuhr­zöl­le auf aus­ge­wähl­te Gü­ter (z.B. So­ja­boh­nen) aus den USA um­ge­setzt. Dar­über hin­aus den­ken bei­de Län­der of­fen­sicht­lich noch über wei­te­re Zoll­schran­ken und Be­schrän­kun­gen bei In­ves­ti­tio­nen nach. Par­al­lel plant auch die EU wohl neue Ein­fuhr­zöl­le auf Stahl­pro­duk­te, um die hei­mi­sche In­dus­trie vor zu­sätz­li­chen Im­por­ten aus Chi­na, etc. zu schüt­zen.

Die Ar­beits­lo­sen-Quo­te in den USA ist im Juni von 3,8 % auf 4,0 % ge­stie­gen.

Der In­ter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fond schreibt in sei­nem Kon­junk­tur­be­richt über Deutsch­land und pro­gnos­ti­ziert das Brut­to­in­lands­pro­dukt auf 2,2 % in 2018 und 2,1 % in 2019:

… Germany’s eco­no­mic per­for­mance has been im­pres­si­ve, with growth ri­sing to 2.5 per­cent in 2017. The cur­rent upswing pres­ents a gol­den op­por­tu­ni­ty for bol­der ac­tion to ad­dress the country’s me­di­um-term chal­len­ges and shape a brigh­ter fu­ture, said the IMF in its la­test an­nu­al as­sess­ment of the eco­no­my …

Jian Wang, Ver­wal­tungs­rats­chef des chi­ne­si­schen HNA-Kon­zerns ist in Frank­reich lei­der töd­lich ver­un­glückt. HNA ist Gross­ak­tio­när bei der Deut­schen Bank.

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3. Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 27/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 301,5 %-3,3 %
M-Dax0,4 %-0,9 %
T-Dax2,7 %9,3 %
USA:
Dow Jo­nes 300,8 %-1,1 %
Nasdaq C.2,4 %11,4 %
Frank­reich1,0 %1,2 %
Gross­bri­tan­ni­en-0,2 %-0,9 %
Ös­ter­reich0,2 %-4,6 %
Schweiz1,1 %-7,3 %
Ja­pan-2,3 %-4,3 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-10,1 %13,0 %
USA-16,9 %21,1 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,6 %-2,2 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)0,4 %-3,2 %
Öl:
Brent (USD)-2,3 %15,6 %

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4. Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der kom­men­den Wo­che fin­den die deutsch-chi­ne­si­schen Re­gie­rungs­kon­sul­ta­tio­nen statt. Es wird span­nend sein zu se­hen, wie die mit der Aus­sicht auf neue EU-Zöl­le auf chi­ne­si­schen Stahl ab­lau­fen wer­den.

Aus­ser­dem be­ginnt in den USA die nächs­te Be­richts­sai­son. Und für Deutsch­land gibt es neue ZEW-Kon­junk­tur­er­war­tun­gen.

Trotz al­ler War­nun­gen vor ei­ner wei­te­ren Es­ka­la­ti­on in den ak­tu­el­len Han­dels­strei­tig­kei­ten wird den glo­ba­len Ak­ti­en­märk­ten im zwei­ten Halb­jahr noch ein ge­wis­ses Ge­winn­po­ten­zi­al zu­ge­traut.

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Bericht: KW 26 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

die glo­ba­len Ak­ti­en­märk­te ha­ben die­se Wo­che KW 26 wie­der­um deut­lich in rot ge­schlos­sen !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 fällt auf nur noch 12.306 Punk­te, ver­liert da­mit wei­te­re 2,2 % und liegt YTD jetzt so­gar bei -4,7 %. Auch der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 fällt wei­ter auf nun 24.271 Punk­te, ver­liert so­mit noch­mal 1,3 % und steht YTD mit -1,8 % im ro­ten Be­reich. Die Vo­la­ti­li­tä­ten sind deut­lich an­ge­stie­gen und no­tie­ren in Deutsch­land bei 26,0 % und in den USA so­gar bei 45,7 % über dem Wert zu Jah­res­be­ginn.

Der Dax 30 liegt mit rund 500 Punk­ten er­heb­lich un­ter sei­ner GD 200-Line und gleich­zei­tig der GD 38-Li­nie. Der Dow Jo­nes 30 hängt leicht un­ter­halb der GD 38-Li­nie und liegt eben­falls rund 500 Punk­te un­ter der GD 200-Li­nie.

In der letz­ten Wo­che um über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die No­tie­run­gen von Os­ram (-24,8 %), 1&1 Dril­lisch (-17,5 %), Fiel­mann (-16,2 %), United In­ter­net (-12,8 %) so­wie Wal­greens Boots Al­li­an­ce (-13,2 %). Wal­greens Boots Al­li­an­ce ist ja der neue Wert im Dow Jo­nes 30 und hat­te dort Ge­ne­ral Elec­tric er­setzt.

Deut­sche Bank fällt zwi­schen­zeit­lich auf 8,76 EUR.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) geht wei­ter leicht von 0,35 % auf 0,33 % zu­rück. Auch die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) fällt von 2,92 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 2,86 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar ganz leicht um 0,1 % teu­rer und liegt ak­tu­ell bei 1,1658.

Die Fein­un­ze Gold ver­bil­ligt sich noch­mals um wei­te­re 1,5 % auf 1.250,45 USD. Wie er­war­tet klet­tert die Öl­sor­te Brent um noch­mals 4,8 % auf 79,12 USD und steht jetzt YTD 18,3 % im Plus.

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The­men der Wo­che

Die Staats- und Re­gie­rungs­chefs der Eu­ro­päi­schen Uni­on ha­ben sich bei Ih­rem re­gel­mäs­si­gen Tref­fen des Eu­ro­päi­schen Ra­tes (EU-Gip­fel) of­fen­bar auf Leit­li­ni­en zur ge­mein­sa­men Asyl­po­li­tik ver­stän­digt. Die Re­form der Wäh­rungs­uni­on in der Eu­ro­zo­ne kommt da­ge­gen kaum vor­an. Es gab kei­ne nen­nens­wer­ten Fort­schrit­te bei den The­men wie Ban­ken­uni­on, Kri­sen­fond ESM und Euro-Haus­halt.

Die USA ver­stär­ken ihre Be­mü­hun­gen, den Zu­gang von aus­län­di­schen In­ves­to­ren auf sen­si­ble Tech­no­lo­gie­be­rei­che zu be­schrän­ken. Dazu sol­len die Be­fug­nis­se der Re­gie­rungs­kom­mis­si­on CFI­US (The Com­mit­tee on For­eign In­vest­ment in the United Sta­tes) er­wei­tert wer­den.

U.S. De­part­ment of the Trea­su­ry: CFI­US

Das Brut­to­in­lands­pro­dukt für Q1 in den USA liegt nur bei 2,0 % auf an­nua­li­sier­ter Ba­sis nach noch 2,2 % aus der letz­ten Schät­zung.

Nach vor­läu­fi­gen Da­ten lie­gen die In­fla­ti­ons­ra­ten für Juni in Deutsch­land bei 2,1 % bzw. in der Eu­ro­zo­ne bei 2,0 % ge­gen­über dem Vor­jahr und er­rei­chen da­mit for­mal den an­ge­streb­ten Ziel­kor­ri­dor der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank. Al­ler­dings wird dort viel­mehr auf die so­ge­nann­te Kern­in­fla­ti­ons­ra­te ge­ach­tet, die wei­ter­hin deut­lich nied­ri­ger ist.

Die Ar­beits­lo­sen­quo­te in Deutsch­land fällt im Juni auf noch 5,0 % und da­mit auf den bis­her nied­rigs­ten Wert seit der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung.

Das ifo Ge­schäfts­kli­ma ist im Juni wie­der leicht zu­rück­ge­gan­gen auf 101,8 Punk­te. Die ak­tu­el­le Ge­schäfts­la­ge hat sich ver­schlech­tert, die Ge­schäfts­er­war­tun­gen sind aber sta­bil ge­blie­ben.

Und das US-Ver­brau­cher­ver­trau­en geht eben­falls wie­der zu­rück um 2,4 auf nun 126,4 Punk­te.

Die US-ame­ri­ka­ni­sche Toch­ter­ge­sell­schaft der Deut­schen Bank fällt als ein­zi­ge Bank durch den Stress­test der Fe­deral Re­ser­ve. Dies könn­te un­ter an­de­rem dazu füh­ren, das sie kei­ne Ge­win­ne mehr an den Mut­ter­kon­zern über­wei­sen darf.

Face­book klet­tert kurz­zei­tig wie­der über 200 USD.

No­var­tis be­ab­sich­tigt, sei­ne teu­er zu­ge­kauf­te Spar­te Au­gen­heil­kun­de an die Bör­se zu brin­gen.

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 fei­ert heu­te sei­nen 30. Ge­burts­tag. Am 1. Juli 1988 wur­de er erst­mals no­tiert und im No­vem­ber 1997 be­gann auch der Xe­tra-Han­del.

HAP­PY BIR­TH­DAY !

Sein US-ame­ri­ka­ni­sches Pen­dant ist al­ler­dings schon über 120 Jah­re alt.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 26/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 30-2,2 %-4,7 %
M-Dax-2,1 %-1,3 %
T-Dax-3,9 %6,4 %
USA:
Dow Jo­nes 30-1,3 %-1,8 %
Nasdaq C.-2,4 %8,8 %
Frank­reich-1,2 %0,2 %
Gross­bri­tan­ni­en-0,6 %-0,7 %
Ös­ter­reich-0,9 %-4,8 %
Schweiz-0,1 %-8,3 %
Ja­pan-0,9 %-2,0 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land12,7 %26,0 %
USA16,8 %45,7 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,1 %-2,8 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-1,5 %-3,6 %
Öl:
Brent (USD)4,8 %18,3 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

Die kom­men­den Tage wer­den be­stimmt sein von den Schluss­fol­ge­run­gen der Uni­ons­par­tei­en über die jüngs­ten Be­schlüs­se des Eu­ro­päi­schen Ra­tes zu Flücht­lings­fra­gen. Ent­schei­dend wird sein, ob sich CDU und CSU ei­ni­gen kön­nen und am Ende die ge­mein­sa­me Re­gie­rungs­ar­beit mit der SPD fort­set­zen.

Am 6. Juli wer­den die neu­en US-Im­port­be­schrän­kun­gen ge­gen­über Chi­na wirk­sam. Prä­si­dent Trump hat be­reits dar­über hin­aus­ge­hen­de Zöl­le in Höhe von bis zu USD 400 Mrd. an­ge­droht, soll­te Chi­na ent­spre­chen­de Ge­gen­mass­nah­men er­grei­fen.

Die Bör­sia­ner müs­sen jetzt wohl sehr auf­merk­sam sein.

Lei­der hilft die Fuss­ball-WM auch nicht mehr viel wei­ter.

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Bericht: KW 25 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

die glo­ba­len Ak­ti­en­märk­te ha­ben sich tief­rot in das Wo­chen­en­de ver­ab­schie­det !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 en­det bei nur 12.580 Punk­ten, fällt in der Wo­che um be­acht­li­che 3,3 % und liegt YTD mit -2,6 % klar im Mi­nus. Der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 schliesst auch nur bei 24.581 Punk­ten, ver­liert in der Wo­che eben­falls 2,0 % und steht jetzt YTD mit -0,6 % leicht im Mi­nus. Die Vo­la­ti­li­tä­ten lie­gen zur Zeit aber nur leicht hö­her als zu Be­ginn des Jah­res.

Der Dax 30 liegt rund 200 Punk­te un­ter der GD 200-Li­nie und so­gar rund 250 Punk­te un­ter sei­ner GD 38-Li­nie. Der Dow Jo­nes 30 be­wegt sich so­wohl leicht ober­halb der GD 200-Li­nie als auch leicht un­ter­halb der GD 38-Li­nie.

In der letz­ten Wo­che um über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Wer­te von Ce­co­no­my (-12,7 %), Dürr (-10,3 %), Aix­tron (-10,3 %) so­wie Star­bucks (-10,4 %).

TAG Im­mo­bi­li­en stie­gen auf über 19 EUR. Und Net­flix klet­tert auf über 423 USD.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) geht von 0,39 % in der Vor­wo­che auf 0,35 % zu­rück. Da­ge­gen bleibt die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) wei­ter­hin sta­bil bei 2,92 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar um 0,4 % teu­rer und liegt ak­tu­ell bei 1,1648.

Die Fein­un­ze Gold ver­bil­ligt sich um wei­te­re 1,3 % auf 1.269,15 USD. Da­ge­gen steigt die Öl­sor­te Brent wie­der merk­lich um 3,5 % auf 75,53 USD.

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The­men der Wo­che

Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on hat am 22. Juni nun tat­säch­lich neue Im­port-Zöl­le auf be­stimm­te US-Pro­duk­te wie Jeans, Erd­nuss­but­ter und Mo­tor­rä­der in Höhe von EUR 2,8 Mrd. in Kraft ge­setzt als un­mit­tel­ba­re Re­ak­ti­on auf die be­reits seit 1. Juni gel­ten­den Im­port­zöl­le für Stahl und Alu­mi­ni­um. Die­se wur­den sehr be­wusst ge­wählt und zie­len un­ter an­de­rem auf lo­ka­le In­dus­tri­en in Wahl­krei­sen von be­kann­ten Re­pu­bli­ka­nern (z.B. auf den Mehr­heits­füh­rer der Re­pu­bli­ka­ner im Se­nat Mitch Mc­Con­nell in Ken­tu­cky):

Pres­se­mit­tei­lung der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on vom 20. Juni 2018

Die Re­ak­ti­on des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten kam prompt per Twit­ter:
…Ba­sed on the Ta­riffs and Tra­de Bar­ri­ers long pla­ced on the U.S & its gre­at com­pa­nies and workers by the Eu­ropean Uni­on, if the­se Ta­riffs and Bar­ri­ers are not soon bro­ken down and re­mo­ved, we will be pla­cing a 20 % Ta­riff on all of their cars co­m­ing into the U.S. Build them here!…

Gleich­zeitg dro­hen die USA wei­te­re Im­port­be­schrän­kun­gen ge­gen­über Chi­na an in Höhe von bis zu 400 USD Mrd. Ent­spre­chend hat Chi­na auch so­fort Ge­gen­mass­nah­men an­ge­kün­digt, die zum Bei­spiel die Ein­fuhr von ame­ri­ka­ni­schen Au­tos be­tref­fen könn­ten.

Die deut­sche Wirt­schaft be­fin­det sich in ei­ner vier­fa­chen Zwick­müh­le. Ers­tens wer­den die Ein­fuh­ren in die USA mit den zu­sätz­li­chen Zöl­len be­las­tet. Zwei­tens wer­den die Roh­stof­fe Stahl und Alu­mi­ni­um für die Pro­duk­ti­ons­stät­ten von Daim­ler, BMW, etc. in den USA teu­rer, drit­tens wer­den die Ex­por­te von in den USA her­ge­stell­ten Pro­duk­ten nach Chi­na durch de­ren Zöl­le ver­teu­ert und vier­tens dürf­ten sich die­se neu­en Han­dels­hemm­nis­se deut­lich ne­ga­tiv auf die Welt­kon­junk­tur ins­ge­samt aus­wir­ken.

Daim­ler hat be­reits sei­ne Ge­winn­pro­gno­se ge­senkt.

Drei füh­ren­de Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tu­te (ifo, RWI und DIW) ha­ben ihre Pro­gno­sen für Deutsch­land schon deut­lich re­du­ziert auf nur noch 1,8 % bzw. 1,9 % für das lau­fen­de Jahr.

Zu­letzt muss jetzt das eins­ti­ge Vor­zei­ge-Un­ter­neh­men Ge­ne­ral Elec­tric den US-ame­ri­ka­ni­schen In­dex Dow Jo­nes nach über 110 Jah­ren ver­las­sen. Er­setzt wird der Wert durch die gros­se Dro­ge­rie- und Apo­the­ken­ket­te Wal­greens Boots Al­li­an­ce.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 25/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 30-3,3 %-2,6 %
M-Dax-2,0 %0,8 %
T-Dax-2,3 %10,7 %
USA:
Dow Jo­nes 30-2,0 %-0,6 %
Nasdaq C.-0,7 %11,4 %
Frank­reich-2,1 %1,4 %
Gross­bri­tan­ni­en0,6 %-0,1 %
Ös­ter­reich-1,9 %-3,9 %
Schweiz-0,3 %-8,2 %
Ja­pan-1,5 %-1,1 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land19,2 %11,8 %
USA14,9 %24,7 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,4 %-2,9 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-1,3 %-2,1 %
Öl:
Brent (USD)3,5 %13,0 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der kom­men­den Wo­che wird sich der EU-Gip­fel mit den The­men Mi­gra­ti­on und Re­for­men zu Euro-Ret­tungs­fonds, Ban­ken­uni­on und Eu­ro­zo­nen-Haus­halt be­schäf­ti­gen.

Gleich­zei­tig strei­tet die Ko­ali­ti­on in Ber­lin wei­ter über be­stimm­te As­pek­te des so­ge­nann­ten Asyl-Mas­ter­plans.

Und die Han­dels­strei­tig­kei­ten mit den USA be­gin­nen, sich kon­kret aus­zu­wir­ken. Of­fen­bar hat die deut­sche Au­to­mo­bil­in­dus­trie dem US-Bot­schaf­ter Ri­chard Grenell wohl ei­nen ei­ge­nen Vor­schlag zu ge­gen­sei­ti­gen Ein­fuhr­zöl­len für Au­to­mo­bi­le un­ter­brei­tet. Man darf ge­spannt sein, ob die US-Re­gie­rung dar­auf re­agiert.

Die Aus­sich­ten sind deut­lich ein­ge­trübt.

Aber trotz al­ler Sor­gen­fal­ten nicht ver­ges­sen:
Mitt­woch ab 16.00 Uhr spielt Deutsch­land ge­gen Süd­ko­rea bei der Fuss­ball-WM.

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Bericht: KW 24 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

der deut­sche Ak­ti­en­markt hat sich nach der ak­tu­el­len EZB-Ent­schei­dung zum Ende der letz­ten Wo­che deut­lich ver­bes­sert !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 schliesst bei 13.011 Punk­ten, klet­tert in der Wo­che um 1,9 % und liegt seit Jah­res­be­ginn nun so­gar mit 0,7 % im Plus. Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 schliesst bei 25.090 Punk­ten, ver­liert auf Wo­chen­sicht 0,9 % und steht seit An­fang des Jah­res noch mit 1,5 % im Plus. Die Vo­la­ti­li­tät in Deutsch­land liegt ak­tu­ell so­gar nied­ri­ger als zum Jah­res­be­ginn.

Der Dax 30 liegt im­mer noch nah an sei­ner GD 200-Li­nie. Seit rund 1,5 Jah­ren pen­delt er da­mit in ei­nem Band zwi­schen 12.000 und 13.500 Punk­ten.

In der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che um rund 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Kur­se von ISRA Vi­si­on und S+T (bei­de +9,9 %). In den USA stei­gen Net­flix um 10,1 % und Tes­la um 12,6 %.

So­wohl der T-Dax als auch der Nasdaq C. er­reich­ten am Don­ners­tag ein neu­es All­zeit­hoch. SAP klet­tert am Frei­tag auf über EUR 105 und mar­kiert da­mit eben­falls ein All­zeit­hoch.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt von 0,44 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 0,39 %. Da­ge­gen bleibt die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) sta­bil zur Vor­wo­che bei 2,92 %.

Ein Euro wird zum US-Dol­lar um 1,3 % bil­li­ger und liegt ak­tu­ell bei 1,1596.

Die Fein­un­ze Gold ver­bil­ligt sich um 1,0 % auf 1.285,25 USD. Und die Öl­sor­te Brent fällt deut­lich um 4,4 % auf 73,00 USD.

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High­lights der Wo­che

Die ak­tu­el­len ZWE-Kon­junk­tur­er­war­tun­gen für Deutsch­land sind jetzt auf den nied­rigs­ten Stand seit Sep­tem­ber 2012 ge­fal­len.

Selbst die Deut­sche Bun­des­bank re­du­zier­te ihre Kon­junk­tur­pro­gno­se für Deutsch­land um 0,5 % auf ak­tu­ell 2,0 %. Für das nächs­te Jahr rech­net sie nun mit 1,9 % und für 2020 mit 1,6 %.

Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on wird ab dem 1. Juli neue Im­port-Zöl­le auf be­stimm­te Pro­duk­te aus den USA ein­füh­ren als Re­ak­ti­on auf die nun gel­ten­den Im­port­zöl­le der USA auf Alu­mi­ni­um und Stahl.

Aus­ser­dem hat der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Im­port-Zöl­le auf chi­ne­si­sche Tech­no­lo­gie­pro­duk­te in Höhe von USD 50 Mrd. ver­hängt. Die chi­ne­si­sche Re­gie­rung hat dar­auf­hin die be­reits schon er­ziel­ten Er­geb­nis­se in den lau­fen­den Han­dels­ge­sprä­chen zwi­schen Chi­na und den USA als un­wirk­sam be­zeich­net und ent­spre­chen­de Ge­gen­mass­nah­men in glei­cher Höhe an­ge­kün­digt.

Die US-ame­ri­ka­ni­sche No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve er­höh­te den Leit­zins noch­mals leicht auf eine Span­ne von jetzt 1,75–2,0 %.

In Eu­ro­pa wird die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank das lau­fen­de An­lei­hen-Kauf­pro­gramm in Höhe von EUR 30 Mrd. pro Mo­nat jetzt in zwei Schrit­ten bis Ende 2018 tat­säch­lich be­en­den. Aus­lau­fen­de An­lei­hen sol­len aber wei­ter­hin noch er­setzt wer­den.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 24/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 301,9 %0,7 %
M-Dax1,1 %2,9 %
T-Dax2,1 %13,2 %
USA:
Dow Jo­nes 30-0,9 %1,5 %
Nasdaq C.1,3 %12,2 %
Frank­reich1,0 %3,6 %
Gross­bri­tan­ni­en-0,6 %-0,7 %
Ös­ter­reich0,0%-2,1 %
Schweiz1,5 %-7,9 %
Ja­pan0,7 %0,4 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-16,0 %-6,2 %
USA-1,6 %8,5 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-1,3 %-3,3 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)-1,0 %-0,9 %
Öl:
Brent (USD)-4,4 %9,2 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

Die nächs­ten Wo­chen wer­den wei­ter ge­prägt sein durch die viel­sei­ti­gen Han­dels­strei­tig­kei­ten mit den USA, die sich di­rekt und in­di­rekt auf Deutsch­land aus­wir­ken kön­nen.

Aus­ser­dem scheint der ak­tu­el­le Streit in­ner­halb der Uni­on von CDU/CSU zu ein­zel­nen As­pek­ten des Asyl-Mas­ter­plans zu es­ka­lie­ren. Die­ser hat ho­hes Po­ten­zi­al, die jet­zi­ge Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on stark zu be­ein­träch­ti­gen.

Es wird lang­sam un­ge­müt­lich.

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Bericht: KW 23 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

der deut­sche Ak­ti­en­markt hat sich in der letz­ten Wo­che vor dem G7-Gip­fel kaum be­wegt !

Der Leit­in­dex Dax 30 schliesst bei 12.767 Punk­ten, steigt in der Wo­che nur um 0,3 % und liegt seit Jah­res­be­ginn mit -1,2 % leicht im Mi­nus. Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex Dow Jo­nes 30 schliesst bei 25.317 Punk­ten, ge­winnt auf Wo­chen­sicht im­mer­hin 2,8 % und steht seit An­fang des Jah­res nun 2,4 % im Plus. Die Vo­la­ti­li­tät in Deutsch­land und den USA ver­rin­gert sich wei­ter und liegt auf dem Ni­veau zum Jah­res­be­ginn.

Der Dax 30 liegt wei­ter­hin nah an der GD 200-Li­nie und auch der GD 38-Li­nie.

In der Wo­che über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Kur­se von Wa­cker Che­mie (-17,0 %) und SMA So­lar Tech­no­lo­gy (-14,0 %).

Der G7-Gip­fel in Ka­na­da mach­te die ak­tu­el­len Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen den USA und den üb­ri­gen 6 Län­dern Deutsch­land, Frank­reich, Gross­bri­tan­ni­en, Ita­li­en, Ka­na­da und Ja­pan mehr als deut­lich und en­de­te in ei­nem Eklat. Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Trump reis­te be­reits vor­zei­tig nach Sin­ga­pur zur Vor­be­rei­tung des Tref­fens mit dem nord­ko­rea­ni­schen Macht­ha­ber Kim ab und zog sei­ne Zu­stim­mung zu der G7-Ab­schluss­erklä­rung nach­träg­lich per Twit­ter zu­rück:

… Ba­sed on Justin´s fal­se state­ments at his news con­fe­rence, and the fact that Ca­na­da is char­ging mas­si­ve Ta­riffs to our US far­mers, workers and com­pa­nies, I have in­st­ruc­ted our U.S. Reps not to en­dor­se the Com­mu­ni­que as we look at Ta­riffs on au­to­mo­bi­les floo­ding the U.S. Mar­ket! …

Das Han­dels­bi­lanz­de­fi­zit der USA lag 2017 bei 863 MRD USD. Dies möch­te die ame­ri­ka­ni­sche Re­gie­rung re­du­zie­ren wäh­rend die üb­ri­gen Han­dels­part­ner wei­te­re Zöl­le als un­recht­mäs­sig an­se­hen.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) steigt von 0,38 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 0,44 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) steigt eben­falls von 2,88 % auf 2,92 %.

Der Euro wird zum US-Dol­lar um 0,7 % teu­rer und liegt ak­tu­ell bei 1,1754.

Die Fein­un­ze Gold ver­teu­ert sich um 0,3 % auf 1.298,25 USD. Da­ge­gen fällt die Öl­sor­te Brent um -0,5 % auf 76,34 USD.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 23/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 300,3 %-1,2 %
M-Dax0,5 %1,8 %
T-Dax0,4 %10,9 %
USA:
Dow Jo­nes 302,8 %2,4 %
Nasdaq C.1,2 %10,8 %
Frank­reich-0,3 %2,6 %
Gross­bri­tan­ni­en-0,3 %-0,1 %
Ös­ter­reich-0,2 %-2,1 %
Schweiz-1,3 %-9,3 %
Ja­pan2,4 %-0,3 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-4,4 %11,7 %
USA-9,5 %10,3 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,7 %-2,0 %
Gold:
Fein­un­ze (USD)0,3 %0,1 %
Öl:
Brent (USD)-0,5 %14,2 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

Wich­tigs­te The­men der kom­men­den Wo­che wer­den si­cher­lich die Fol­gen des G7-Gip­fels sein in Be­zug auf die Han­dels­strei­tig­kei­ten und das G7-For­mat an sich. Par­al­lel dürf­ten die Er­geb­nis­se des Tref­fens der Shang­hai­er Or­ga­ni­sa­ti­on für Zu­sam­men­ar­beit (SCO) im chi­ne­si­schen Qing­dao in­ter­es­sant sein.

Am Mitt­woch kommt die US-No­ten­bank zu­sam­men und am Don­ners­tag die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank. Bei­de Tref­fen wer­den wei­te­re Er­kennt­nis­se über die wei­te­ren Zins­schrit­te in den USA und das ge­plan­te Aus­lau­fen der An­lei­he­käu­fe in Eu­ro­pa brin­gen.

Deut­sche und eu­ro­päi­sche Kon­junk­tur­in­di­ka­to­ren zei­gen ak­tu­ell ein ge­misch­tes Bild und der deut­sche Leit­in­dex pen­delt seit rund ei­nem Jahr zwi­schen 12.000 und 13.500 Punk­ten. Die sich ab­zeich­nen­den Han­dels­kon­flik­te mit den USA ha­ben ganz er­heb­li­ches Po­ten­zi­al, sich wei­ter ne­ga­tiv aus­zu­wir­ken.

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Bericht: KW 19 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

in der letz­ten Wo­che ha­ben die Ak­ti­en­kur­se welt­weit klar hin­zu­ge­won­nen !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 schliesst mit 13.001 Punk­ten, legt da­mit auf Wo­chen­sicht 1,4 % zu und steht seit Jah­res­be­ginn wie­der im Plus bei 0,6 %. Der US-ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes 30 klet­tert so­gar um 2,3 % und er­reicht da­mit in die­sem Jahr auch ein leich­tes Plus mit 0,5 %. Die Vo­la­ti­li­tät so­wohl in Deutsch­land als auch in den USA hat sich wei­ter re­du­ziert.

Über 10 % ver­än­dert ha­ben sich die Kur­se von Aix­tron (+11,1 %), Jen­op­tik (+13,9 %) und SLM So­lu­ti­ons (+11,2 %).

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag hat der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent den Aus­stieg aus dem Atom-Ab­kom­men mit dem Iran und kur­ze Zeit spä­ter die ers­ten neu­en Sank­tio­nen be­kannt­ge­ge­ben. Fir­men müs­sen in­ner­halb von 180 Ta­gen ihre lau­fen­den Ge­schäf­te mit dem Iran be­en­den, um nicht selbst mit Sank­tio­nen der USA be­legt zu wer­den.

Die Frist der Aus­nah­me­re­ge­lung von US-Zöl­len auf Stahl und Alu­mi­ni­um aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on läuft am 1. Juni aus.

Die deut­schen Ex­por­te fal­len im März um 1,8 % zum Vor­jahr, die Im­por­te so­gar um 2,3 %.

Die Ver­brau­cher­prei­se in den USA stei­gen um 2,5 % in den letz­ten 12 Mo­na­ten und nä­hern sich da­mit der Ziel­mar­ke der No­ten­bank Fed an.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt leicht von 0,55 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 0,54 %. Da­ge­gen steigt die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) wie­der von 2,94 % auf 2,97 % an und bleibt wei­ter­hin nah an der 3 %-Mar­ke.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance 19/20181 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 301,4 %0,6 %
M-Dax1,2 %1,9 %
T-Dax3,1 %9,9 %
USA:
Dow Jo­nes 302,3 %0,5 %
Nasdaq C.2,7 %7,2 %
Frank­reich0,5 %4,3 %
Gross­bri­tan­ni­en2,1 %0,5 %
Ös­ter­reich2,1 %3,0 %
Schweiz1,0 %-4,1 %
Ja­pan1,3 %0,0 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-5,4 %0,0 %
USA-14,4 %14,6 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-0,3 %-0,5 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der kom­men­den Wo­che wer­den die ers­ten Schät­zun­gen zum Brut­to­in­lands­pro­dukt Q1 2018 für Deutsch­land, Eu­ro­pa und die Eu­ro­zo­ne ver­öf­fent­licht.

Aus­ser­dem kom­men die ZEW Kon­junk­tur­er­war­tun­gen und die In­fla­ti­ons­ra­te für Deutsch­land.

Für Eu­ro­pa und die Eu­ro­zo­ne gibt es dann noch Da­ten zur In­fla­ti­on und zum Aus­sen­han­del.

In­ter­es­san­ter­wei­se ha­ben die deut­schen Ak­ti­en in den letz­ten Wo­chen ein po­si­ti­ves Mo­men­tum ge­won­nen trotz der po­li­ti­schen Groß­wet­ter­la­ge.

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Dax 13.000

Lie­be Bör­sia­ner,

der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag mit 13.001 Punk­ten erst­mals seit dem 1. Fe­bru­ar wie­der über 13.000 Punk­ten ge­schlos­sen.

Die Kurs­ent­wick­lung im De­tail:

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Aktien-Indikator IV

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat ei­nen Ein­fluss­fak­tor und in Fol­ge den Ak­ti­en-In­di­ka­tor selbst an­ge­passt !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­zeich­net seit Jah­res­be­ginn end­lich wie­der ei­nen leich­ten Kurs­ge­winn (0,2 %) und hat die GD 200-Li­nie nach oben ge­kreuzt.

Der Aus­stieg der USA aus dem Atom-Ab­kom­men mit dem Iran wirkt sich bis­her kaum auf die Ak­ti­en­kur­se aus. Die bis­he­ri­ge Aus­nah­me­re­ge­lung von Im­port­zöl­len der USA auf Stahl und Alu­mi­ni­um aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on wur­de bis zum 1. Juni ver­län­gert.

Der Ein­fluss­fak­tor Kurs­trend ver­bes­sert sich wie­der von ROT auf GELB. Da­mit wech­selt auch der Ak­ti­en-In­di­ka­tor von ROT zu­rück auf GELB.

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Bericht: KW 18 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

in der ver­gan­ge­nen Wo­che ha­ben vor al­lem die deut­schen Ak­ti­en­kur­se wie­der klar zu­ge­legt !

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­bes­sert sich auf Wo­chen­sicht um 1,9 % und liegt jetzt seit Jah­res­be­ginn nur noch bei -0,8 %. Da­ge­gen ver­liert der US-ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes 30 leicht mit -0,2 % und ver­bleibt seit Jah­res­an­fang bei -1,8 %. Die Vo­la­ti­li­tät am deut­schen Ak­ti­en­markt nä­hert sich wie­der dem Wert zu Be­ginn des Jah­res. Nur am US-ame­ri­ka­ni­schen Markt ist die Vo­la­ti­li­tät noch spür­bar hö­her als An­fang Ja­nu­ar.

Über 10 % ge­stie­gen sind Pfeif­fer Va­cu­um und Ap­ple.

In der Wo­che hat der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent die Frist der Aus­nah­me­re­ge­lung von US-Zöl­len auf Stahl und Alu­mi­ni­um aus der EU nur um ei­nen Mo­nat auf den 1. Juni ver­län­gert.

Da­ge­gen hat die US-No­ten­bank Fed noch kei­ne wei­te­re Zins­an­he­bung be­schlos­sen.

Die Ar­beits­lo­sen-Quo­te in Eu­ro­pa liegt ak­tu­ell bei 7,1 % (Vor­jahr: 7,9 %) so­wie in der Eu­ro­zo­ne bei 8,5 % (Vor­jahr: 9,4 %). Und die Ar­beits­lo­sen-Quo­te in den USA fällt so­gar auf 3,9 %.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) sinkt von 0,58 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 0,55 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) fällt eben­so von 2,98 % auf 2,94 %, nach­dem die­se ge­gen Ende April ja be­reits die 3 %-Mar­ke über­schrit­ten hat­te.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance1 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 301,9 %-0,8 %
M-Dax2,0 %0,7 %
T-Dax2,7 %6,6 %
USA:
Dow Jo­nes 30-0,2 %-1,8 %
Nasdaq C.1,3 %4,4 %
Frank­reich0,6 %3,8 %
Gross­bri­tan­ni­en0,9 %-1,6 %
Ös­ter­reich-0,8 %0,8 %
Schweiz0,7 %-5,1 %
Ja­pan0,0 %-1,3 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-2,4 %5,7 %
USA-4,2 %33,8 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-0,8 %-0,2 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der fol­gen­den Wo­che gibt es dann fri­sche Zah­len zum Aus­sen­han­del in Deutsch­land so­wie zur Preis­ent­wick­lung in den USA.

Zum Ende der Wo­che wird die US-Re­gie­rung sehr wahr­schein­lich ihre Ent­schei­dung über das Atom-Ab­kom­men mit dem Iran be­kannt­ge­ben.

Die Han­dels­ge­sprä­che der USA so­wohl mit Chi­na als auch mit Eu­ro­pa über den Ab­bau von Im­port­be­schrän­kun­gen und den Aus­gleich von bi­la­te­ra­len Han­dels­bi­lanz­de­fi­zi­ten sind auch wei­ter­hin das be­stim­men­de The­ma.

Im­mer­hin ver­läuft die Be­richts­sai­son in den USA und Deutsch­land recht viel­ver­spre­chend.

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Bericht: KW 13 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

in der ver­kürz­ten Wo­che vor Os­tern ha­ben sich die glo­ba­len Ak­ti­en­kur­se ge­ne­rell er­holt.

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ge­winnt auf Wo­chen­sicht 1,8 % hin­zu und liegt für die­ses Jahr noch bei -6,4 %. Und der US-ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes 30 legt so­gar 2,4 % zu und steht seit Jah­res­be­ginn bei -2,5 %. Die Vo­la­ti­li­tä­ten für deut­sche und ame­ri­ka­ni­sche Ak­ti­en sind deut­lich zu­rück­ge­gan­gen.

Über 10 % ge­fal­len sind Dia­log Se­mi­con­duc­tor we­gen der Ab­hän­gig­keit von Ap­ple, Nordex, SMA So­lar und na­tür­lich Tes­la we­gen des Rück­rufs vom Mo­del S.

Der Eco­no­mic Sen­ti­ment In­di­ca­tor (ESI) für die Eu­ro­päi­sche Uni­on fällt zum drit­ten Mal in Fol­ge auf nun 112,5 Punk­te.

Das US-Ver­brau­cher­ver­trau­en (Con­fe­rence Board) ver­schlech­tert sich wie­der auf 127,7 Punk­te.

Das Gross Do­mestic Pro­duct (GDP) Q4 2017 in den USA ist um 2,9 % auf an­nua­li­sier­ter Ba­sis ge­wach­sen. Dies ent­spricht ei­nem Wachs­tum für das Ge­samt­jahr 2017 von 2,3 %.

Die Ver­brau­cher­prei­se in Deutsch­land stei­gen nach vor­läu­fi­ger Schät­zung um 1,6 %.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt wei­ter von 0,52 % in der Vor­wo­che auf ak­tu­ell 0,50 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) sinkt eben­falls von 2,82 % auf 2,77 %.

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Da­ten der Wo­che

Per­for­mance1 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
Dax 301,8 %-6,4 %
M-Dax1,5 %-2,3 %
T-Dax-2,4 %-1,4 %
USA:
Dow Jo­nes 302,4 %-2,5 %
Nasdaq C.-1,0 %2,3 %
Frank­reich1,4 %-2,7 %
Gross­bri­tan­ni­en2.0 %-8,2 %
Ös­ter­reich0,5 %0,2 %
Schweiz2,1 %-6,8 %
Ja­pan4,1 %-5,8 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land-15,0 %30,3 %
USA-19,7 %80,9 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,0 %2,6 %

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Aus­blick auf die nächs­te Wo­che

In der kom­men­den Wo­che gibt es am Mitt­woch die ak­tu­el­len Zah­len zum Ar­beits­markt so­wie vor­läu­fi­ge Da­ten (Flash) zur In­fla­ti­on für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne. Am Frei­tag wird dann der neue Ar­beits­markt­be­richt aus den USA ver­öf­fent­licht.

Die glo­ba­len Han­dels­be­schrän­kun­gen und de­ren mög­li­che Fol­gen für die welt­wei­te Kon­junk­tur wer­den ganz si­cher auch in der kom­men­den Wo­che ein sehr wich­ti­ges The­ma blei­ben.

Aus­ser­dem lohnt sich wei­ter­hin ein erns­ter Blick auf die Tech­no­lo­gie-Wer­te in den USA und in Deutsch­land.

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Bericht: KW 12 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

in der letz­ten Wo­che ha­ben die Ak­ti­en­kur­se welt­weit deut­lich ver­lo­ren.

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ver­liert auf Wo­chen­sicht 4,1 % und liegt jetzt seit Jah­res­be­ginn so­gar bei -8,0 %. Der ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes ver­liert mit 5,7 % in der letz­ten Wo­che noch mehr und liegt seit Jah­res­be­ginn bei -4,8 %. Die Vo­la­ti­li­tät ist für deut­sche und ame­ri­ka­ni­sche Ak­ti­en sehr hef­tig an­ge­stie­gen.

Die ZEW-Kon­junk­tur­er­war­tun­gen aus der ver­gan­ge­nen Wo­che sind von 17,8 Punk­ten auf nur noch 5,1 ge­fal­len. Und der ifo Ge­schäfts­kli­ma­in­dex sinkt leicht von 115,4 Punk­ten auf 114,7.

Die US-No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve hat die Leit­zin­sen wie er­war­tet um wei­te­re 0,25 % auf nun 1,50–1,75 % an­ge­ho­ben und auf­grund der op­ti­mis­ti­schen Kon­junk­tur­pro­jek­ti­on noch wei­te­re Zins­schrit­te an­ge­deu­tet.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt von 0,57 % in der Vo­wo­che auf ak­tu­ell 0,52 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) steigt ganz leicht von 2,81 % auf jetzt 2,82 %.

 

Per­for­mance1 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
In­dus­trie (Dax 30)-4,1 %-8,0 %
Mit­tel­stand (M-Dax)-1,7 %-3,8 %
Tech­no­lo­gie (T-Dax)-4,7 %1,0 %
USA:
In­dus­trie (Dow Jo­nes)-5,7 %-4,8 %
Tech­no­lo­gie (Nasdaq)-6,5 %1,3 %
Frank­reich-3,6 %-4,1 %
Gross­bri­tan­ni­en-3,1 %-10,0 %
Ös­ter­reich-1,0 %-0,3 %
Schweiz-3,6 %-8,7 %
Ja­pan-4,9 %-9,4 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land40,9 %53,4 %
USA57,4 %125,3 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD0,0 %2,6 %

In der kom­men­den Wo­che gibt es am Diens­tag neue Kon­junk­tur­da­ten für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne und zum US-Ver­brau­cher­ver­trau­en. Am Mitt­woch kom­men dann die fi­na­len Zah­len zum Gross Do­mestic Pro­duct Q4 2017 aus den USA und am Don­ners­tag fol­gen die vor­läu­fi­ge Zah­len zur In­fla­ti­on in Deutsch­land.

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25. März 2018 – Aktienindikator !

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat zwei Ein­fluss­fak­to­ren und in Fol­ge den Ak­ti­en-In­di­ka­tor selbst an­ge­passt !

Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Trump hat am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag Han­dels­be­schrän­kun­gen für Chi­na in Höhe von 60 Mrd. Dol­lar an­ge­kün­digt. Und die bis­he­ri­ge Aus­nah­me­re­ge­lung von Im­port­zöl­len auf Stahl und Alu­mi­ni­um für die Eu­ro­päi­sche Uni­on soll nur bis zum 1. Mai gel­ten.

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 hat chart­tech­nisch ein so­ge­nann­tes To­des­kreuz aus­ge­bil­det, d.h. der GD 50 ist un­ter den GD 200 ge­fal­len. Der Schluss­kurs vom Frei­tag liegt aus­ser­dem mehr als 10 % un­ter dem höchs­ten Schluss­kurs der letz­ten drei Mo­na­te (-12,3 % seit dem 23. Ja­nu­ar).

Der Ein­fluss­fak­tor Po­li­tik geht zu­rück von GRÜN auf GELB und der Ein­fluss­fak­tor Kurs­trend ver­än­dert sich von GELB auf ROT. Da­mit ver­schlech­tert sich auch der Ak­ti­en-In­di­ka­tor von GELB auf ROT.

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18. März 2018 – Aktienindikator !

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat ei­nen Ein­fluss­fak­tor im Ak­ti­en-In­di­ka­tor an­ge­passt !

Der Deut­sche Bun­des­tag hat am ver­gan­ge­nen Mitt­woch Dr. An­ge­la Mer­kel zur Bun­des­kanz­le­rin ge­wählt. An­schlies­send wur­de die ge­sam­te neue Bun­des­re­gie­rung vom Bun­des­tags­prä­si­den­ten ver­ei­digt. So­mit hat die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land 171 Tage nach der Bun­des­tags­wahl wie­der eine neue Re­gie­rung. Der Bun­des­tag in die­ser 19. Wahl­pe­ri­ode setzt sich aus ins­ge­samt 709 Ab­ge­ord­ne­ten zu­sam­men.

Der Ein­fluss­fak­tor Po­li­tik ver­bes­sert sich da­her von GELB auf GRÜN. Der Ak­ti­en-In­di­ka­tor selbst ver­bleibt aber wei­ter­hin auf GELB.

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3. März 2018 – Handelskrieg ?

Lie­be Bör­sia­ner,

der US-ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Trump hat in der ver­gan­ge­nen Wo­che nun tat­säch­lich neue Ein­fuhr­zöl­le für Stahl (25 %) und Alu­mi­ni­um (10 %) an­ge­kün­digt. Dies wür­de die Ein­fuh­ren von Stahl- und Alu­mi­ni­um­pro­duk­ten u.a. aus Deutsch­land, Eu­ro­pa und vor al­lem Chi­na in die USA er­heb­lich ver­teu­ern. Mit die­ser Mass­nah­me soll die na­tio­na­le Si­cher­heit ge­wahrt blei­ben.

Die zu­sätz­li­chen Kos­ten für den Markt­ein­tritt in die USA er­zeu­gen ei­nen Wett­be­werbs­nach­teil für eu­ro­päi­sche und asia­ti­sche Stahl­pro­du­zen­ten ge­gen­über den ein­hei­mi­schen Mit­be­wer­bern in den USA. So­mit wer­den die Stahl­fir­men und die da­mit ver­bun­de­nen Ar­beits­plät­ze in den USA ge­schützt. Das ist of­fen­sicht­lich eine ganz kon­kre­te Um­set­zung von “Ame­ri­ca first”.

Die­ser Schritt kann aber sehr leicht eine Spi­ra­le von Ge­gen­mass­nah­men in Gang set­zen und am Ende in ei­nen glo­ba­len Han­dels­krieg füh­ren. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on hat be­reits sol­che Schrit­te an­ge­kün­digt und dürf­te ih­rer­seits Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen auf US-Pro­duk­te ver­hän­gen. Als Bei­spie­le wur­den ge­nannt: Mo­tor­rä­der, Whis­key und Jeans. Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass die­se Aus­ein­an­der­set­zun­gen recht emo­tio­nal be­las­tet sind. Schnell wird dann von “Ver­gel­tung” ge­spro­chen.

Tat­säch­lich sind die­se nächs­ten Schrit­te denk­bar: die be­trof­fe­nen Län­der wer­den na­tür­lich auf die US-Mass­nah­me re­agie­ren und selbst Ein­fuhr­zöl­le auf US-Pro­duk­te be­schlies­sen. Chi­na wird aus­ser­dem ver­su­chen, auf den eu­ro­päi­schen Stahl­markt aus­zu­wei­chen. Dar­auf­hin dürf­te die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on die Stahl­ein­fuhr in den Bin­nen­markt be­schrän­ken, was wie­der­um zu ent­spre­chen­den Ge­gen­re­ak­tio­nen führt. In der Fol­ge wer­den ge­gen­sei­ti­ge Be­schrän­kun­gen des frei­en Han­dels­ver­kehrs eta­bliert, die sich wei­ter ver­stär­ken und in eine glo­ba­le Ab­schwä­chung der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung mün­den.

Selbst die er­hoff­te po­si­ti­ve Wir­kung auf den US-Stahl­markt ist frag­wür­dig. Tat­säch­lich wer­den die im­por­tier­ten Stahl- und Alu­mi­ni­um­pro­duk­te in der US-In­dus­trie doch wei­ter ver­ar­bei­tet (z.B. in den Be­rei­chen Au­to­mo­ti­ve, Ae­ro­nau­tics, Ma­schi­nen­bau). Dort muss auf teu­re­re ein­hei­mi­sche Pro­duk­te aus­ge­wi­chen wer­den, was die Kos­ten für die End­pro­duk­te ge­ne­rell er­höht. Am Ende ist wahr­schein­lich, dass sich die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der US-Stahl­in­dus­trie nicht ver­bes­sert, son­dern im Ge­gen­teil über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum noch wei­ter ver­schlech­tert.

Wel­che po­li­ti­schen Mög­lich­kei­ten be­stehen für die be­trof­fe­nen Län­der ?

Die Län­der der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft be­trei­ben eine ge­mein­sa­me Han­dels­po­li­tik mit den Län­dern aus­ser­halb der EU. Seit dem Ver­trag von Lis­sa­bon im Jahr 2009 liegt die Ver­ant­wor­tung für die Um­set­zung  ein­schliess­lich der Ver­hand­lung von Han­dels­ver­trä­gen bei der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on.

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on ist zu­nächst auch eine Zoll­uni­on ohne Zoll­be­schrän­kun­gen in­ner­halb des eu­ro­päi­schen Bin­nen­mark­tes. Ein we­sent­li­cher Be­stand­teil der ge­nann­ten ge­mein­sa­men Han­dels­po­li­tik ist der ge­mein­sa­me Zoll­ta­rif so­wie ge­mein­sa­me Ein­fuhr- und Aus­fuhr­re­ge­lun­gen ge­gen­über Dritt­stat­ten. Zum Schutz des Bin­nen­mark­tes ge­gen be­stimm­te Han­dels­hemm­nis­se wie Dum­ping oder Sub­ven­tio­nen kön­nen ver­schie­de­ne Mass­nah­men er­grif­fen. Grund­le­gen­des Ziel der ge­mein­sa­men Han­dels­po­li­tik ist es aber, den glo­ba­len Welt­han­del zu för­dern.

Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on ver­tritt die Eu­ro­päi­sche Uni­on in der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on (WTO). Die WTO mit Sitz in Genf wur­de 1994 mit dem Ziel ge­grün­det, den in­ter­na­tio­na­len Han­del zu li­be­ra­li­sie­ren, Han­dels­hemm­nis­se ab­zu­bau­en und den glo­ba­len Frei­han­del zu för­dern. Dazu un­ter­stützt die WTO eine Ko­or­di­na­ti­on der welt­wei­ten Han­dels­po­li­tik und kann auch zur Schlich­tung von Han­dels­strei­tig­kei­ten an­ge­ru­fen wer­den.

World Tra­de Or­ga­ni­za­ti­on

Es ist also da­von aus­zu­ge­hen, dass die WTO in­vol­viert wer­den wird. Pro­ble­ma­tisch wäre dann zu­nächst, dass sol­che Schlich­tun­gen dort häu­fig lan­ge dau­ern. Und dar­über hin­aus könn­te das Be­ru­fungs­ge­richt der WTO bald hand­lungs­un­fä­hig wer­den, weil die USA die Nach­be­set­zung von frei­wer­den­den Rich­ter­stel­len blo­ckie­ren. Dies hät­te fak­tisch zur Fol­ge, dass dort dann gar kei­ne Schlich­tungs­fäl­le mehr ver­han­delt wer­den dür­fen.

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Bericht: KW 8 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

in der letz­ten Wo­che ha­ben die Ak­ti­en­kur­se wie­der leicht zu­le­gen kön­nen.

Der deut­sche Leit­in­dex Dax 30 ge­winnt auf Wo­chen­sicht zwar 0,3 %, hat aber seit Jah­res­an­fang im­mer noch -3,4 % ver­lo­ren. Der ame­ri­ka­ni­sche Dow Jo­nes steigt in der ver­gan­ge­nen Wo­che um 0,4 % und seit Jah­res­be­ginn um 2,4 %. Die Vo­la­ti­li­tät ist für deut­sche Ak­ti­en noch kaum ver­än­dert hoch und für ame­ri­ka­ni­sche Ak­ti­en wie­der er­kenn­bar ge­fal­len.

Die ZEW-Kon­junk­tur­er­war­tun­gen wa­ren am Diens­tag von ho­hen 20,4 Punk­ten auf 17,8 ge­fal­len.

Und am Mitt­woch hat­te die Fe­deral Re­ser­ve das Sit­zungs­pro­to­koll des Of­fen­markt­aus­schus­ses ver­öf­fent­licht. Dem­nach sind noch meh­re­re Zins­schrit­te für die­ses Jahr in den USA zu er­war­ten:

Fe­deral Re­ser­ve FOMC Pro­to­koll

Der Ge­schäfts­kli­ma-In­dex des ifo In­sti­tuts fiel dann am Don­ners­tag von 117,6 auf 115,4 Punk­te zu­rück. Vor al­lem die Ge­schäfts­er­war­tun­gen sind deut­lich re­du­ziert.

Im­mer­hin hat die Ak­tie von Ama­zon jetzt die Mar­ke von 1.500 USD er­reicht.

Die Ren­di­te der Bun­des­an­lei­hen (10 Jah­re) fällt von 0,76 % auf ak­tu­ell 0,68 %. Und die Ren­di­te der US-An­lei­hen (10 Jah­re) bleibt sta­bil auf 2,90 %.

Die Chan­cen sind letz­te Wo­che ge­stie­gen, dass der Bun­des­bank-Prä­si­dent Jens Weid­mann zum Nach­fol­ger von Ma­rio Draghi als EZB-Chef ge­wählt wer­den könn­te. Dies nach­dem der spa­ni­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter Luis de Guin­dos neu­er EZB-Vi­ze­prä­si­dent wird.

Und zu gu­ter Letzt hat­te die US-Re­gie­rung vor kur­zem be­reits Vor­schlä­ge für Ein­fuhr­bar­rie­ren auf Stahl und Alu­mi­ni­um ver­öf­fent­licht. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on ar­bei­tet wohl be­reits an kon­kre­ten Ge­gen­mass­nah­men für US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te auf dem eu­ro­päi­schen Markt.

Per­for­mance1 Wo­cheYTD
Deutsch­land:
In­dus­trie0,3 %-3,4 %
Mit­tel­stand0,6 %0,5 %
Tech­no­lo­gie1,0 %2,9 %
USA:
In­dus­trie0,4 %2,4 %
Tech­no­lo­gie1,4 %6,3 %
Frank­reich0,7 %0,1 %
Gross­bri­tan­ni­en-0,7 %-5,8 %
Ös­ter­reich0,0 %-0,4 %
Schweiz-0,4 %-4,6 %
Ja­pan0,8 %-3,8 %
Vo­la­ti­li­tät:
Deutsch­land0,6 %32,7 %
USA-15,3 %49,4 %
Wech­sel­kur­se:
EUR in USD-1,3 %2,6 %

In der kom­men­den Wo­che gibt es am Diens­tag be­reits fri­sche Kon­junk­tur­da­ten für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne so­wie Da­ten zum US-Ver­brau­cher­ver­trau­en. Am Mitt­woch dann wer­den die neu­es­ten In­fla­ti­ons­ra­ten für Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne ver­öf­fent­licht (Flash) so­wie die 2. Schät­zung für das Gross Do­mestic Pro­duct Q4 2017 in den USA.

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25. Februar 2018 – Konjunkturindikatoren

Lie­be Bör­sia­ner,

die wirt­schaft­li­che Kon­junk­tur hat ei­nen prä­gen­den Ein­fluss auf die Un­ter­neh­mens­ge­win­ne und so­mit auf de­ren Ak­ti­en­kur­se. Die 5 be­kann­tes­ten In­di­ka­to­ren für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung sind hier zu­sam­men­ge­stellt:

1. ifo Ge­schäfts­kli­ma
Der Ge­schäfts­kli­ma-In­dex des ifo In­sti­tuts in Mün­chen gilt als der wich­tigs­te Früh­in­di­ka­tor der kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lung in Deutsch­land. Auf Grund­la­ge von rd. 7.000 Rück­mel­dun­gen aus deut­schen Un­ter­neh­men wer­den die ak­tu­el­le Ge­schäfts­la­ge und die Ge­schäfts­er­war­tun­gen der nächs­ten 6 Mo­na­te zu­sam­men­ge­fasst. Als Ge­schäfts­kli­ma-In­dex gilt der je­wei­li­ge Mit­tel­wert von Ge­schäfts­la­ge und Ge­schäfts­er­war­tun­gen. Der Ge­schäfts­kli­ma-In­dex wird mo­nat­lich er­ho­ben und liegt ak­tu­ell bei 115,4 Punk­ten (-2,2).

2. ZEW Kon­junk­tur­er­war­tun­gen
Das Zen­trum für Eu­ro­päi­sche Wirt­schafts­for­schung aus Mann­heim er­mit­telt auf Ba­sis von bis zu 300 Rück­mel­dun­gen der Fi­nanz­ex­per­ten in Deutsch­land über fi­nan­zi­el­le Kenn­zah­len ei­nen In­di­ka­tor der Kon­junk­tur­er­war­tun­gen. Die­ser In­di­ka­tor wird eben­falls mo­nat­lich ver­öf­fent­lich und steht zur Zeit bei 17,8 Punk­ten (-2,6).

3. Mar­kit Ein­kaufs­ma­na­ger-In­dex
Das Un­ter­neh­men IHS Mar­kit mit Sitz in Lon­don pu­bli­ziert Ein­kaufs­ma­na­ger-In­di­zes für di­ver­se Län­der. Die­se In­di­zes be­ru­hen auf mo­nat­li­chen Um­fra­gen un­ter aus­ge­wähl­ten Un­ter­neh­men über de­ren wirt­schaft­li­che Kenn­grös­sen. Die ein­heit­li­che Er­mitt­lung der In­di­zes er­mög­licht auch Län­der­ver­glei­che. Der ak­tu­el­le IHS Mar­kit In­dex FLASH für Deutsch­land zeigt 57,4 Punk­te (-1,6) und für die Eu­ro­zo­ne 57,5 (-1,3). Wer­te über 50 Punk­te deu­ten wirt­schaft­li­ches Wachs­tum an.

4. Eco­no­mic Sen­ti­ment In­di­ca­tor / Busi­ness Cli­ma­te In­di­ca­tor
Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on lässt für die ge­sam­te Eu­ro­päi­sche Uni­on und die Eu­ro­zo­ne sehr de­tail­lier­te Um­fra­gen durch­füh­ren. Der Eco­no­mic Sen­ti­ment In­di­ca­tor ESI er­gibt sich aus den Um­fra­ge­wer­ten der Be­rei­che In­dus­trie, Dienst­leis­tun­gen, Han­del, Bau­ge­wer­be, Fi­nan­zen und Ver­brau­cher. Der Busi­ness Cli­ma­te In­di­ca­tor BCI ver­dich­tet Um­fra­ge­wer­te aus der In­dus­trie in der Eu­ro­zo­ne zu ak­tu­el­ler und zu­künf­ti­ger Pro­duk­ti­ons­aus­las­tung so­wie La­ger­be­stän­den. Bei­de In­di­ka­to­ren wer­den mo­nat­lich her­aus­ge­ge­ben. Der ESI er­reicht ak­tu­ell 114,7 Punk­te (-0,4) für die EU und 114,7 Punk­te (-0,6) für die Eu­ro­zo­ne. Und der BCI fällt im Mo­ment leicht auf 1,54 Punk­te (-0,06).

5. Con­su­mer Con­fi­dence
The Con­fe­rence Board Inc. ist eine ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on mit Haupt­sitz in New York und ver­öf­fent­licht ver­schie­de­ne In­di­ka­to­ren mit Schwer­punkt USA. Der Con­su­mer Con­fi­dence In­dex misst das Ver­brau­cher­ver­trau­en durch mo­nat­li­che Um­fra­gen un­ter rund 5.000 Haus­hal­ten in den USA. Als In­dex­ba­sis wur­de ge­setzt: 1985 = 100 Punk­te. Die­ser wich­ti­ge US-Kon­junk­tur­in­dex ist wie­der auf 125,4 Punk­te an­ge­stie­gen (+2,3).

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18. Februar 2018 – Rückblick KW 7

Lie­be Bör­sia­ner,

in der ver­gan­ge­nen Wo­che ha­ben sich die Ak­ti­en­kur­se glo­bal und auf brei­ter Front wie­der et­was er­holt und schlos­sen klar im Plus. Trotz­dem ha­ben die Bör­sen die star­ken Ver­lus­te in der Wo­che da­vor noch nicht zu­rück­ge­won­nen. Zu un­klar sind die mög­li­chen Aus­wir­kun­gen von In­fla­ti­on und Leit­zin­sen auf die wei­te­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und da­mit auf die Ge­win­ne von Un­ter­neh­men.

Die wich­tigs­ten In­di­zes ha­ben zwar in der letz­ten Wo­che rund 2–6 % zu­ge­legt, aber lie­gen da­mit im Zeit­raum der ver­gan­ge­nen vier Wo­chen im­mer noch bei 1–9 % im Mi­nus.

Per­for­mance1 Wo­che4 Wo­chenYTD
Deutsch­land:
In­dus­trie2,8 %-7,3 %-3,6 %
Mit­tel­stand4,6 %-4,6 %0,0 %
Tech­no­lo­gie5,6 %-4,6 %1,9 %
Vo­la­ti­li­tät31,9 %
USA:
In­dus­trie4,3 %-3,3 %2,0 %
Tech­no­lo­gie5,3 %-1,3 %4,9 %
Vo­la­ti­li­tät76,3 %
Frank­reich4,0 %-4,4 %-0,6 %
Gross­bri­tan­ni­en2,9 %-5,6 %-5,1 %
Ös­ter­reich1,6 %-6,5 %-0,4 %
Schweiz3,5 %-5,5 %-4,2 %
Ja­pan1,6 %-8,8 %-4,6 %

Span­nend wer­den in der nächs­ten Wo­che un­ter an­de­rem wie­der die Kon­junk­tur­in­di­ka­to­ren aus Deutsch­land und in der dar­auf­fol­gen­den Wo­che die neu­es­ten Da­ten aus Eu­ro­pa & Eu­ro­zo­ne.

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18. Februar 2018 – Leitzinsen

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­kur­se wer­den seit Jah­ren nicht nur durch die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung be­ein­flusst, son­dern auch durch die vor­han­de­ne Li­qui­di­tät an den glo­ba­len Fi­nanz­märk­ten.

Die Zen­tral­ban­ken in Eu­ro­pa, den USA und in Asi­en ver­su­chen nun be­reits seit recht lan­ger Zeit, die Wirt­schaft durch eine sehr ex­pan­si­ve Geld­po­li­tik zu sti­mu­lie­ren. Dies ge­schieht un­mit­tel­bar durch die Zins­sät­ze, zu den sich die Ban­ken bei ih­ren Zen­tral­ban­ken re­fi­nan­zie­ren kön­nen. Das sind die be­kann­ten Leit­zin­sen. Die Hoff­nung der No­ten­ban­ken ist da­bei, dass Ban­ken die­se güns­ti­gen Zin­sen im Rah­men von Kre­dit­fi­nan­zie­run­gen an Un­ter­neh­men wei­ter­ge­ben und auf die­se Wei­se In­ves­ti­tio­nen för­dern. Von die­sen güns­ti­gen Zin­sen pro­fi­tie­ren na­tür­lich auch die glo­ba­len Fi­nanz­märk­te, da man über eine güns­ti­ge Re­fi­nan­zie­rung wei­ter in Ak­ti­en in­ves­tie­ren kann. Aus­ser­dem bie­ten die An­lei­he­märk­te bis­her noch kei­ne wirk­li­che An­la­ge­al­ter­na­ti­ve.

Aber ein sehr un­an­ge­neh­mer Ne­ben­ef­fekt ent­steht da­durch, dass sich nied­ri­ge Leit­zin­sen nicht nur auf die Soll­zin­sen aus­wir­ken, son­dern gleich­zei­tig lei­der auch auf die Ha­ben­zin­sen. Das macht sich eben so­wohl durch die noch ex­trem güns­ti­gen Bau­fi­nan­zie­run­gen als auch die kaum vor­han­de­nen Spar­zin­sen be­merk­bar.

Die Zen­tral­ban­ken ori­en­tie­ren sich bei ih­rer Zins­po­li­tik pri­mär an den In­fla­ti­ons­ra­ten. Dies sind im Kern die Preis­stei­ge­run­gen von Ver­brau­cher­prei­sen im Ver­hält­nis zum Vor­jahr. Steigt also die In­fla­ti­on an, dann he­ben auch die Zen­tral­ban­ken ihre Leit­zin­sen. Da­mit er­hö­hen sich so­fort die Kre­dit­kos­ten für Un­ter­neh­mens­in­ves­ti­tio­nen, die Kre­dit­kos­ten für Ak­ti­en­an­la­gen und et­was ver­zö­gert na­tür­lich auch die Ha­ben­zin­sen. Hö­he­re Kre­dit­kos­ten kön­nen aber die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung brem­sen. Gleich­zei­tig er­höht sich die Ren­ta­bi­li­tät von fest­ver­zins­li­chen An­lei­hen als eine Al­ter­na­ti­ve zur Ak­ti­en­an­la­ge.

Die Fe­deral Re­ser­ve als US-ame­ri­ka­ni­sche Zen­tral­bank hat am 13.12.2017 den Leit­zins leicht er­höht auf ei­nen Kor­ri­dor von 1,25–1,50 %. Die In­fla­ti­on liegt dort mit 2,1 % be­reits über dem Ziel­wert von 2,0 %, was noch auf meh­re­re leich­te Zins­stei­ge­run­gen in die­sem Jahr schlies­sen lässt.

Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank hat­te den Leit­zins am 16.03.2016 auf 0,00 % ge­senkt. Und da die In­fla­ti­on in der Eu­ro­zo­ne mit 1,3 % wei­ter deut­lich un­ter dem Ziel­wert von 2,0 % liegt, sind in den nächs­ten Mo­na­ten si­cher­lich noch kei­ne Zins­er­hö­hun­gen zu er­war­ten. Zu­nächst wird die Zen­tral­bank ihre noch er­heb­li­chen An­lei­he­käu­fe aus­lau­fen las­sen (das so­ge­nann­te Quan­ti­ta­ti­ve Ea­sing). Die Deut­sche Bun­des­bank ver­folgt im Rah­men ih­rer Auf­ga­ben kei­ne ei­gen­stän­di­ge Zins­po­li­tik für Deutsch­land.

 Leit­zin­senIn­fla­ti­onWirt­schafts­wachs­tum
Deutsch­land:0,00 %1,6 %2,3 %
Eu­ro­zo­ne:0,00 %1,3 %2,7 %
USA:1,25–1,50 %2,1 %2,5 %

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14. Februar 2018 – Inflationsraten

Lie­be Bör­sia­ner,

die schlech­te Nach­richt heu­te lei­der zu­erst: die Ak­ti­en­kur­se sind glo­bal ab 14.30 Uhr mit der jüngs­ten Ver­öf­fent­li­chung der US-In­fla­ti­ons­ra­te spür­bar ge­fal­len.

Und jetzt zum Glück auch die gute Nach­richt: nach rund ei­ner Stun­de ha­ben sich die Kur­se wie­der ge­fan­gen und ten­die­ren zur Zeit so­gar ganz deut­lich im Plus.

Die In­fla­ti­on in den USA für Ja­nu­ar liegt bei 2,1 % zum Vor­jah­res­mo­nat (nicht sai­son­be­rei­nigt) und da­mit auf dem glei­chen Wert wie noch im De­zem­ber 2017. Al­ler­dings la­gen die Pro­gno­sen für Ja­nu­ar et­was dar­un­ter. Die In­fla­ti­on in Deutsch­land für Ja­nu­ar sinkt so­gar leicht auf 1,6 % zum Vor­jah­res­mo­nat (sai­son­be­rei­nigt) von 1,7 % noch im De­zem­ber 2017.

Ob­jek­tiv lässt sich aus den Zah­len noch kei­ne an­stei­gen­de In­fla­ti­on her­aus­le­sen. Da­her ha­ben die Fi­nanz­märk­te die­se Da­ten recht schnell hin­ter sich ge­las­sen.

Im­mer­hin hat die US-Re­gie­rung ge­ra­de erst eine sehr am­bi­tio­nier­te Schät­zung zum wei­te­ren Wirt­schafts­wachs­tum in den USA für die­ses Jahr und 2019 ab­ge­ge­ben. Und sie plant of­fen­bar ein sehr gros­ses In­fra­struk­tur­pro­gramm.

Eu­ro­stat hat heu­te ge­mel­det, dass das Gross Do­mestic Pro­duct in der Eu­ro­zo­ne in Q4 2017 um 2,7 % sai­son­be­rei­nigt zum Vor­jah­res­quar­tal ge­wach­sen ist (2,6 % in der ge­sam­ten Eu­ro­päi­schen Uni­on).

Was be­wegt die Ak­ti­en­märk­te glo­bal am Ende also wirk­lich, die Hoff­nung auf noch stär­ke­res Wirt­schafts­wachs­tum oder die Sor­ge vor wei­ter stei­gen­den Zin­sen ?

Rich­tig span­nend zum The­ma Zins­po­litk wird es spä­tes­tens am 21.3. mit der Pres­se­kon­fe­renz des Of­fen­markt-Aus­schus­ses der US Fe­deral Re­ser­ve.

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11. Februar 2018 – Korrektur

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­märk­te sind in der letz­ten Wo­che in den Kor­rek­tur­mo­dus über­ge­gan­gen, nach­dem die gros­sen Leit­in­di­zes welt­weit teil­wei­se über 10 % zum letz­ten Höchst­stand ver­lo­ren ha­ben. Ganz un­ge­wöhn­lich wa­ren die Ge­schwin­dig­keit beim Kurs­ver­fall so­wie die hef­ti­gen Aus­schlä­ge in bei­den Rich­tun­gen. Am Ende stand ein deut­li­cher Wo­chen­ver­lust:

Per­for­mance:1 Tag1 Wo­che1 Mo­nat
Deutsch­land:
In­dus­trie-1,2 %-5,3 %-9,6 %
Mit­tel­stand-0,8 %-3,9 %-7,7 %
Tech­no­lo­gie-0,6 %-6,1 %-9,0 %
USA:
In­dus­trie1,4 %-5,2 %-5,0 %
Mit­tel­stand1,5 %-5,2 %-4,8 %
Tech­no­lo­gie1,4 %-5,1 %-4,2 %
Ja­pan-2,3 %-8,1 %-10,6 %

Eine Kor­rek­tur ist eine kurz­fris­ti­ge Ge­gen­be­we­gung zu über­trie­be­nen Kurs­ent­wick­lun­gen, die nicht mehr zu den Fun­da­men­tal­da­ten pas­sen. Eine Kon­so­li­die­rung be­schreibt eine mit­tel­fris­ti­ge Sta­bi­li­sie­rung nach aus­ge­präg­ten Pha­sen stei­gen­der oder fal­len­der Kur­se. Und die Trend­wen­de meint eine län­ger­fris­ti­ge Trend­um­kehr von Ak­ti­en­kur­sen nach oben oder un­ten.

Noch ist un­klar, wel­chen Ef­fekt wir ge­ra­de se­hen. Die Fun­da­men­tal­da­ten spre­chen al­ler­dings für eine be­grenz­te und im Grun­de ge­sun­de Kor­rek­tur.

Aber die sehr gu­ten Wirt­schafts­zah­len bei Ex­port, Ar­beits­markt und Lohn­stei­ge­run­gen ma­chen den In­ves­to­ren in den USA und Eu­ro­pa zu­neh­mend Sor­gen. Die Wirt­schaft könn­te sich da­durch über­hit­zen, die In­fla­ti­on stark an­stei­gen und am Ende durch Zins­er­hö­hun­gen wie­der ge­dämpft wer­den.

Ein Licht­blick für den Mo­ment ist je­den­falls, dass die US-ame­ri­ka­ni­schen Bör­sen kurz vor Ende der Bör­sen­wo­che noch klar ins Plus ge­dreht ha­ben. Das könn­te auch dazu füh­ren, dass die asia­ti­schen und da­nach die eu­ro­päi­schen Bör­sen am Mon­tag mit Ge­win­nen in die kom­men­de Bör­sen­wo­che star­ten.

Die nächs­te Etap­pe im ak­tu­el­len Bör­sen­kri­mi ist wohl der Mitt­woch, wenn das Bu­reau of La­bor Sta­tis­tics die In­fla­ti­ons­ra­te in den USA für Ja­nu­ar be­kannt gibt. Liegt die­se Zahl dann über den Er­war­tun­gen, dann dürf­ten die Kur­se noch wei­ter nach un­ten ge­hen. Bleibt die In­fla­ti­on aber im Rah­men der Pro­gno­se oder so­gar dar­un­ter, dann er­gibt sich er­heb­li­ches Auf­wärts­po­ten­zi­al.

Bis Mitt­woch …

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10. Februar 2018 – Volatilität

Lie­be Bör­sia­ner,

die Ak­ti­en­märk­te ha­ben eine sehr un­ru­hi­ge Wo­che hin­ter sich. Die Kur­se ha­ben glo­bal deut­lich ver­lo­ren und be­weg­ten sich da­bei in er­heb­li­chen Han­dels­span­nen mit hef­ti­gen Ab­wärts- und Auf­wärts­be­we­gun­gen.

Die In­ten­si­tät sol­cher Schwan­kun­gen be­schreibt man ge­ne­rell als Vo­la­ti­li­tät. Eine his­to­ri­sche Vo­la­ti­li­tät bil­det die Schwan­kun­gen auf Ba­sis von Ver­gan­gen­heits­da­ten ab. Da­ge­gen stellt die so­ge­nann­te im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät die zu­künf­tig zu er­war­ten­den Schwan­kun­gen dar.

Ein Vo­la­ti­li­täts­in­dex ist umso hö­her, je stär­ker auch der zu­grun­de­lie­gen­de Wert schwankt. Die je­wei­li­ge Höhe ei­nes Vo­la­ti­li­täts­in­dex sagt da­bei aber noch nichts über die Rich­tung der Schwan­kun­gen aus, son­dern nur über die In­ten­si­tät von Schwan­kun­gen an sich.

Bei den Ak­ti­en­märk­ten zeigt sich al­ler­dings ein­deu­tig, dass die be­kann­ten Vo­la­ti­li­täts­in­di­zes mit fal­len­den Kur­sen an­stei­gen. Auch die­se Wo­che stieg die Vo­la­ti­li­tät par­al­lel mit den sin­ken­den Ak­ti­en­kur­sen an den Bör­sen. Bei­de Ein­fluss­grös­sen dürf­ten sich ge­gen­sei­tig so­gar er­heb­lich ver­stärkt ha­ben. Die Vo­la­ti­li­täts­in­di­zes bei Ak­ti­en wer­den häu­fig auch als “Angst­ba­ro­me­ter” be­zeich­net.

Die drei be­kann­tes­ten Vo­la­ti­li­täts­in­di­zes be­zie­hen sich auf den Dax 30 (VDax New), den Euro Sto­xx 50 (VSto­xx) und den S&P 500 (Vix). Sie er­rech­nen sich je­weils aus Op­tio­nen auf die­se Ba­sis­wer­te mit ei­nem Be­trach­tungs­zeit­raum von 30 Ta­gen und wer­den fort­lau­fend von der Deut­schen Bör­se so­wie der Chi­ca­go Board Op­ti­ons Ex­chan­ge er­rech­net und ver­öf­fent­licht.

Chi­ca­go Board Op­ti­ons Ex­chan­ge (Cboe)

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6. Februar 2018, 22.00 Uhr – Turnaround Tuesday

Lie­be Bör­sia­ner,

die US-Bör­sen ha­ben ge­ra­de ge­schlos­sen und da­bei heu­te ei­nen so­ge­nann­ten Tur­naround Tu­es­day er­lebt. Nach hef­ti­gen Ver­lus­ten an den glo­ba­len Han­dels­plät­zen in den ver­gan­ge­nen zwei Han­dels­ta­gen ha­ben sich die ame­ri­ka­ni­schen In­di­zes vor rund 6 Stun­den dann end­lich sta­bi­li­siert und stie­gen in der letz­ten Bör­sen­stun­de so­gar wie­der deut­lich an. Noch 25 Stun­den zu­vor be­fand sich der US-ame­ri­ka­ni­sche Leit­in­dex in ei­ner be­schleu­nig­ten Ab­wärts­be­we­gung von bis zu -6 % zum Vor­tag.

Der deut­sche Leit­in­dex und die asia­ti­schen In­di­zes ha­ben die­se Ver­lus­te dann heu­te tags­über nach­voll­zo­gen.

Chart­tech­nisch war dies ein klas­si­scher Tur­naround Tu­es­day, an dem sich ein deut­li­cher Kurs­ver­fall bis in den Diens­tag hin­ein erst noch fort­setzt und dann schliess­lich um­kehrt.

Die ame­ri­ka­ni­schen ZIn­sen wer­den ganz si­cher wei­ter stei­gen. Und der Ar­beits­markt nä­hert sich dort for­mal der Voll­be­schäf­ti­gung. Aber ob die­se gute wirt­schaft­li­che Ver­fas­sung auch die In­fla­ti­on wie ge­wünscht an­treibt, kann nicht mehr so ein­deu­tig be­ant­wor­tet wer­den. Die No­ten­bank ori­en­tiert sich bei der Zins­po­li­tik an ih­rem Ziel­kor­ri­dor für die In­fla­ti­on. Je hö­her die In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen, des­to spür­ba­rer auch die nächs­ten Zins­schrit­te durch die No­ten­bank. Und wenn die Zin­sen stei­gen, be­kom­men die Ak­ti­en stär­ker Kon­kur­renz durch fest­ver­zins­li­che Pa­pie­re. Aber zur Zeit kann man nur ver­mu­ten, wie sich die US-No­ten­bank un­ter ih­rem neu­en Vor­sit­zen­den in der Zins­po­li­tik ver­hal­ten wird.

Tat­säch­lich ist das fun­da­men­ta­le Um­feld für Ak­ti­en un­ver­än­dert gut, weil sich die güns­ti­ge wirt­schaft­li­che Ver­fas­sung ent­spre­chend po­si­tiv auf die zu­künf­ti­gen Ge­win­ne der Un­ter­neh­men aus­wirkt. Eine sol­che Kor­rek­tur­be­we­gung war im Grun­de ja lan­ge über­fäl­lig.

Der ame­ri­ka­ni­sche Vo­la­ti­li­täts­in­dex ist bis eben um 18,5 % ge­sun­ken.

Mor­gen wird si­cher ein span­nen­der Tag.

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Zusammenfassung: Januar 2018

Lie­be Bör­sia­ner,

… wenn es lan­ge hin­auf­geht, dann muss es ir­gend­wann auch wie­der nach un­ten ge­hen …

Zu­nächst sah es tat­säch­lich nach ei­ner wei­te­ren Kurs­stei­ge­rung auf brei­ter Front aus. Aber ab Mit­te des ab­ge­lau­fe­nen Mo­nats nahm die po­si­ti­ve Kurs­dy­na­mik ab und mün­de­te in den letz­ten Ta­gen so­gar in eine recht hef­ti­ge Kor­rek­tur nach un­ten. Der Grund dürf­te in den un­ge­wöhn­lich stark an­stei­gen­den An­lei­he-Ren­di­ten lie­gen.

Po­li­tik

In Deutsch­land wol­len die Uni­on und SPD in we­ni­gen Ta­gen ihre Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen ab­schlies­sen. Eine ent­spre­chen­de Zu­stim­mung in der nach­fol­gen­den SPD-Mit­glie­der­be­fra­gung er­scheint aber noch un­si­cher. Ohne eine sol­che Zu­stim­mung dürf­te es am Ende zu Neu­wah­len kom­men, da sich auf Grund­la­ge der ak­tu­el­len Ver­hält­nis­se im Par­la­ment an­sons­ten wohl kei­ne sta­bi­len Mehr­hei­ten für eine neue Re­gie­rung mehr fin­den las­sen.

Der Weg in ei­nen ge­re­gel­ten Bre­x­it für Gross­bri­tan­ni­en nach März 2019 ist wei­ter­hin un­klar. Im­mer­hin zeich­nen sich aber An­sät­ze für eine ge­wis­se Über­gangs­zeit ab.

Die Steu­er­re­form in den USA wur­de tat­säch­lich be­schlos­sen und wird zu er­heb­li­chen Sen­kun­gen bei der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung füh­ren. Im ab­ge­lau­fe­nen Quar­tal er­zeug­te die­se Re­form für US-ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men aber of­fen­sicht­lich auch ne­ga­ti­ve Son­der­ef­fek­te. Die ers­te Rede des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten zur Lage der Na­ti­on hat die Märk­te be­ru­higt.

Wirt­schaft

Die wirt­schaft­li­chen Aus­sich­ten in Deutsch­land, Eu­ro­pa und den USA sind wei­ter­hin aus­ge­zeich­net. Das Brut­to­in­lands­pro­dukt in Deutsch­land stieg im ver­gan­ge­nen Jahr um 2,2 %. Eine ähn­li­che Ent­wick­lung wird auch für die­ses Jahr vor­her­ge­se­hen. Das Gross Do­mestic Pro­duct für die Eu­ro­päi­sche Uni­on stieg al­lein in Q4 2017 um 0,6 % zum Vor­quar­tal und wird sich al­ler Vor­aus­sicht nach in den nächs­ten Mo­na­ten ähn­lich ent­wi­ckeln. Der Ar­beits­markt in den USA hat im Ja­nu­ar so­gar die Pro­gno­sen für die neu ge­schaf­fe­nen Stel­len über­trof­fen. Das ame­ri­ka­ni­sche Ar­beits­mi­nis­te­ri­um hat ge­mel­det, dass die Er­werbs­lo­sen­quo­te dort auf den nied­rigs­ten Wert seit 17 Jah­ren ge­sun­ken ist (4,1 %).

Fi­nan­zen

Es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass in den USA noch wei­te­re Zins­schrit­te in die­sem Jahr durch die No­ten­bank er­fol­gen wer­den. Dies lässt sich auch aus den Be­rich­ten zur jüngs­ten No­ten­bank-Sit­zung her­aus­le­sen. Die Eu­ro­päi­sche No­ten­bank wird da­ge­gen wohl in die­sem Jahr noch kei­ne Zins­an­pas­sun­gen vor­neh­men, son­dern erst das An­lei­hen-Kauf­pro­gramm aus­lau­fen las­sen.

Die Zins­er­hö­hun­gen in den USA set­zen die Kur­se von fest­ver­zins­li­chen An­lei­hen ak­tu­ell un­ter er­heb­li­chen Druck, wo­durch de­ren Ren­di­ten ent­spre­chend deut­lich an­stei­gen. Die Ren­di­ten der zehn­jäh­ri­gen US-Staats­an­lei­hen stie­gen so­gar bis auf 2,79 % (Vor­wo­che 2,64 %). Die­se An­lei­hen tra­gen aber na­tür­lich auch das ge­ne­rel­le Wech­sel­kurs­ri­si­ko. Und die Ren­di­ten der zehn­jäh­ri­gen Bun­des­an­lei­hen er­höh­ten sich bis auf 0,74 % (Vor­wo­che 0,61 %).

Da­mit wer­den die In­vest­ments in An­lei­hen ten­den­zi­ell wie­der at­trak­ti­ver. Es liegt die Ver­mu­tung nahe, dass zur Zeit in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger aus den USA un­ter an­de­rem von deut­schen Ak­ti­en in ame­ri­ka­ni­sche An­lei­hen um­schich­ten.

Kurs­trend

Die deut­schen In­di­zes kor­ri­gie­ren seit rund zwei Wo­chen und ha­ben jetzt ins­ge­samt in die­sem Jahr ent­we­der leicht ver­lo­ren oder nur we­nig zu­ge­legt. Die ame­ri­ka­ni­schen In­di­zes kor­ri­gie­ren in den letz­ten Ta­gen eben­falls, sind aber in die­sem Jahr wei­ter­hin noch deut­lich im Plus.

Der kurz­fris­ti­ge / mit­tel­fris­ti­ge Aus­blick wird an­ge­nom­men für:

  • Deutsch­land:   /
  • Eu­ro­pa:   /
  • USA:   /

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4. Februar 2018 – Aktienindikator !

Lie­be Bör­sia­ner,

SHARE­ad­vice hat ei­nen Ein­fluss­fak­tor im Ak­ti­en-In­di­ka­tor an­ge­passt !

Die Kur­se ha­ben glo­bal in der ver­gan­ge­nen Wo­che deut­lich nach un­ten kor­ri­giert und die­ser Trend setz­te sich am Frei­tag nach­börs­lich wei­ter fort. Die Märk­te schei­nen die an­stei­gen­den Ren­di­ten bei An­lei­hen so­wohl in den USA als auch in Deutsch­land zu ver­ar­bei­ten.

Der Ein­fluss­fak­tor Kurs­trend wech­selt da­her von GRÜN auf GELB. Der Ak­ti­en-In­di­ka­tor selbst bleibt wei­ter­hin auf GELB.

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