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Bericht: KW 45 2018

Liebe Börsianer,

die Zwischenwahlen der USA haben die Aktienmärkte in Deutschland und Europa in der Woche KW 45 weiter stabilisiert und in den USA selbst spürbar nach oben bewegt !

Der deutsche Leitindex Dax 30 gewinnt 10 Zähler und schliesst die Woche bei 11.529 Punkten, verbessert sich auf Wochensicht ganz leicht um 0,1 % und steht seit Jahresbeginn bei -10,7 %. Er steigt somit in der zweiten Woche in Folge, aber bleibt rund 800 Punkte unter der GD 200-Linie. Der Dax 30 liegt zur Zeit -15,2 % unter seinem Allzeit-Hoch vom 23. Januar.

Der US-amerikanische Leitindes Dow Jones 30 gewinnt 718 Zähler und geht mit 25.989 Punkten aus dem Handel, klettert auf Wochensicht um weitere 2,8 % und steht seit Jahresbeginn jetzt klar im Plus bei 5,1 %. Er verbessert sich die zweite Woche in Folge und durchbricht nun auch die GD 38-Linie wieder knapp nach oben. Er liegt rund 850 Punkte über seiner GD 200-Linie und ungefähr 100 Punkte oberhalb der GD 38-Linie. Der Dow Jones 30 nähert sich weiter mit -3,6 % seinem Allzeit-Hoch vom 3. Oktober an.

Die Volatilität in Deutschland reduziert sich weiter auf 17,2 Punkte (YE 2017: 14,2). In den USA verringert sich die Volatilität auch deutlich auf 17,4 Punkte (YE 2017: 11,0).

In der letzten Woche um mehr als 10 % verändert haben sich die Aktienkurse von Morphosys (+12,0 %), Nordex (+10,1 %)  Zalando (-11,2 %), Freenet (-11,9 %), Aixtron (-12,9 %), Schäffler (-13,6 %) und ProSiebenSat.1 (-18,2 %).

Die beste / schlechteste Kursentwicklung der letzten 12 Monate haben Wirecard (+93,5 %) und Osram (-50,0 %).

Die Rendite der Bundesanleihen (10 Jahre) fällt wieder leicht auf 0,42 %. Und die Rendite der US-Anleihen (10 Jahre) steigt sogar nochmals an auf jetzt 3,21 %.

Ein Euro wird zum US-Dollar wieder um -0,6 % leichter und beendet diese Woche mit 1,13 USD (YE 2017: 1,20). Die Feinunze Gold fällt weiter um -1,7 % auf jetzt 1.211 USD (YE 2017: 1.297). Und die Ölsorte Brent bleibt im kurzfristigen Abwärtstrend mit -3,8 % auf 70 USD (YE 2017: 67).

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1. Themen der Woche

Morphosys legte deutlich zu auch wegen einer Vorauszahlung von Novartis. Thyssenkrupp muss dagegen ganz erhebliche Rückstellungen bilden für ein Kartellverfahren. ProSiebenSat.1 plant, die Dividende erheblich zu kürzen.

Der Kurs von Tripadvisor ist nach den Quartalszahlen nach oben gesprungen.

Das Bundeskartellamt hat keine Bedenken mehr gegen den geplanten Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof.

Am Mittwoch hat bereits der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland (“Wirtschaftsweisen”) das neueste Gutachten vorgestellt. Danach wird das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 1,6 % in diesem Jahr und 1,5 % im nächsten Jahr wachsen:

Sachverständigenrat – Herbstgutachten 2018

Das ifo Wirtschaftsklima Euroraum ist auf den niedrigsten Wert seit Mitte 2016 gesunken.

Bei den Zwischenwahlen in den USA haben die Demokraten im Repräsentantenhaus die Mehrheit gewonnen, während die Republikaner ihre Mehrheit im Senat ausbauen konnten. Damit erhalten die Demokraten jetzt wieder deutlich mehr Einfluss auf die Regierungsarbeit z.B. beim Haushalt und bei der Gesetzgebung.

Die US-Notenbank hat auf ihrer jüngsten Sitzung die Zinsen (noch) nicht weiter erhöht.

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2. Daten der Woche

Performance 45/20181 WocheYTD
Deutschland:
Dax 300,1 %-10,7 %
M-Dax-1,2 %-7,7 %
T-Dax-0,1 %5,4 %
USA:
Dow Jones 302,8 %5,1 %
Nasdaq C.0,7 %7,3 %
Frankreich0,1 %-3,9 %
Grossbritannien0,2 %-7,6 %
Österreich0,2 %-6,5 %
Schweiz0,9 %-3,3 %
Japan0,0 %-2,3 %
Wechselkurse:
EUR in USD-0,6 %-5,4 %
Gold:
Feinunze (USD)-1,7 %-6,6 %
Öl:
Brent (USD)-3,8 %4,5 %

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3. Ausblick auf die nächste Woche

Die Berichtssaison läuft weiter auf Hochtouren.

In den nächsten Tagen kommen auch die ersten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt Q3 sowohl für Deutschland als auch für Europa & Eurozone.

Am Freitag wird das endgültige Ergebnis der Landtagswahl in Hessen veröffentlicht. Bei den knappen Ergebnissen hängt wohl von der Frage der zweitstärksten Kraft (Grüne oder SPD) am Ende die Regierungsbildung ab.

Kurzfristig scheinen die Aktienmärkte die neue politische Konstellation in den USA einzupreisen.

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Kurzmeldung 23.09.

Liebe Börsianer,

die Deutsche Börse hat die Zusammensetzung ihrer Leitindizes überarbeitet und dabei auch die branchenabhängigen Aufteilungen angepasst. Dies hat unter anderem Auswirkungen auf die Abbildung von Technologiewerten in den verschiedenen Indizes und die Anzahl von Werten in den Indizes an sich.

Diese Änderungen werden ab dem 24. September wirksam.

Die aktuellen Kursanpassungen im Technologiebereich dürften auch darauf zurückzuführen sein.

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18. Februar 2018 – Rückblick KW 7

Liebe Börsianer,

in der vergangenen Woche haben sich die Aktienkurse global und auf breiter Front wieder etwas erholt und schlossen klar im Plus. Trotzdem haben die Börsen die starken Verluste in der Woche davor noch nicht zurückgewonnen. Zu unklar sind die möglichen Auswirkungen von Inflation und Leitzinsen auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung und damit auf die Gewinne von Unternehmen.

Die wichtigsten Indizes haben zwar in der letzten Woche rund 2-6 % zugelegt, aber liegen damit im Zeitraum der vergangenen vier Wochen immer noch bei 1-9 % im Minus.

Performance1 Woche4 WochenYTD
Deutschland:
Industrie2,8 %-7,3 %-3,6 %
Mittelstand4,6 %-4,6 %0,0 %
Technologie5,6 %-4,6 %1,9 %
Volatilität31,9 %
USA:
Industrie4,3 %-3,3 %2,0 %
Technologie5,3 %-1,3 %4,9 %
Volatilität76,3 %
Frankreich4,0 %-4,4 %-0,6 %
Grossbritannien2,9 %-5,6 %-5,1 %
Österreich1,6 %-6,5 %-0,4 %
Schweiz3,5 %-5,5 %-4,2 %
Japan1,6 %-8,8 %-4,6 %

Spannend werden in der nächsten Woche unter anderem wieder die Konjunkturindikatoren aus Deutschland und in der darauffolgenden Woche die neuesten Daten aus Europa & Eurozone.

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18. Februar 2018 – Leitzinsen

Liebe Börsianer,

die Aktienkurse werden seit Jahren nicht nur durch die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst, sondern auch durch die vorhandene Liquidität an den globalen Finanzmärkten.

Die Zentralbanken in Europa, den USA und in Asien versuchen nun bereits seit recht langer Zeit, die Wirtschaft durch eine sehr expansive Geldpolitik zu stimulieren. Dies geschieht unmittelbar durch die Zinssätze, zu den sich die Banken bei ihren Zentralbanken refinanzieren können. Das sind die bekannten Leitzinsen. Die Hoffnung der Notenbanken ist dabei, dass Banken diese günstigen Zinsen im Rahmen von Kreditfinanzierungen an Unternehmen weitergeben und auf diese Weise Investitionen fördern. Von diesen günstigen Zinsen profitieren natürlich auch die globalen Finanzmärkte, da man über eine günstige Refinanzierung weiter in Aktien investieren kann. Ausserdem bieten die Anleihemärkte bisher noch keine wirkliche Anlagealternative.

Aber ein sehr unangenehmer Nebeneffekt entsteht dadurch, dass sich niedrige Leitzinsen nicht nur auf die Sollzinsen auswirken, sondern gleichzeitig leider auch auf die Habenzinsen. Das macht sich eben sowohl durch die noch extrem günstigen Baufinanzierungen als auch die kaum vorhandenen Sparzinsen bemerkbar.

Die Zentralbanken orientieren sich bei ihrer Zinspolitik primär an den Inflationsraten. Dies sind im Kern die Preissteigerungen von Verbraucherpreisen im Verhältnis zum Vorjahr. Steigt also die Inflation an, dann heben auch die Zentralbanken ihre Leitzinsen. Damit erhöhen sich sofort die Kreditkosten für Unternehmensinvestitionen, die Kreditkosten für Aktienanlagen und etwas verzögert natürlich auch die Habenzinsen. Höhere Kreditkosten können aber die wirtschaftliche Entwicklung bremsen. Gleichzeitig erhöht sich die Rentabilität von festverzinslichen Anleihen als eine Alternative zur Aktienanlage.

Die Federal Reserve als US-amerikanische Zentralbank hat am 13.12.2017 den Leitzins leicht erhöht auf einen Korridor von 1,25-1,50 %. Die Inflation liegt dort mit 2,1 % bereits über dem Zielwert von 2,0 %, was noch auf mehrere leichte Zinssteigerungen in diesem Jahr schliessen lässt.

Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins am 16.03.2016 auf 0,00 % gesenkt. Und da die Inflation in der Eurozone mit 1,3 % weiter deutlich unter dem Zielwert von 2,0 % liegt, sind in den nächsten Monaten sicherlich noch keine Zinserhöhungen zu erwarten. Zunächst wird die Zentralbank ihre noch erheblichen Anleihekäufe auslaufen lassen (das sogenannte Quantitative Easing). Die Deutsche Bundesbank verfolgt im Rahmen ihrer Aufgaben keine eigenständige Zinspolitik für Deutschland.

 LeitzinsenInflationWirtschaftswachstum
Deutschland:0,00 %1,6 %2,3 %
Eurozone:0,00 %1,3 %2,7 %
USA:1,25-1,50 %2,1 %2,5 %

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14. Februar 2018 – Inflationsraten

Liebe Börsianer,

die schlechte Nachricht heute leider zuerst: die Aktienkurse sind global ab 14.30 Uhr mit der jüngsten Veröffentlichung der US-Inflationsrate spürbar gefallen.

Und jetzt zum Glück auch die gute Nachricht: nach rund einer Stunde haben sich die Kurse wieder gefangen und tendieren zur Zeit sogar ganz deutlich im Plus.

Die Inflation in den USA für Januar liegt bei 2,1 % zum Vorjahresmonat (nicht saisonbereinigt) und damit auf dem gleichen Wert wie noch im Dezember 2017. Allerdings lagen die Prognosen für Januar etwas darunter. Die Inflation in Deutschland für Januar sinkt sogar leicht auf 1,6 % zum Vorjahresmonat (saisonbereinigt) von 1,7 % noch im Dezember 2017.

Objektiv lässt sich aus den Zahlen noch keine ansteigende Inflation herauslesen. Daher haben die Finanzmärkte diese Daten recht schnell hinter sich gelassen.

Immerhin hat die US-Regierung gerade erst eine sehr ambitionierte Schätzung zum weiteren Wirtschaftswachstum in den USA für dieses Jahr und 2019 abgegeben. Und sie plant offenbar ein sehr grosses Infrastrukturprogramm.

Eurostat hat heute gemeldet, dass das Gross Domestic Product in der Eurozone in Q4 2017 um 2,7 % saisonbereinigt zum Vorjahresquartal gewachsen ist (2,6 % in der gesamten Europäischen Union).

Was bewegt die Aktienmärkte global am Ende also wirklich, die Hoffnung auf noch stärkeres Wirtschaftswachstum oder die Sorge vor weiter steigenden Zinsen ?

Richtig spannend zum Thema Zinspolitk wird es spätestens am 21.3. mit der Pressekonferenz des Offenmarkt-Ausschusses der US Federal Reserve.

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11. Februar 2018 – Korrektur

Liebe Börsianer,

die Aktienmärkte sind in der letzten Woche in den Korrekturmodus übergegangen, nachdem die grossen Leitindizes weltweit teilweise über 10 % zum letzten Höchststand verloren haben. Ganz ungewöhnlich waren die Geschwindigkeit beim Kursverfall sowie die heftigen Ausschläge in beiden Richtungen. Am Ende stand ein deutlicher Wochenverlust:

Performance:1 Tag1 Woche1 Monat
Deutschland:
Industrie-1,2 %-5,3 %-9,6 %
Mittelstand-0,8 %-3,9 %-7,7 %
Technologie-0,6 %-6,1 %-9,0 %
USA:
Industrie1,4 %-5,2 %-5,0 %
Mittelstand1,5 %-5,2 %-4,8 %
Technologie1,4 %-5,1 %-4,2 %
Japan-2,3 %-8,1 %-10,6 %

Eine Korrektur ist eine kurzfristige Gegenbewegung zu übertriebenen Kursentwicklungen, die nicht mehr zu den Fundamentaldaten passen. Eine Konsolidierung beschreibt eine mittelfristige Stabilisierung nach ausgeprägten Phasen steigender oder fallender Kurse. Und die Trendwende meint eine längerfristige Trendumkehr von Aktienkursen nach oben oder unten.

Noch ist unklar, welchen Effekt wir gerade sehen. Die Fundamentaldaten sprechen allerdings für eine begrenzte und im Grunde gesunde Korrektur.

Aber die sehr guten Wirtschaftszahlen bei Export, Arbeitsmarkt und Lohnsteigerungen machen den Investoren in den USA und Europa zunehmend Sorgen. Die Wirtschaft könnte sich dadurch überhitzen, die Inflation stark ansteigen und am Ende durch Zinserhöhungen wieder gedämpft werden.

Ein Lichtblick für den Moment ist jedenfalls, dass die US-amerikanischen Börsen kurz vor Ende der Börsenwoche noch klar ins Plus gedreht haben. Das könnte auch dazu führen, dass die asiatischen und danach die europäischen Börsen am Montag mit Gewinnen in die kommende Börsenwoche starten.

Die nächste Etappe im aktuellen Börsenkrimi ist wohl der Mittwoch, wenn das Bureau of Labor Statistics die Inflationsrate in den USA für Januar bekannt gibt. Liegt diese Zahl dann über den Erwartungen, dann dürften die Kurse noch weiter nach unten gehen. Bleibt die Inflation aber im Rahmen der Prognose oder sogar darunter, dann ergibt sich erhebliches Aufwärtspotenzial.

Bis Mittwoch …

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10. Februar 2018 – Volatilität

Liebe Börsianer,

die Aktienmärkte haben eine sehr unruhige Woche hinter sich. Die Kurse haben global deutlich verloren und bewegten sich dabei in erheblichen Handelsspannen mit heftigen Abwärts- und Aufwärtsbewegungen.

Die Intensität solcher Schwankungen beschreibt man generell als Volatilität. Eine historische Volatilität bildet die Schwankungen auf Basis von Vergangenheitsdaten ab. Dagegen stellt die sogenannte implizite Volatilität die zukünftig zu erwartenden Schwankungen dar.

Ein Volatilitätsindex ist umso höher, je stärker auch der zugrundeliegende Wert schwankt. Die jeweilige Höhe eines Volatilitätsindex sagt dabei aber noch nichts über die Richtung der Schwankungen aus, sondern nur über die Intensität von Schwankungen an sich.

Bei den Aktienmärkten zeigt sich allerdings eindeutig, dass die bekannten Volatilitätsindizes mit fallenden Kursen ansteigen. Auch diese Woche stieg die Volatilität parallel mit den sinkenden Aktienkursen an den Börsen. Beide Einflussgrössen dürften sich gegenseitig sogar erheblich verstärkt haben. Die Volatilitätsindizes bei Aktien werden häufig auch als “Angstbarometer” bezeichnet.

Die drei bekanntesten Volatilitätsindizes beziehen sich auf den Dax 30 (VDax New), den Euro Stoxx 50 (VStoxx) und den S&P 500 (Vix). Sie errechnen sich jeweils aus Optionen auf diese Basiswerte mit einem Betrachtungszeitraum von 30 Tagen und werden fortlaufend von der Deutschen Börse sowie der Chicago Board Options Exchange errechnet und veröffentlicht.

Chicago Board Options Exchange (Cboe)

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6. Februar 2018, 22.00 Uhr – Turnaround Tuesday

Liebe Börsianer,

die US-Börsen haben gerade geschlossen und dabei heute einen sogenannten Turnaround Tuesday erlebt. Nach heftigen Verlusten an den globalen Handelsplätzen in den vergangenen zwei Handelstagen haben sich die amerikanischen Indizes vor rund 6 Stunden dann endlich stabilisiert und stiegen in der letzten Börsenstunde sogar wieder deutlich an. Noch 25 Stunden zuvor befand sich der US-amerikanische Leitindex in einer beschleunigten Abwärtsbewegung von bis zu -6 % zum Vortag.

Der deutsche Leitindex und die asiatischen Indizes haben diese Verluste dann heute tagsüber nachvollzogen.

Charttechnisch war dies ein klassischer Turnaround Tuesday, an dem sich ein deutlicher Kursverfall bis in den Dienstag hinein erst noch fortsetzt und dann schliesslich umkehrt.

Die amerikanischen ZInsen werden ganz sicher weiter steigen. Und der Arbeitsmarkt nähert sich dort formal der Vollbeschäftigung. Aber ob diese gute wirtschaftliche Verfassung auch die Inflation wie gewünscht antreibt, kann nicht mehr so eindeutig beantwortet werden. Die Notenbank orientiert sich bei der Zinspolitik an ihrem Zielkorridor für die Inflation. Je höher die Inflationserwartungen, desto spürbarer auch die nächsten Zinsschritte durch die Notenbank. Und wenn die Zinsen steigen, bekommen die Aktien stärker Konkurrenz durch festverzinsliche Papiere. Aber zur Zeit kann man nur vermuten, wie sich die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden in der Zinspolitik verhalten wird.

Tatsächlich ist das fundamentale Umfeld für Aktien unverändert gut, weil sich die günstige wirtschaftliche Verfassung entsprechend positiv auf die zukünftigen Gewinne der Unternehmen auswirkt. Eine solche Korrekturbewegung war im Grunde ja lange überfällig.

Der amerikanische Volatilitätsindex ist bis eben um 18,5 % gesunken.

Morgen wird sicher ein spannender Tag.

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28. Januar 2018 – Davos

Liebe Börsianer,

die Gemeinde Davos ist ein beliebtes Skigebiet in den Schweizer Alpen und liegt auf rd. 1.600 Metern im Kanton Graubünden. Davos ist ausserdem weltbekannt für die Veranstaltungen des jährlichen World Economic Forums.

Das World Economic Forum ist zunächst eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz im Kanton Genf, welches vor allem ein Jahrestreffen mit wichtigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Davos organisiert. Das 48. Jahrestreffen dieses World Economic Forums fand vom 23.-26. Januar 2018 unter dem Motto “Creating a Shared Future in a Fractured World” statt. Teilnehmer und Redner war unter anderem auch der amerikanische Präsident Donald Trump, der zuvor gerade neue Einfuhrzölle für die USA auf Solarpanele und Waschmaschinen angekündigt hatte.

Das European Management Forum wurde 1971 vom deutschen Professor Klaus Martin Schwab in Genf gegründet mit dem Ziel, den generellen Austausch von führenden Wirtschaftsvertretern in Europa zu fördern. Nach der Umbenennung in World Economic Forum im Jahr 1987 hat das Jahrestreffen dann auch die verschiedenen internationalen Konflikte stärker thematisiert.

Klaus Martin Schwab ist 1938 im oberschwäbischen Ravensburg geboren, studierte in Zürich und war von 1971 bis 2003 Professor für Unternehmenspolitk an der Universität in Genf.

Das World Economic Forum wird von seinen rd. 1.000 Mitgliedsunternehmen unterstützt:

World Economic Forum Annual Meeting 2018

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Rede auf dem Jahrestreffen die Notwendigkeit einer engen, internationalen Zusammenarbeit bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen.

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28. Januar 2018 – Eurokurs 1,25

Liebe Börsianer,

der Wechselkurs des EURO zu anderen Währungen hat einen ganz erheblichen Einfluss auf die internationalen Wirtschaftsbeziehungen von europäischen Unternehmen mit anderen Firmen ausserhalb des EURO-Raumes. Insbesondere der Wechselkurs zum US-amerikanischen Dollar USD als wichtigste Währung global ist von besonderer Bedeutung.

Viele exportorientierte deutsche Unternehmen verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen in die USA oder in Länder, wo der USD als übliches Zahlungsmittel in der Wirtschaft verwendet wird. Eine Änderung im Wechselkurs zwischen EURO und USD wirkt sich unmittelbar auf solche Zahlungen aus.

Beispiel: der EURO steigt zum USD
Entweder die Rechnungslegung des deutschen Unternehmens erfolgt in EURO, dann muss der Käufer dafür aber mehr USD bezahlen. Oder die Rechnung lautet auf USD, dann bekommt das deutsche Unternehmen dafür weniger EURO. In beiden Fällen entsteht für das deutsche Unternehmen ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Solche Effekte werden üblicherweise dadurch abgemildert, dass z.B. Zwischenprodukte bereits in den USA gefertigt werden oder dass USD auf Währungskonten dauerhaft vorgehalten werden. Dagegen entsteht in diesem Beispiel ein entsprechender Vorteil für deutsche Touristen in den USA, da der EURO dort mehr wert ist.

Die Wechselkurse sind in einer globalen Wirtschaft von hohem Interesse und werden sehr eng verfolgt. In Europa legt die Europäische Zentralbank die sogenannten Referenzkurse des EURO zu den wichtigsten anderen Währungen fest:

European Central Bank reference rates

Der EURO steigt gegenüber dem USD seit einiger Zeit erheblich an und erreichte in der vergangenen Woche sogar einen Wert von 1,25 USD (1€ = 1,25$). Der Trend deutet auch darauf hin, dass der EURO zum USD noch stärker wird. Im Grunde ist aber zu vermuten, dass es eher eine Schwäche des USD ist anstatt einer Stärke des EURO. Und die geplante Steuerreform in den USA dürfte diesen Trend eher noch unterstützen.

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