Schlagwort-Archive: Währungen

USA – China

Lie­be Bör­sia­ner,

rund 2 Jah­re nach Be­ginn des Han­dels­streits zwi­schen den USA und Chi­na we­gen der glo­ba­len Han­dels­un­gleich­ge­wich­te, Markt­be­schrän­kun­gen, Wäh­rungs­ma­ni­pu­la­tio­nen und Ver­let­zun­gen von Geis­ti­gem Ei­gen­tum wur­de am letz­tem Mitt­woch in Wa­shing­ton ein ers­tes Teil­ab­kom­men un­ter­zeich­net.

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Do­nald Trump und der chi­ne­si­sche Vi­ze­pre­mier Liu He ha­ben die­ses Ab­kom­men un­ter­schrie­ben, des­sen ge­nau­er Wort­laut aber noch nicht be­kannt ist. Vor al­lem soll Chi­na zu­ge­sagt ha­ben, sei­ne Im­por­te aus den USA in den nächs­ten Jah­ren er­heb­lich zu stei­gern. Dies be­inhal­tet dann ins­be­son­de­re auch ame­ri­ka­ni­sche Agrar­pro­duk­te. Au­ßer­dem soll es Ver­ein­ba­run­gen zum Schutz von Geis­ti­gem Ei­gen­tum und Tech­no­lo­gie-Know­how ge­ben.

Liu He ist be­reits seit Mai 2018 der chi­ne­si­sche Chef­un­ter­händ­ler in den Han­dels­strei­tig­kei­ten.

Im Ge­gen­zug sol­len da­für kei­ne neu­en Straf­zöl­le auf Im­por­te aus dem je­weils an­de­ren Land er­ho­ben wer­den. Die be­reits be­stehen­den Zöl­le blei­ben al­ler­dings auch wei­ter­hin be­stehen.

Über die­ses ers­te Teil­ab­kom­men hin­aus soll über ein noch um­fas­sen­de­res Ab­kom­men in ei­ner so­ge­nann­ten Pha­se 2 wei­ter ver­han­delt wer­den. Die­se Aus­sicht treibt zur Zeit die Ak­ti­en­kur­se welt­weit an.

Das Ab­kom­men fällt in eine Zeit, wo die chi­ne­si­sche Wirt­schaft nicht mehr so stark wächst wie in der Ver­gan­gen­heit. Die chi­ne­si­sche Sta­tis­tik­be­hör­de mel­de­te letz­te Wo­che ein Wachs­tum von nur noch 6,1 % für 2019. Dies liegt 0,5 % un­ter dem Wert von 2018 und ist da­mit die schwächs­te Wachs­tums­ra­te in Chi­na seit 30 Jah­ren.


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Facebook Libra

Lie­be Bör­sia­ner,

Face­book hat jüngst De­tails für sei­ne ge­plan­te Kryp­towäh­rung “Li­bra” be­kannt ge­ge­ben. Li­bra soll eine vir­tu­el­le Wäh­rung sein, die dann von den Nut­zern des ge­sam­ten Face­book-Netz­wer­kes ein­ge­setzt wer­den kann. Im Ge­gen­satz zu den be­reits be­kann­ten Kryp­towäh­run­gen wie Bit­coin wird Li­bra aber an die klas­si­schen Wäh­run­gen ge­kop­pelt sein, also ein so­ge­nann­tes Sta­ble­coin. Da­für wür­den u.a. Staats­an­lei­hen als Si­cher­hei­ten die­nen.

Der Chef der ame­ri­ka­ni­schen No­ten­bank Je­ro­me Powell hat sich sehr be­sorgt ge­zeigt, da Li­bra we­gen der Reich­wei­te von Face­book so­fort sys­tem­re­le­vant sein wür­de. Au­ßer­dem gibt es vie­le Fra­gen in Be­zug auf Pri­vat­sphä­re, Kon­su­men­ten­schutz, Geld­wä­sche und Fi­nanz­sta­bi­li­tät.

Selbst der US-Prä­si­dent Trump hat sich ne­ga­tiv zu die­ser Idee ge­äu­ßert.

Face­book be­ab­sich­tigt die Ein­füh­rung von Li­bra in den nächs­ten 12 Mo­na­ten. Her­aus­ge­ge­ben wer­den soll Li­bra aber nicht von Face­book selbst son­dern der Li­bra As­so­cia­ti­on in Genf, ei­nem Kon­sor­ti­um von gro­ßen Zah­lungs­dienst­leis­tern wie Mas­ter­card, Visa und Pay­Pal so­wie an­de­ren In­ter­net­platt­for­men.


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28. Januar 2018 – Eurokurs 1,25

Lie­be Bör­sia­ner,

der Wech­sel­kurs des EURO zu an­de­ren Wäh­run­gen hat ei­nen ganz er­heb­li­chen Ein­fluss auf die in­ter­na­tio­na­len Wirt­schafts­be­zie­hun­gen von eu­ro­päi­schen Un­ter­neh­men mit an­de­ren Fir­men aus­ser­halb des EURO-Rau­mes. Ins­be­son­de­re der Wech­sel­kurs zum US-ame­ri­ka­ni­schen Dol­lar USD als wich­tigs­te Wäh­rung glo­bal ist von be­son­de­rer Be­deu­tung.

Vie­le ex­port­ori­en­tier­te deut­sche Un­ter­neh­men ver­kau­fen ihre Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen in die USA oder in Län­der, wo der USD als üb­li­ches Zah­lungs­mit­tel in der Wirt­schaft ver­wen­det wird. Eine Än­de­rung im Wech­sel­kurs zwi­schen EURO und USD wirkt sich un­mit­tel­bar auf sol­che Zah­lun­gen aus.

Bei­spiel: der EURO steigt zum USD
Ent­we­der die Rech­nungs­le­gung des deut­schen Un­ter­neh­mens er­folgt in EURO, dann muss der Käu­fer da­für aber mehr USD be­zah­len. Oder die Rech­nung lau­tet auf USD, dann be­kommt das deut­sche Un­ter­neh­men da­für we­ni­ger EURO. In bei­den Fäl­len ent­steht für das deut­sche Un­ter­neh­men ein kla­rer Wett­be­werbs­nach­teil.

Sol­che Ef­fek­te wer­den üb­li­cher­wei­se da­durch ab­ge­mil­dert, dass z.B. Zwi­schen­pro­duk­te be­reits in den USA ge­fer­tigt wer­den oder dass USD auf Wäh­rungs­kon­ten dau­er­haft vor­ge­hal­ten wer­den. Da­ge­gen ent­steht in die­sem Bei­spiel ein ent­spre­chen­der Vor­teil für deut­sche Tou­ris­ten in den USA, da der EURO dort mehr wert ist.

Die Wech­sel­kur­se sind in ei­ner glo­ba­len Wirt­schaft von ho­hem In­ter­es­se und wer­den sehr eng ver­folgt. In Eu­ro­pa legt die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank die so­ge­nann­ten Re­fe­renz­kur­se des EURO zu den wich­tigs­ten an­de­ren Wäh­run­gen fest:

Eu­ropean Cen­tral Bank re­fe­rence ra­tes

Der EURO steigt ge­gen­über dem USD seit ei­ni­ger Zeit er­heb­lich an und er­reich­te in der ver­gan­ge­nen Wo­che so­gar ei­nen Wert von 1,25 USD (1€ = 1,25$). Der Trend deu­tet auch dar­auf hin, dass der EURO zum USD noch stär­ker wird. Im Grun­de ist aber zu ver­mu­ten, dass es eher eine Schwä­che des USD ist an­statt ei­ner Stär­ke des EURO. Und die ge­plan­te Steu­er­re­form in den USA dürf­te die­sen Trend eher noch un­ter­stüt­zen.

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